Abzocke mit DSGVO

Viele kennen vielleicht die Abzockversuche, die vorzugsweise per Fax an Unternehmen gehen. Mal ist ein angeblicher Adressbuchverlag, mal ein Internetverzeichnis, mal eine Handelsregisterauskunft. Allen gemeinsam ist, dass diese Schreiben sehr unübersichtlich gestaltet sind und den Empfänger bewusst in die Irre führen sollen. Gerne wird auch Zeitdruck aufgebaut, dass man das ausgefüllte Formular schnell zurücksenden soll.

Auch der Absender ist so gewählt, daß er etwas anderes Bekannteres vortäuschen soll., etwa die Gelben Seiten oder die Deutsche Telekom. Auch wird oft auf dem ersten Blick der Eindruck einer Behörde erweckt.

Bei der Masche mit den Verzeichnissen wird auch mal so getan, als solle man nur kurz die angegebenen Daten überprüfen. Natürlich ist dort extra ein Fehler eingebaut, damit man die „Korrektur“ schnell zurück schickt.

Irgendwo im Kleingedruckten steht dann, was das Fax eigentlich ist. Im rechtlichen Sinne soll es ein Angebot sein, welches man durch Rücksendung annimmt. Die tatsächliche Leistung die dahinter ist oft nichts wert, etwa lieblos gestaltete Webseiten, die nie eine Suchmaschine finden wird, auf denen die Unternehmensinformationen aufgelistet sind.

Heute kam hier ein Fax von der „Datenschutzauskunfts-Zentrale“ rein. Auch hier soll der Anschein erweckt werden, es handele sich um eine offizielle Datenschutzbehörde.

In diesem Fall kommt hinzu erschwerend hinzu, daß die noch vielfach vorherrschende Unsicherheit um die Umsetzung der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) ausgenutzt wird.

Auch das Kleingedruckte verschleiert, worum es eigentlich geht. wer hier nicht richtig liest, denkt vielleicht, er sei verpflichtet dieses Fax zurück zu senden.

Leistungsübersicht /Leistungsdarstellung Basisdatenschutz

Seit dem 25.05.2018 gilt in Deutschland die EU-Datenschutzgrundverordnung (DS-GVO). Sie haben daher zwingend gewisse Grundanforderungen zu erfüllen, um die gesetzlichen Vorgaben einzuhalten, Ihr Unternehmen datenschutzkonform aufzustellen und Aufsichtsmaßnahmen der Behörde zu vermeiden. Folgende Daten werden von Ihnen erhoben und gespeichert: Rechtsform, Betriebsname, Betriebsstätte, Telefon, Telefax, Branche, E-Mail, Internetseite. Die in diesem Auftrag genannte Person/Unternehmen erwirbt das Leistungspaket Basisdatenschutz. Dieses beinhaltet Informationsmaterial, ausfüllfertige Muster, Formulare und Anleitungen zur Umsetzung der Vorgaben der DS-GVO. Basisdatenschutz-Beitrag jährlich netto, zzgl. Ust: Eur 498. Die Berechnung erfolgt jährlich. Leistungsinhalt: Erstellung des Verzeichnisses von Verarbeitungstätigkeiten, Datenschutzerklärung für die Webseite, Checkliste für technische und organisatorische Maßnahmen, Umgang mit Betroffenenrechten und Erfüllung von Melde- und Informationspflichten. Bitte beachten: Ihre Bearbeitung erfolgt innerhalb weniger Werktage nach Rücksendung dieses behörden- und kammerunabhängigen Angebotes. Es besteht bisher keinerlei Geschäftsbeziehung. Durch die Unterzeichnung wird die Leistung für drei Jahre verbindlich bestellt.

Man bekommt tatsächlich also irgendwelche Standardblätter zum Datenschutz für netto 498,00 EUR pro Jahr; und zwar für gleich 3 Jahre. Für 1500 Euro kann man sich auch schon einen externen Berater ins Haus holen, der einen individuell berät.

Rechtlich dürfte das mehr als zweifelhaft sein. Alles ist darauf ausgelegt, die wahre Leistung, den Preis und auch den Vertragspartner zu verschleiern. In den AGB, die man sich runterladen kann, steht als Vertragspartner plötzlich auch nicht mehr ein Unternehmen in Oranienburg, sondern in Malta.

http://deutschland.datenschutz-auskunftszentrale-europa.com/allgemeinegfbedingungen.pdf

Ansonsten gibt es unter der Webadresse auch nichts weiter zu sehen. Ein halbwegs seriöses Unternehmen hätte hier irgendetwas stehen.

Ich verstehe nicht, warum es diese Branche noch gibt. Das sind für mich Betrüger, die Leute minderwertige Leistungen zu überhöhten Preisen anbieten. Die ganze Thematik ist nicht neu, die Masche gibt es seit vielen Jahren. Auch wenn die Hintermänner in Malta oder irgendwo anders zu finden sind, die müsste man deren doch spätestens anhand des Geldflusses auf die Schliche kommen.


Update 08.10.2018

Gegen den Versender gibt es eine einstweilige Verfügung.

Scareware-Anzeige von 1&1 und Anderen

Es gibt ja im Internet diese Anzeigen, die einem vorgaukeln, es drohe irgend eine Gefahr auf dem Rechner und man müsse auf einen Link klicken, um die Gefahr zu beseitigen. Meistens holt man sich erst man Ungeziefer auf den Rechner. Programme die angeblich den Rechner reinigen/schützen/beschleunigen infizieren aber tatsächlich den Rechner. Solche Programme/Anzeigen werden auch „Scareware“ genannt, da sie dem potentiellen Opfer erst einmal Angst einflößen und der verängstigte User oft genug das Gehirn ausschaltet und alles blind befolgt.

Nun ist mein Provider 1&1 wohl auch auf diesen Zug aufgesprungen. Neulich begrüßte mich folgendes Bild beim Einloggen in den Kundenbereich:

„80 versuchte Angriffe“. Klingt ja erst einmal bedrohlich. Ich habe tatsächlich den Link angeklickt, um mehr zu erfahren, was das denn nun für „versuchte Angriffe“ waren. Hinter dem Link verbarg sich aber eine Werbeseite von 1&1. Man könnte irgend so ein 1&1-Sicherheitspaket kostenpflichtig buchen. Darauf habe ich dankend verzichtet. Vielleicht waren diese „versuchten Angriffe“ ja böse Portscans oder misslungene Loginversuche. Man weiß es nicht und 1&1 hat auch kein Interesse Details herauszurücken, ob die „Hacker“ nicht noch versuchen nichtexistierende Seiten aufzurufen.1&1 möchte nur den verängstigen Kunden ein „Sicherheitspaket“ verkaufen.

Mit Angst zu werben finde es sowieso immer doof. Das erzeugt bei mir eher ein Gefühl der Ablehnung. Meister der Angst-Werbung sind ja Versicherungen. Wenn man so ein normales Werbeprospekt einer Versicherung durchblättert, fühlt man sich ja gleich schlecht.

Gerne wirbt ja auch die GEZ der Beitragsservice mit Angst. „Du hast nicht gezahlt!“ war doch früher ihr Spruch. Die Urheberindustrie hat aber den Vogel abgeschossen mit ihrer Kampagne „Hart aber gerecht – Raubkopierer sind Verbrecher“. Es gab da unter anderem einen Spot in dem Kinder vor einem Gefängnis ein Geburtstagslied singen und dann die Mutter fragen, wann Papa wieder da sei. „Noch viermal singen“ lautet die Antwort der Mutter.

Adressiert war diese ganze Kampagne an den gemeinen Filesharer („Raubkopierer“), der sich ein paar Lieder aus dem Internet herunterlädt. Man kann hier aber auch sehen, wie nicht nur Angst geschürt wird, sondern gezielt desinformiert wurde. Das Herunterladen von Musik war immer eine Grauzone, auf jeden Fall rechtlich unzulässig ist aber das Hochladen. Viele Filesharingprogramme stellen die runtergeladenen Teile gleich zum Upload bereit. Das sind auch die Fälle, die bis heute massenhaft abgemahnt werden und vor allem für die Anwälte eine Goldgrube sind.Die Abgemahnten sind nicht dadurch nicht verurteilt und somit auch keine Verbrecher.

Tatsächlich strafrechtlich verurteilt wurden nur vereinzelt Einige. Und waren eher Leute, die ganze Websites mit illegalen Downloads anboten. Und auch da wurde oft nicht das volle Strafmaß „fünf Jahre“ ausgenutzt.

Für mich neu im Bereich der Angstwerbung ist die Business Software Alliance (BSA), die so gut die alle großen Softwarefirmen vertritt. Im Büro trudelte letztens ein Schreiben rein, daß man uns ja angeblich schon vor einigen Monaten geschrieben habe, wie wichtig die richtige Lizenzierung der Software sei und als Hilfe böte die BSA ein Softwaretool an. Nun haben die festgestellt, daß wir das Tool noch nicht heruntergeladen haben. Das mögen wir doch schnellstens nachholen, schließlich drohen hohe Strafen, wenn man unlizenzierte Software einsetzt.

Warum immer so negativ, warum so drohend? Bei den Rundfunkgebühren gab es mal eine Kampagne vom WDR(?) mit dem Motto „Danke, daß sie gezahlt haben – und das bieten wir Ihnen dafür“. Das ist in meinen Augen der bessere Weg, als die Mehrheit der Unschuldigen unter Generalverdacht zu stellen.

Schindluder mit Kundendaten

Früher war ich gelegentlicher Kunde beim Elektronikversand Conrad. Irgendwann nervten mich die regelmäßigen Newsletter, die immer häufiger zu kommen schienen. Ich wollte den Newsletter dann abbestellen. Es schien über die Weboberfläche geklappt zu haben und es kam der Hinweis, die Verarbeitung der Änderung können aber noch ein paar Tage dauern. Doch auch später kamen immer wieder unerwünschte Werbenachrichten. Wieder ein Versuch im Webinterface den Kram loszuwerden, mit gleichem Resultat.

Eine Beschwerdemail an den Kundenservice brachte dann, nach einiger Zeit das gewünschte Ergebnis.

Den Vogel hat Conrad aber mit einer anderen Aktion abgeschossen. Irgendwie wollten sie wohl ihre Kundendaten zu Geld machen. Aber nur wie? Die Daten einfach Dritten zu verkaufen, war denen wohl doch ein wenig zu illegal. Also verschickte man selbst einen Brief in denen man auf ein tolles Angebot eines Versicherungsunternehmens hinwies. Zumindest sah es so aus, als käme der Brief tatsächlich direkt von Conrad. Wie es tatsächlich ablief, ließ sich nicht feststellen.

Seitdem bin ich kein Kunde mehr bei Conrad.

Hanuta-Mogelpackung

Es ist zwar schon ein paar Jahre her, aber trotzdem wollte ich diese Gegebenheit kurz wiedergeben.

Da geht man also in einen Supermarkt und möchte nach langer Zeit mal wieder Hanuta kaufen. Ich habe die Packung genommen und betrachtet. Da stand groß sinngemäß drauf: „Aktion: gratis eine Tafel mehr“. Es sollten 11 Hanutas in der Packung sein. Ich denke mir, moment, wieso eine mehr, da ist doch einer wenige drin. Ich habe aber die zwischenzeitliche Verkleinerung der Packung von 12 auf 10 Stück nicht mitbekommen. Die Packung wirkt äußerlich erst einmal ziemlich gleich, doch der Trick ist, wie Ferrero, die Hanutas verpackt hat. Früher waren drei Stapel mit je 4 Tafeln in einer Schachtel. Nun hat man einen einzigen liegenden Stapel gemacht, ohne das die Verpackung großartig anders aussieht.

Dann kann Ferrero natürlich auch einfacher mal eine Aktion machen und „einen gratis drauflegen“ oder zwei rausnehmen.

Liebe Hunde

Hundehalter sind schon etwas komisch. Läuft einem ein Hund entgegen, rufen sie, der sei ganz lieb. Niemand ruft: „Passen Sie auf, der beißt“. Aber warum werden dann immer wieder Menschen von Hunden gebissen?

Natürlich entsorgen die Halter auch alle ordnungsgemäß die stinkenden Hinterlassenschaften der Tiere. Aber irgendwie kommt es doch immer wieder vor, daß sich ein Hundehaufen unter meine Schuhe verirrt. Für den stinkenden Mist fühlt sich niemand verantwortlich, auch nicht für die Kackwürste auf meinem Grundstück. Vielleicht kommen die aus bisher unbekannten Dimensionen und materialisieren sich spontan aus dem Nichts?

Falls doch mal eine Hundehalter „aus Versehen“ den Dreck seines geliebten Vierbeiners nicht weggeräumt hat, darf er wählen, wo ich ihm die Scheiße hin schmiere soll, z.B. ins Gesicht, aufs Sofa, auf die Autositze oder vielleicht auf den schönen neuen Teppich.

Eintrittspreise Freizeitparks

Ich bin mit meinen Kindern häufig zu Besuch im Hansapark. Wir haben dafür eine Jahreskarte. Die Preise sind noch akzeptabel, auch wenn die Kinder für die Jahreskarte ebenfalls den vollen Preis zahlen müssen.

Wenn man sich dann aber zum Beispiel die Preisstruktur vom Heide-Park ansieht, kriegt man die Wut. Es gibt verschiedene Preise, je nachdem wie viele Tage man die Karte im Voraus kauft. Hinzu kommen die unzähligen Rabattgutscheine, die wie beim Merlin-Konzern, zu dem der Heide-Park gehört, üblich, massenhaft verteilt werden. Das ist völlig unübersichtlich. Wer nicht mit einer Zwei-zum-Preis-von-Einen-Rabattkarte an der Kasse steht und den vollen Preis zahlt, ist letztendlich der Gelackmeierte. So sollte man nicht mit seinen Kunden umgehen.

Knüller ist dann aber der „Express-Butler“. Damit kann sich erkaufen, daß man bei den Fahrgeschäften nicht so lange anstehen muß. Man erhält also eine Verzugsbehandlung, die zu lasten der nicht-extra-zahlenden Kunden geht. Mir wäre es auch als Nutzer des „Express-Butlers“ äußerst unangenehm, an der wartenden Menge vorbei zu gehen. Aber die Klientel, die sich diese Sonderbehandlung leisten kann, ist wahrscheinlich eh schon so sozial abgehärtet, daß es ihr egal ist.

Ich war früher gerne im Heide-Park. Insbesondere die Schweizer Bobbahn und „No Limit“ haben mir gefallen. Aber bei dieser Kundenverarsche muß ich es mir gründlich überlegen, ob ich da irgendwann nochmal hinfahre.

Esoterik und Gravitationswellen

Ein Gedanke der mir schon vor ein paar Wochen in den Sinn gekommen ist, wollte ich jetzt mal zu Papier bringen niederschreiben.

Ich ja mal gespannt, wie die Esoterikszene die Gravitationswellen aufnehmen wird. Ich könnte mir dazu zwei Szenarien vorstellen, die sich zwar widersprechen aber trotzdem in der Esoszene gleichzeitig existieren können.

Zum einen kann ich mir vorstellen, daß Gravitationswellen als böse betrachtet werden. Daher muß man diese abschirmen. Erfindungsreiche Tüftler Gewissenlose Gauner werden dazu Gerätschaften und Abschirmdecken anbieten. Die Zutaten werden wohl die gleichen sein, die bei Esoterikern immer wieder vorkommen: Kristalle, Magneten, Kupferspulen, Kupferplatten, Alufolie, vielleicht noch ein paar lose Drähte und anderer nutzloses zeug. Das ganze wird dann zu astronomischen Preisen verkauft. Ja verkauft, nicht nur angeboten. So etwas wird tatsächlich auch gekauft.

Andererseits kann es auch passieren, daß Heilpraktiker Gravitationswellentherapien anbieten werden. Die werden sicherlich genauso wundervoll alle möglichen Krankheiten und Unheil beseitigen, wie bei so manch anderer „Therapie“. „Neueste wissenschaftliche Erkenntnisse“ wird dann in den Anzeigen stehen, aber es ist natürlich wieder nur Scharlatanerie, der versucht wird, einen wissenschaftlichen Anstrich zu geben. Daß Gravitationswellen nur durch Bewegung unglaublicher großer Massen zustande kommen, und daß die Auswirkungen unglaublich gering sind, wird die Esogläubigen aber nicht interessieren.

P.S. Ich habe überlegt, ob ich das hier überhaupt schreiben soll, oder ob ich damit die Scharlatane nicht auch neue dumme Ideen bringe. Aber ich denke, wer soviel kriminelle Energie hat, sich in diesem Bereich zu tummeln, der denkt sich sowieso ständig immer abstrusere Sachen aus. Ich brauch dann nur darauf verweisen, was ich hier Anfang März 2016 schon geschrieben habe.

 

Nachtrag 10.03.16

Es geht los: Gravitationswellen-Spiegelfänger

Kidizoom Kid von VTech – Elektroschrott ab Werk

Meine Kinder (4 Jahre) fotografieren gerne. Sie haben mit meiner Kompaktkamera schon tolle Bilder geknipst. Deshalb sollte es zu Weihnachten eigene Fotoapparate geben. Die Wahl fiel letztendlich auf die Kidizoom Kid von VTech, die gerade in einem Spielzeugladen im Angebot war. Hätte ich sie mal lieber teurer online bestellt, dann hätte ich sie zurückschicken können.

Das Gehäuse vermittelt einen robusten Eindruck und läßt sich auch von Kinderhänden gut anfassen. Bestückt wird die Kamera mit 4 AA-Zellen und optional zusätzlich zum internen Speicher mit eine Micro-SD-Karte. – Das war der positive Teil.

Die Fotoqualität ist aber unterirdisch. Jede Billigwebcam von 2000 hat da bessere Ergebnisse geliefert. Das liegt nicht an der mangelnden Auflösung (die war ja bekannt), sondern einfach an dem viel zu schwachen Bildsensor. Das Objektiv, sofern man es so nennen darf, ist eine ca. 2 mm große, nicht abdeckbare Linse, mit Fixfokus. Vielleicht kann man im Hochsommer, direkt in der prallen Mittagssonne brauchbare Bilder machen, ansonsten ist die Kamera einfach viel zu lichtschwach. Die Kamera dreht dann die Belichtungszeit hoch und es kommt zu Verwacklungen.

Von der Bedienung hätte ich mir gewünscht, daß es zwei einfach Modi Fotografieren und Betrachten gibt, so wie es bei Standardkameras üblich ist. Der Fotomodus ist leicht zu erreichen, doch zum Betrachten sind mehrere Knopfdrücke notwendig.

Außerdem bietet die Kamera noch Bearbeitungsmöglichkeiten und Spiele (!). Auch dem Minidisplay macht das aber wenig Sinn.

Zusätzliche Bearbeitungsmöglichkeiten kann man sich über das Internet laden. Das ist aber nicht zu empfehlen, da man sich bei VTech anmelden muß und die Daten dort nicht sicher sind. Kurz vor Weihnachten wurden Datensätze von 5 Millionen Kunden geklaut. Als „Gegenmaßnahme“ hat VTech einfach in die AGBs geschrieben, daß sie die Sicherheit der Daten nicht garantieren können.

Fotos machen die Kinder wieder mit meinem Apparat. Die Kameras werden nur hin und wieder mal rausgeholt um eines der Spiele zu spielen.

Anbei mal eine kleine Auswahl von Fotos (Klick auf das Bild zeigt die Originalgröße):

100_0105 100_0098100_0110100_0059

Herr Winterkorn entschuldigt sich

Herr Winterkorn, der Chef von VW, entschuldigt sich, wegen der Abgasaffäre. Und nun wird alles gut? Ich hoffe nicht!

Es geht ja nicht darum, daß irgendwo ein Fehler passiert ist, sondern das VW Millionen Autos vorsätzlich so manipuliert hat, daß auf einem Teststand bessere als die realen Abgaswerte erzielt werden. Nochmals, das Ganze passierte und passiert vorsätzlich! Wenn jemand absichtlich über die wahren Produkteigenschaften täuscht, nennt man das doch Betrug, oder?

Es ist ja nicht neu, daß manche Hersteller tricksen, also im Klartext betrügen, um bei Tests bessere Ergebnisse zu erzielen. In der Computerbranche gab es schon mal den Fall, daß ein Treiber für eine Grafikkarte so optimiert war, daß die Karte bei einem Standardtest („Benchmark“) bessere Ergebnisse erreicht hat, als es in der Praxis vorkommen würde. Kurios fand ich den Fall, bei dem der der Hersteller LG seine Kühlschränke so manipuliert hat, daß dieser erkennt, ob ein Testgerät angeschlossen ist und in dem Fall einen Energiesparmodus aktiviert hat.

Diese Manipulationen sind nicht irgendwelche Kavaliersdelikte. In meinen Augen gehört da jeweils ein gehörige Portion kriminelle Energie dazu. Das Wissen um diese Betrügereien dürften auch nicht nur einem kleinen Entwicklerzirkel bekannt sein. Es geht ja auch nicht nur um Geld für Strom oder Treibstoff, das die Verbraucher mehr ausgeben müssen, sondern auch um unsere Umwelt und auch um das „grüne“ Image der Konzerne.

Ich gehe auch davon aus, daß noch mehr PKW-Hersteller tricksen, um ihre Verbrauchs- und Emissionswerte niedriger darzustellen. Ich hoffe es kommt jetzt noch mehr ans Tageslicht.

Fenster und Türen geschlossen halten

Letztens gab es hier einen Großbrand. Im Radio wurde dazu aufgerufen, man soll Fenster und Türen geschlossen halten.

Ich frage mich aber, wie sieht es bei Aktivitäten im Freien aus? Draußen stank es wirklich schlimm nach verbrannten Autoreifen. Ich mußte schon husten, auf dem kurzen Weg vom Auto zum Haus. Niemand will da gerne freiwillig sich dem Rauch oder Gestank aussetzen. Aber manchmal geht es nicht anders. Sollen die Leute in den betroffenen Stadtteilen nicht mit dem Fahrrad fahren oder zu Fuß gehen, oder doch? Was ich mit Menschen, die draußen arbeiten?

Wer gibt solche Meldungen raus? Feuerwehr, Polizei, Ordnungsamt? Warum werden die anderen erwähnten Menschen nicht erwähnt? Ist es den Verantwortlichen egal? Haben sie diese vergessen? Oder ist es einfach nur Angst, daß sie in Regress genommen werden, wenn aus einer solchen Warnung zum Beispiel Verdienstausfälle resultieren?

Was ist aber, wenn es aufgrund der fehlenden Warnung Gesundheitsschäden gibt? Wer haftet dann? Dann es wahrscheinlich wieder der Einzelne, der die Folgen tragen muß.