1&1 schaltet Werbung auf privater Domain

Ich habe ein Webhosting-Paket bei 1&1. Gestern bin ich darauf gestossen, daß wenn man eine nicht existierende Seite aufruft, keine normale 404-Fehlerseite kommt, auch keine leere Seite, sondern eine Werbeseite von 1&1 für diverse, teilweise zweifelhafte, Angebote.

Bei einer Webrecherche habe ich festgestellt, daß dieses Verhalten schon länger existiert. Abschaltbar ist es bei 1&1 im Domainbereich unter der Einstellung „Domain-Parken“ (oder so ähnlich). Nach dem Deaktivieren wird diese Option auch nicht mehr angeboten. Alle betroffenen Domains werden allerdings auf verschiedene Weise genutzt.

Eigentlich ist das eine große Frechheit, da diese Werbung mit meinen privaten Domains in Verbindung gebracht wird. Ich zahle für das Webhosting und alle Seiten sind bewußt werbefrei gehalten, da es eindeutig eine private und keine kommerzielle Webpräsenz sein soll. Außerdem wird man nicht gefragt, ob man das haben möchte, sondern es wird einfach geschaltet und die Option zum Deaktivieren ist nicht auf den ersten Blick auffindbar. Der einzige Profiteur von dieser Werbung ist 1&1, die damit zusätzlich Geld verdienen. Das Risiko eines schlechtes Rufes und einer Abmahnung liegt aber beim Kunden.

Obergrenzen

Kann man das Leid der Menschen begrenzen, in dem man nur eine gewisse Anzahl von Flüchtlingen ins Land läßt? Nein! Dadurch schränkt man nur das Asylrecht und drückt sich vor seine humanitäre Verantwortung.

Warum hat man früher nicht schon Obergrenzen für Arbeitslose geschaffen? Man würde die Auszahlung von Arbeitslosengeld auf 2 Millionen Empfänger begrenzen. Alle die sich später melden, gelten nicht als arbeitslos und bekämen somit auch kein Geld. – Wäre eine enorme Entlastung für den Staatshaushalt.

Oder man begrenzt die Anzahl der PKW-Zulassungen. Damit könnte man auch diverse Umwelt- und Verkehrsprobleme beseitigen.

Ich wäre für eine Obergrenze für populistische Forderungen von Politikern.

Man sieht Obergrenzen sind was feines. Man kann mit Ihnen ganz einfach Probleme „lösen“.

Nutzen von V-Leuten?

V-Leute sind Personen, die bei kriminellen Vereinigungen sind, aber (auch) für Ermittlungsbehörden arbeiten. Durch diese Personen verspricht man sich Insiderwissen, um Straftaten zu verhindern oder besser aufklären zu können.

In der Praxis sieht es aber wohl anders aus. Immer wenn in der Öffentlichkeit von V-Leuten die Rede ist, geht es um Ermittlungspannen, Informationen die nicht herausgegeben werden dürfen, um nicht aufgeklärte Straftaten usw. Selbst das erst NPD-Verbotsverfahren ist daran gescheitert, daß es in der NPD-Führungsregie mehrere V-Leute gab.

Überhaupt ist fraglich, wie verlässlich Informationen von V-Leuten sind? Vielleicht sind sie doch eher am Wohle ihrer kriminellen Vereinigung, als am Allgemeinwohl interessiert.

Im Rahmen des NSU-Prozesses sind mehrere V-Personen enttarnt worden. Warum gab es trotzdem die Mordserie. Welche Funktionen hatten diese V-Leute, welche Weisungen haben sie von staatlicher Seite bekommen?

Nicht alle über einen Kamm scheren

Ich glaube es hat niemand behauptet, alle Flüchtlinge, alle Asylbewerber, alle Ausländer wären Heilige. Natürlich gibt es unter denen genau so Idioten, Kriminelle wie auch unter den Deutschen. Es sind nämlich auch nicht alle Deutschen Heilige.

Es ist nur so, daß man nicht von einem oder ein paar auf alle schließen darf. Es käme auch keiner auf die Idee, alle Sachsen zu kritisieren, nur weil es dort einige ausländerfeindliche Idioten gibt. Aber bei Flüchtlingen ist es anders. Da wird jede kriminelle Handlung, jede Verfehlung ausgiebig diskutiert. Mal abgesehen von den ganzen Falschmeldungen, die auf Facebook und Co. kursieren. Jetzt werden die deutsche Stammtischbrüder sogar schon zu Feministen und verteidigen vergewaltigte Frauen. Hätten Deutsche im Karneval Frauen vergewaltigt, kämen dann aber so Sprüche, wie „Die haben es doch darauf anglegt. „Sie haben doch selbst schuld, wenn sie sich so kleiden/so verhalten…“. Ich hoffe, daß sich jetzt mehr Frauen trauen, sexuelle Übergriffe anzuzeigen, egal welche Nationalität der Täter hat.

Daß die Täter angezeigt und vor Gericht gestellt werden, ist für mich selbstverständlich. Auch hier ist es mir egal, woher die Täter kommen. Darüber hinausgehende Konsequenzen finde ich unangebracht. Es gibt keine Sippenhaft!

Zu Kritisieren sind bei den Kölner Vorfällen eindeutig die Polizei und die Medien. Eine Berichterstattung hat wahrheitsgemäß, behutsam und gleichzeitig kritisch zu erfolgen. Natürlich ist die Stimmung in der Bevölkerung, was Flüchtlinge angeht, recht angespannt. Wenn aber dann versucht wird, Tatsachen zu vertuschen und zu verdrehen, dann leistet man den rechten Hetzern einen Bärendienst. Sie sehen sich mit der Bezeichnung Lügenpresse und der Behauptung es würden Straftaten von Flüchtlingen verschwiegen werden, bestätigt.

„Terrorwarnungen“ – nur heiße Luft

Nach der „Terrorwarnungen“ von Braunschweig (abgesagter Karnevalsumzug), Hannover (abgesagtes Fußballländerspiel) entpuppt sich auch die Warnung von München als falsch.

Die Berichterstattung und die öffentliche Wahrnehmung folgt immer dem gleichen Schema:

  • Bericht über Warnung und potentielle Gefahr, Hinweise stammen aus angeblichen sicheren Quellen.
  • Massives Aufgebot von schwerbewaffnetem Sicherheitspersonal, Abperrungen, das öffentliche Leben kommt zum Erliegen
  • Sondersendungen
  • (natürlich passiert nichts)
  • Politiker sprechen aber auch im Nachhinein von gesicherten Erkenntnissen
  • Politiker, Sprecher von Sicherheitsbehörden und die Gewerkschaft der Polizei fordern
    • schärfere Gesetze
    • mehr Vorratsdatenspeicherung
    • mehr Videoüberwachung
    • mehr Personal für Sicherheitsbehörden
    • Obergrenze für die Anzahl von Flüchtlingen
    • Abschiebung von Flüchtlingen
    • Grenzkontrollen
  • Entweder es gibt gar keine Meldung, oder nur eine kleine Randnotiz, daß der Terrorverdacht doch nicht real war.

Leider kommt die Auflösung, daß es doch keine Gefahr gab, bei den Bürgern nicht an. Wo bleiben die ARD-Brennpunkte, wo die zig Polit-Talkshows, in der Kubiki, Seehofer und Konsorten darüber reden, wie es zu der falschen Terrorwarnung kommen konnte?

Stattdessen sagt sich der deutsche Michel: „Die Polizei hat Schlimmeres verhindert“ und „Lieber einmal mehr gewarnt, als einmal zu wenig“. Aber genau da liegt der Hase im Pfeffer, es wird ja nicht nur einmal falsch gewarnt, sondern ständig. Zum Einen erzeugt das irreale Ängste und zum Anderen führt das zu einer Abstumpfung. Wer nimmt denn solche „Warnungen“ noch ernst, wenn es immer Fehlalarme sind? Ist es auch in Ordnung, daß wir ständig in Angst leben? Sollen uns ungesicherte Quellen vorschreiben, wie wir uns verhalten sollen?

Gluten und Laktose sind nicht schädlich

Es gibt Menschen, die vertragen keine Laktose. Es gibt auch Menschen, die vertragen kein Gluten. Das heißt allerdings nicht, daß diese Stoffe per se gesundheitsschädlich sind. Gluten- oder laktosefreie Produkte sind für die Betroffenen eine Bereicherung, da sie ihren Speiseplan erweitern können.

Es scheint aber ein Trend zu sein, sich gluten- und/oder laktosefrei zu ernähren. Allerdings bringt das keinen Nutzen. Allein die Händler und Hersteller dieser Produkte profitieren von den höheren Preisen.

Menschen, die an Laktoseintoleranz oder Zöliakie leiden, wissen im Normalfall, welche Produkte sie essen dürfen und welche sie verzichten müssen bzw. wo sie auf Alternativprodukte zurückgreifen müssen. Das Siegel „laktosefrei“ oder „glutenfrei“ taucht aber immer häufiger auf Produkten auf, wo es völlig unsinnig ist. Letztens habe ich einen Naturjoghurt gekauft, also ohne Fruchtzubereitung oder sonstiges, also das reine Milchprodukt und dort stand doch tatsächlich auch auf der Packung „glutenfrei“. Ja natürlich, wie soll das denn auch reinkommen? Was ich vermisse ist der Hinweis, daß er Joghurt keine Nüsse oder Fisch enthält.

Vielleicht ist es bald modern, keine Äpfel zu essen, weil manche Menschen darauf allergisch reagieren. Und dann klebt auf der Birne ein Aufkleber „apfelfrei“.

Nochmals: Gluten und Laktose sind nicht schädlich!