Der Markt regelt das – NICHT

Es gibt da eine Partei, die sich mal als frei und demokratisch bezeichnet hat und von anderen “die Liberalen” genannt wurde. Heute ist sie nur noch für den von ihr propagierten Volldampf-Kapitalismus bekannt. Ihr ganzes Konzept lässt sich auf “Der Markt regelt das” und “Unternehmenssteuern senken” zusammenfassen.

Eigentlich sollte mittlerweile Jeder verstanden haben, dass wir (die Weltbevölkerung im Allgemeinen und die “westliche Zivilisation” im Speziellen) so mit der Ausbeutung des Planeten nicht weitermachen können. Vor einigen Wochen war wieder der “Earth Overshoot Day”. Also der Tag im Jahr, an dem wir rechnerisch die Ressourcen verbraucht haben, die uns die Natur in einem Jahr liefert. Seit diesem Tag zerstören wir bis Ende des Jahres die Grundlage unseren Lebens. Wir zerstören die Natur und die Zukunft unserer Nachkommen. Wir bräuchten fast zwei Erden um uns unseren globalen Lebensstil zu leisten.

Gerade hier zeigt sich, dass ein ungeregelter Markt zu Problemen führt. Die Natur liefert uns vielfach gratis ihre Ressourcen. Wasser und Luft sind fast umsonst. Deswegen haben diese Ressourcen für die Wirtschaft auch keinen Wert. Der Markt regelt nur dass die Unternehmen ihre Produkte zu Hungerlöhnen unter schlechtesten Arbeitsbedingungen in den ärmsten Ländern der Welt herstellen. Gleiches gilt für die Beschaffung von Rohstoffen oder die “Entsorgung”. Stets wird wird ausgebeutet, wo es nur geht. Die Arbeitnehmer sind keine gleichberechtigten Mitglieder des “Arbeitsmarktes”.

Wo ich persönlich ja auch über Jahrzehnte das Versagen des Marktes zu spüren bekommen habe, war beim Breitbandausbau. Die Telekommunikationsunternehmen, und vor allem die Deutsche Telekom, haben ihre Ausbautätigkeiten auf die Bereiche beschränkt, in denen sie schnell und einfach viele Kunden erreichen konnten. Dort gab es oft mehrere Ausbaustufen, während im ländlichen Bereich nichts passiert ist.

Auch auf dem Wohnungs- und Immobilienmarkt spielt alles verrückt. Die Preise schießen dermaßen in die Höhe, dass sich ein normaler Arbeitnehmer das praktisch nicht mehr leisten kann. Stattdessen gibt es immer mehr Ferienwohnungen bzw. -häuser und die Gutverdienenden geben sich nicht nur mit einem Haus ab. Neben dem Häuschen am Stadtrand wäre doch auch noch ein Wochenendhäuschen, was allerdings ein vollwertiges Einfamilienhaus ist, irgendwo in Wassernähe doch was Schönes. Und mal wieder geht das alles zu Lasten der Ärmsten, die keine Wohnungen mehr finden.

Wohnen ist ein Grundbedürfnis und kein Luxusgut. Aber die Kommunen haben diese Situation selbst mit herbeigerufen. Kommunale Wohnungsbaugesellschaften wurden vielfach an private Investoren verkauft. Und dann wundert man sich, dass es plötzlich keine Sozialwohnungen mehr gibt, weil die alten aus der Preisbindung herausgefallen sind und die privaten Investoren lieber “exklusive Eigentumswohnungen” verkaufen, als Sozialwohnungen zu vermieten.

Das Lustige ist, dass, wenn man Freunde des freien Marktes auf Missstände hinweisst, die der Markt eben beseitigt hat, sondern vielleicht noch verschärft hat, dann argumentieren diese Leute, dass der Markt an dieser Stelle eben nicht frei sei, weil es da irgendwelche Einschränkungen oder staatliche Eingriffe gäbe.

Bleibt als Fazit: Der freie Markt existiert nicht oder er funktioniert nicht, also können wir uns am besten gleich von diesem Hirngespinst lösen.

Ein kleiner Hörtipp zum Schluss: In einer Satire-Ausgabe des WDR-Zeitzeichens wird der Erfinder des Kapitalismus vorgestellt.

Glasfaser, es läuft – endlich

Es hat geschlagene 1.599 Tage gedauert, von meiner Unterschrift unter dem Auftrag zur Herstellung eines Glasfaser-Anschlusses bis zur erfolgreichen Aktivierung. Das muss nicht immer so lange dauern. In anderem Ortschaften hatten die Anwohner schon vorher einen funktionierenden Anschluss. Nur sind bei uns anscheinend alle Unwägbarkeiten auf ein minder gutes Projektmanagement getroffen. Da stellte man plötzlich fest, die Ausschreibungen nicht korrekt waren, dass man Genehmigungen der Bahn braucht, wenn man die Gleise mit einem Leerrohr unterqueren will oder dass man auch die Grundstückseigentümer um Erlaubnis fragen muss, auf deren Feldern, man die Außerorts-Leitungen geplant hat. Auch Corona durfte im Reigen der Begründungen der Terminverschleppung nicht fehlen. Mal konnten die Mitarbeiter nicht in die einzelnen Häuser und gab es Probleme mit der Einreise der polnischen Sub-Sub-Unternehmer.

Ich bin negativ überrascht worden, wie schlecht, das Projekt gemanagt wurde und wie schlecht die Kommunikation mit den Kunden war. Ständig wurde man vertröstet und dann ist doch nicht passiert und man wurde wieder vertröstet. Dabei ist es nicht das erste Glasfaser-Projekt für den Provider “TNG”; und mit dem kommunalen Ver- und Entsorger “Zweckverband Ostholstein” hatte man doch auch jemanden im Boot, der sich doch mit größeren Tiefbauprojekten, Ausschreibungen und Genehmigungsverfahren auskennt.

Vor vier Jahren, war ein Anschluss mit 300 MBit im Downstream und 75 MBit im Upstream das höchste der Gefühle. Heutzutage ist es immerhin noch guter Standard. Wichtig ist aber, dass ich ohne großen technischen Aufwand die Bandbreite bis auf 1 GBit/s erweitern kann. Theoretisch wäre noch mehr denkbar, doch das ist im Endkundengeschäft noch nicht umzusetzen.

Bei dem Test hatte ich den Upload in der Fritzbox auf 50 MBit/s begrenzt, verfügbar sind aber 75

Nun bin ich also mit dem Internetanschluss endlich in der Gegenwart angekommen. Der vorherige DSL-Anschluss hatte mit (bestenfalls) 3 MBit/s nur 1% der Leistung des jetzigen Zugangs.

Manche Sachen waren nur nervig, wie etwa das Warten auf den Download von Podcasts. Andere Sachen erforderten gewisse Koordination, so z.B. bei größeren Updates von mehreren Geräten (PCs, Tabletts, Smartphones, Spielkonsole). Für den Download von manchen Spielen musste der Rechner schon mal eine Woche am Stück an bleiben. Trotz umfangreicher Konfiguration an der Fritzbox, war die Telefonie qualitativ deutlich eingeschränkt, wenn gleichzeitig etwas aus dem Netz geladen wurde.

Einige Sachen gingen gar nicht. An Videostreaming war gar nicht zu denken. Youtube-Videos konnte man nur in einigermaßen guter Qualität sehen, wenn man Download-Tools benutzt hat. Videokonferenzen waren auch nur mäßig. Fürs Home-Office stellte man am besten sicher, dass nicht sonst jemand großartig etwas im Internet macht. Selbst Musik-Streaming war praktisch nicht möglich, da wir uns ja mit mehreren Personen im Haushalt den Zugang teilen und man nie eine garantierte Bandbreite hatte

Wir haben im Haus auch einen Windows-Rechner. Früher wurde der Update-Dienst von Windows durch BITS gelobt, weil dieser unauffällig nur nicht genutzte Ressourcen beansprucht hat. In der Realität war es aber so, dass wenn dieser Rechner an war, den kompletten Internetzugang lahmgelegt hat. Meistens war der Rechner aber auch nicht lange genug an, um die Updates korrekt zu laden und zu installieren, so dass es bei der nächsten Benutzung wieder von vorn los ging.

Mit dem Glasfaseranschluss konnte ich den Rechner endlich einmal innerhalb aktualisieren, inklusive der obligatorischen Neustarts.

Ebenso hatten sich in meinen Steam- und Epic-Accounts einige Spiele angesammelt, auf deren Download ich auch wieder mehrere Tage hätte warten müssen. Nun ging das alles in wenigen Stunden.

Und endlich kann ich mir mal Gedanken machen, wie ich bestimmte lokale Daten auf meinem externen Server sichere.

Außerdem habe ich endlich eine stabile Leitung. Die DSL-Leitung ist mehrfach am Tag zusammengebrochen. Wie die Deutsche Telekom mir auf diesem Klingeldraht mit Wackelkontakt realisieren wollte, kann ich beim besten Willen nicht sagen.

Stand Glasfaserausbau 07/21

Letzter Stand zum Glasfaseranschluss war ja das Schreiben aus dem März, in dem angekündigt wurde, dass die Hausinstallationen schon vorgenommen werden, es aber im Netz noch eine Lücke unter den Bahnschienen gäbe.

Nun kam ein weiterer Brief, in dem angekündigt wurde dass die Bahnquerung Mitte September durchgeführt werden kann und dann die Anschlüsse “zeitnah” aktiviert werden.

Jetzt kamen vorgestern zwei Drücker in Telekom-Jacken, die sich als zuerst Telekom-Mitarbeiter ausgaben, sich dann aber auf Nachfrage als freie Werber zu erkennen gaben. Sie wollten mir einen “Glasfaser-Anschluss” verkaufen, der sofort und ohne weitere Installationen geschaltet werden könne. Was sie mit Glasfaser (GF) meinen, nennt sich FTTC (Fibre to th curb). Dabei geht die GF-Verbindung nur bis zum Schaltkasten am Straßenrand, der Rest läuft weiter über den alten Kupferzwirbeldraht. Aber im Marketing wird so manches als Glasfaser verkauft, auch wenn davon im eigenen Haus nichts ankommt. Was man in diesem Falle aber tatsächlich bekäme, wäre ein VDSL-Anschluss. Damit ist dann auch schon wieder das Ende der Fahnenstange für diese Leitung erreicht und das Maximale aus der bestehenden Installationen herausquetscht. Der Telekom-Klingeldraht (genau das Stück zwischen Schaltkasten und Hausanschluss) hat sich in den letzten Jahren außerdem als sehr störanfällig erwiesen. Wie viel Bandbreite mit VDSL an diesem Anschluss erreicht werden könnte, wäre ziemlich ungewiss, zumal der betreffende Schaltkasten auch nicht gerade um die Ecke ist.

Und dann meinten die Drücker, Glasfaser wäre ja auch nicht die Zukunft, 6G sei DIE Zukunftstechnologie. Dass kabelgebundene Verbindungen immer den drahtlosen voraus und weniger störanfällig sind, hatten diese Leute nicht gehört; oder wollten es nicht zugeben. Glasfaser wird zwar aktuell fast nur bis 1 GBit/s vermarktet, aber technisch ist schon VIEL mehr möglich, z.B. durch Nutzung verschiedener Wellenlängen gleichzeitig. Für die Zukunft steckt da noch einiges an Potential drin.

Diese Drücker hatten übrigens recht viel Hintergrundwissen zum aktuellen Projektstand des regionalen GF-Anbieters (TNG). Sie kannten etwa den oben genannten Brief und meinten, dass dort zwar September stehe, aber keine Jahreszahl. Und das meinten die nicht im Scherz, sondern ernsthaft. “Wie lange warten Sie denn schon? Und jetzt soll das plötzlich kommen? Glauben Sie denen noch?”

Auch kannten Sie das Versprechen der TNG, dass die Leute, die echte Glasfaser bestellt haben, diesen Anschluss bereits ab Verfügbarkeit nutzen können, auch wenn der Telekom-Vertrag noch läuft. Deshalb meinte der Drücker, falls es doch irgendwann geschaltet wird, könne man ja den Telekom-Vertrag kündigen. Es geht also wirklich darum, den Kunden noch schnell neue Verträge mit neuer Mindestlaufzeit auf Auge zu drücken. Der Drücker freut sich über die Provision, die Telekom über Einnahmen (die nicht nachhaltig sein werden).

Dass diese Drücker nicht bei der Telekom, sondern nur auf Provisionsbasis arbeiten, hat ja auch für die Telekom den Vorteil, dass diese stets argumentieren kann, dass sie nichts für die Aussagen der freien Drücker kann. “In unseren Richtlinien steht etwas anderes”

Es ist die eine Sache, Konkurrenten mit unfairen Mitteln die Konkurrenz zu sabotieren und die Kunden mit Fehlinformationen in die Irre zu leite, aber nun tun die so, als würde die Telekom den Breitbandausbau vorantreiben, während die öffentlichen Projekte mit kleinen Anbietern nichts fertig kriegen.

DAS IST SO WAS VON FALSCH!

Für “unser” Glasfaserprojekt haben sich die Gemeinden, der Kreis und der regionale Ver- und Entsorger zusammen getan, um schnelles Internet anzubieten. Und zwar nicht nur in einzelnen Orten, wo man schnell viele Anschlüsse zusammen bekommt, sondern flächendeckend inklusive aller abgelegenen Bauernhöfe. Das ist übrigens eine Voraussetzung, um Geld aus den Fördertöpfen zu bekommen.

Klar hat das jetzt alles ziemlich gedauert und dass habe ich auch schon mehrfach kritisiert, es ist aber nicht so, dass gar nichts passiert wäre. Es wurden schon die meisten Leerrohre an den Straßen und zu den Häusern gelegt. Das Einblasen der Glasfaser ist teilweise auch schon erfolgt. In manchen Orten sind die Anschlüsse schon aktiv.

Die Telekom hat hier über Jahrzehnte NICHTS gemacht. So rein GAR NICHTS. Die ganzen Ausbaumaßnahmen mit VDSL, Vectoring, und Super-Duper-Vectoring passierten alle woanders. Nämlich dort, wo man eben schnell und einfach viele Anschlüsse umstellen kann. Dort wurde mehrfach ausgebaut. Hier gar nicht. Und jetzt bietet die Telekom plötzlich VDSL an? Wie kommt das? Als die TNG ihre Leerrohre verlegt hat, hat sich die Deutsche Telekom mit ihren Leerrohren einfach dazu gelegt und konnte so ihre Verteilerkästen anschließen. Ganz ohne Planungskosten, ohne großes Genehmigungsverfahren und fast ohne Baukosten.

Das dürfen die. Es gibt nämlich ein Gesetz, welches Telekommunikationsunternehmen erlaubt, ihre Leerrohre zu verlegen, wenn dort gerade schon andere Baumaßnahmen stattfinden, wenn etwa an den Wasserrohren gearbeitet. Eigentlich soll das dazu dienen, dass sowohl der Breitbandausbau schneller voran geht als auch dass die Straßen nicht ständig neu aufgerissen werden müssen.

Hätte die TNG also nicht die Baumaßnahmen für die Glasfaserverkabelung durchgeführt, hätte die Deutsche Telekom auch nicht ihre Verteilerkästen mit GF versorgen können und könnte so kein VDSL anbieten. Und nun wird aber seitens der Telekom, bzw. deren Drücker, behauptet TNG würde den Ausbau verschleppen, während die Telekom der Retter wäre.

Nein, die Telekom ist die Ursache. Die Verschleppungstaktik hat Deutschland massiv geschadet. Die Telekom war übrigens mal ein Staatsunternehmen, welches eine Grundversorgung flächendeckend anbieten musste. Es ist aber nicht so, dass jetzt nur noch irgendwelche Heuschrecken Anteilseigner sind und so viel Profit wie möglich aus dem Konzern herausziehen wollen. Der größte Anteilseigner ist tatsächlich immer noch der Bund. Dieser hält direkt und indirekt, über die KfW, noch über 30% der Aktien. Warum hat der Bund nie seinen Einfluss geltend gemacht, um einen flächendeckenden Breitbandausbau einzuleiten?

Nun ist es so, dass der Bund Zuschüsse für Projekte gibt, die auf der anderen Seite durch ein Unternehmen, dessen größter Aktionär der Bund ist, kaputt gemacht werden.

Und am Ende verliert wie immer Kunde.

Glasfaserausbau – es tut sich was

Nun ist ist es schon 2 Jahre her, dass ich den Vorvertrag für den Glasfaseranschluss unterschrieben habe. Licht sehe ich immer noch nicht, aber so langsam tut sich was.

Vor einigen Wochen begannen bei uns im Dorf tatsächlich die Tiefbauarbeiten um Leerrohre zu verlegen.

Ich habe ja schon im Nachbardorf beobachtet wie schnell der Bautrupp voran kommt. Oft wird auch am Wochenende gearbeitet. Dann kommt es aber wieder vor, dass die Arbeiten wieder eine zeitlang ruhen. Es scheint so, als müssten die Arbeiter mehrere Baustellen gleichzeitig abarbeiten.

Auch der Hausanschluss wurde mittlerweile gelegt. Es wurden zwar ein paar Löcher im Garten gegraben, um die Erdrakete weiter zu führen, aber die Auswirkungen sind eher gering. Nun liegt das Ende eines zig Meter langen Strohhalms bei mir im Hauswirtschaftsraum.

Zeitgleich wurde bekannt, dass im ganzen Kreis allerdings noch nicht ein einziger Anschluss aktiviert wurde; dabei gibt es Gemeinden, in denen schon viel früher mit den Bauarbeiten begonnen wurde. Dieses PR-Debakel hat man schnell beseitigt und eben irgendwo mal ein Feuerwehrgerätehaus medienwirksam angeschlossen hat.

Die Zuständigkeiten beim Bau wirken auf mich etwas undurchsichtig. Eigentlich ist ja der regionale Ver- und Entsorger Träger des neuen Netzes. Dieser arbeitet aber mit einem Provider zusammen, der das Netz tatsächlich baut und dann betreibt. Die Erdbauarbeiten werden von der Baufirma, im Auftrag des Providers ausgeführt. Bei Fragen wann, denn die Glasfasern eingeblasen werden, verweist dieser zurück an den Versorger. Das ist wohl dessen Aufgabe. Und die Endgeräte kommen dann bestimmt wieder vom Provider.

Auf jeden Fall geistern Termine vom dritten Quartal 2020 im Raum. Dann soll die Faser kommen. Das ist aber auch noch mindestens ein halbes Jahr hin. Und dann muss noch die Technik installiert und geschaltet werden.

Das dauert echt ziemlich lang.

Die Deutsche Telekom ist aber auch nicht untätig. Vor Weihnachten verschickte sie Werbeprospekte mit der Botschaft ab Januar seien bei uns nun auch Datenraten von bis zu 100 MBit/s möglich. Das spricht ja für Vektoring. Allerdings müssten dann ja die Verteilerkästen ja auch mit Glasfaser angebunden werden. Bisher sind hier aber noch einige Kilometer Kupferdraht bis zur Vermittlungsstelle. Vielleicht nutzt die Telekom ja mal wieder die öffentlich geförderten Leerrohre und schießt dort ihre eigene Glasfaser ein. Und dann schnell die Hussen über die Verteilerkästen “Ich stehe hier für schnelles Internet”. Ich kriege immer wieder mit, wie sich Bürger von der Telekom-Werbung täuschen lassen.

Ich bin auf jeden Fall jetzt schon weg vom rosa Riesen und werde es auch, so lange es geht, bleiben.

Abschied von der Telekom – Update 06.11.2019

Nachdem mein Telefonanschluss entgegen anderer Warnungen der Deutschen Telekom NICHT abgeschaltet wurde, sondern einfach ein Anbieterwechsel. bei gleichzeitiger Umstellung auf All-IP durchgeführt wurde, bin ich jetzt kein Kunde mehr bei der Telekom. Die Leitung kommt zwar noch von denen, aber die hat mein Anbieter gemietet.

Erfreulicherweise hat sich jetzt der Upload deutlich verbessert, von ca. 400 KBit/s auf ca. 1,5 MBit/s. Das ist locker eine Verdreifachung. Das kommt, glaube ich, in erster Linie daher, das nun die niedrigeren Frequenzbereiche nicht mehr für die Telefonie freigehalten werden müssen, sondern jetzt auch für DSL genutzt werden können.

Der Glasfaserausbau geht aber auch voran. Nach dem in den letzten Wochen in den Nachbardörfern schon die Leerrohre verlegt wurden, ist nun unser Dorf dran. Es geht also (langsam) vorwärts.

Übrigens: Wegen der verbraucherfeindlichen Werbung “Ihr Anschlusss wird abschaltet” hatte ich zwischenzeitlich überlegt, die entsprechende Service-Hotline anzurufen und denen meine Meinung zu ihrem unmöglichen Verhalten zu sagen. Ich habe mich aber doch dagegen entschieden, da ich mich schon genug über die Telekom geärgert habe und ich nicht noch mehr Zeit verschwenden möchte.


Nachtrag 06.11.2019
Das war übrigens der erste Wechsel eines Telekommunikationsanbieters, der problemlos verlaufen ist. Ich habe privat und auch auf der Arbeit etliche Wechsel mitgemacht, von der Telekom weg, zu der Telekom hin, mit einem alten Anschluss, zu einem neuen Anschluss, von ISDN zu DSL, von analog zu DSL oder zu All-IP – irgendetwas aber hat immer nicht geklappt.

Telekom völlig verwirrt

Ich schrieb ja schon, dass die Deutsche Telekom meinen Anschluss kündigen wollte, weil sie auch All-IP umstellen wollen. Nur leider bin ich zuvor gekommen und habe einen Anbieterwechsel eingeleitet. Am 10.10. soll die Umstellung erfolgen. Entsprechende schriftliche Bestätigungen seitens der Telekom und des neuen Anbieters habe ich bekommen.

Aber die Telekom lässt sich dadurch nicht davon abbringen, weitere Schreiben zuzuschicken, in denen die Stilllegung des Anschlusses angedroht wird. Man solle doch unbedingt ein Telekom-Produkt buchen.

WAS? SOLL? DAS?

Sagt mal Telekom Deutschland GmbH, habt ihr es wirklich soo nötig, Verträge abzuschließen, dass man Verwirrung unter den Nutzern stiften muss, so dass diese in falschen Annahmen doch noch was bei der Telekom bestellen? Das ist eine echte Verarsche! Oder seid Ihr wirklich so inkompetent, dass Abteilung A und Abteilung B unterschiedliche Informationen über den Vertragsstatus habt?

Beides wäre auf jeden Fall ein Armutszeugnis.

Ich mache auf jeden Fall mehr als drei Kreuze, wenn auch der Zwirbelklingeldrahtanschluss der Telekom endlich überfällig ist und statt dessen eine moderne Technik von einem anderen Betreiber ins Haus kommt.

Breitbandausbau geht voran (oder auch nicht)

Ich habe lange nichts mehr von dem geplanten Glasfaserausbau geschrieben, deswegen gibt jetzt mal wieder ein Update.

Zwischenzeitlich hat mir der rosa Riese ein Hinweisschreiben geschickt, dass nun “endlich” auch mein Anschluss auf All-IP umgestellt werden soll. Dafür solle ich einen neuen Tarif abschließen, ansonsten müssten sie mir leider kündigen. Ich überlegte, bei dem zukünftigen Provider TNG anzurufen und nach zu fragen, wie ich mich verhalten solle. Doch TNG war schneller. Sie schickten mir ein Angebot, dass sie meinen alten Anschluss übergangsweise übernehmen und bei Verfügbarkeit unmittelbar auf Glasfaser umstellen wollen. Zuvor gab es ja sogar das Versprechen seitens TNG, dass man den Glasfaser-Anschluss bereits kostenlos nutzen könne, so lange der Telekomvertrag noch läuft.

Ich habe das Angebot natürlich angenommen. Darauf folgte eine Kündigungsbestätigung von der Telekom wegen des Anbieterwechsels. Wenige Tage später kam dann eine weitere Kündigungsbestätigung wegen der verstrichenen Frist, einen All-IP-Vertrag abzuschließen. – Dieser Laden ist so unorganisiert!

In einem Nachbardorf wird übrigens tatsächlich schon gebuddelt. Hängt vielleicht auch damit zusammen, dass dort gleichzeitig ein Neubaugebiet erschlossen wird. Denen will man wohl auch nicht noch veraltete Technik zumuten. Unser Dorf soll auch bald drankommen. Allerdings hat sich hier noch niemand gemeldet, um den Hausanschluss zu besprechen. Im Nachbardorf sind wohl schon manche Anschlüsse realisiert. Neben den Hausanschlüssen müssen ja noch die anderen Verbindungstrassen verlegt und die aktive Technik installiert werden.

Hier sieht es also gar nicht so schlecht aus. Anderswo legt die Telekom den Anbietern und den Kommunen immer wieder neue Steine in den Weg. Über ein weiteres Beispiel hat der Spiegel berichtet. Es geht um Kommunen, die eigene Glasfaserprojekte gestartet haben. Dann kommt aber die Telekom und rüstet doch noch mal die alte Kupfer-Infrastruktur auf, damit die Haushalte mindestens 30 MBit/s bekommen. Damit entfällt aber die Förderung für diese Anschlüsse und somit steht die ganze Finanzierung des entsprechenden Projektes auf der Kippe. – Es ist echt eine Frechheit, wie die Telekom so sehr andere Anbieter und Kommunen schikaniert und so eine zukunftsfähige Technik verhindert.

Was macht eigentlich der Bund? Der hält doch direkt und indirekt (über die KfW) noch fast ein Drittel der Telekom-Anteile? Warum schreitet da keiner ein und stoppt dieses schädigende Verhalten?

Ansonsten scheint die Telekom ja momentan überwiegend damit beschäftigt zu sein, über ihr Super-Duper-Hyper-Vektoring Pressemitteilungen raus zu schicken. Jede Woche veröffentlichen dann die Medien die “Erfolgsmeldungen”. “Wieder so und so viele Tausend Anschlüsse mit Super-Duper-Hyper-Vektoring ausgestattet”. Die Zahlen werden oft einfach so, völlig ohne zu hinterfragen, übernommen. Ob die genannten Anschlüsse schon in der vorherigen Meldung enthalten waren, wird meistens weggelassen; ebenso die Tatsache, dass es sich dabei meistens um Anschlüsse handelt, die auch vorher schon schnelles Internet hatten.

Ich bin auf jeden froh, so oder so im Oktober weg von der Telekom zu sein. Und bald haben wir hier ein Kommunikationsnetz, dass nicht mehr in den Händen von einem profitorientieren Großkonzern ist, sondern welches der öffentlichen Hand gehört.

The Return of the Telekom-Störung – Update 05.05.2019

Letztes Jahr gab bei mir eine Störung des DSL- und analogen Telefonanschlusses. Das ganze Drama ging über mehr als zwei Wochen, mit vielem Hin und Her bei dem die linke Hand der Deutschen Telekom nicht wusste, was die rechte macht und umgekehrt. Auf jeden Fall wurde ich, als Kunde, ziemlich im Regen stehen gelassen.

Der ursprüngliche Auslöser waren übrigens Arbeiten an einem Stromkasten, bei dem das Telefonkabel leicht beschädigt wurde. Nach und nach trat Feuchtigkeit ein und die Störungen wurden schlimmer bis die Leitung ganz ausfiel. Nun wurde bei diesem Kasten vor einigen Wochen wieder die Erde aufgebuddelt (wodurch übrigens unangekündigt der Strom ausfiel). Tatsächlich war danach ein leises Pfiepen in der Leitung zu hören. Mir schwante Böses. Auch die DSL-Verbindung war nicht mehr so stabil, wie vorher.

Gestern waren die Störgeräusche unterschiedlich und wesentlich lauter, so dass eine normale Unterhaltung nicht mehr möglich war. Auch die Internetgeschwindigkeit ging von den sonst “rasanten” 2,3 MBit/s auf nur noch 1,7 MBit/s zurück.

Ich habe es diesmal mit einer Online-Störungsmeldung probiert. Zwischendurch kamen dann auch mal Meldungen, dass die Leitung gerade geprüft wird. Keine Ahnung ob die da zumindest checken, ob grundsätzliche Verbindungen funktionieren oder ob das alles Fake ist.

Nun hat sich die Telekom telefonisch gemeldet. Zu der DSL-Geschwindigkeit meinte er, das sei alles im Rahmen der AGB. Er hatte nicht verstanden, dass eine Verschlechterung eingetreten gegenüber den Werten aus vielen Jahren eingetreten ist. Der Aus der Ferne wurde schon mal ein Erdschluss festgestellt. Am Sonnabend soll ein Techniker kommen (in dem berühmten 4-Stunden-Fenster). Noch habe ich ja etwas Zeit, da die Leitung noch nicht ganz zusammengebrochen ist. Außerdem weiß ich jetzt ja, wie ich mir helfen kann. Damals habe ich übrigens bemängelt, dass nach der Übermittlung der Störungsmeldung im Internetportal ein Tipp kam, wie man eine Rufumleitung einrichtet. Diese setzt aber einen funktionierenden Telefonanschluss voraus. Einen Hinweis, dass man diesen auch online konfigurieren kann, gibt es immer noch nicht.


Update 05.05.2019
Der Telekom-Techniker war am 27.05.2019 da und diagnostizierte einen Kabelschaden außerhalb des Gebäudes, da müsse aber wieder ein Bautrupp ran.. Auch sei die Anschlussdose nicht mehr so gut und sollte getauscht werden. Ich verkniff wir die Frage, ob sich das denn noch lohnt, wenn wir vielleicht doch bald Glasfaser vom Konkurrenten bekommen.

Dann wurde es still und die Leitungsqualität schwankte immer noch. Immerhin gab es noch keinen Totalausfall. Irgendwann letzte Woche meldete sich wieder ein Telekom-Mitarbeiter (Warum ist es scheinbar Pflicht, dass alle Mitarbeiter im Call-Center irgendeinen Dialekt(Akzent haben?) und teilte mit, dass die Störung behoben sei und ob ich das bestätigen könne. Das konnte ich nicht, denn die Beeinträchtigungen der Leitungsqualität schwankten ja und daher ist eine Momentaufnahme nicht aussagekräftig. Mich wundert allerdings, dass ich hier nichts von dem Bautrupp mitbekommen habe, vielleicht war die Störung ja auch irgendwo in der Vermittlungsstelle oder im Verteilerkasten. Die Dose wurde übrigens auch nicht gewechselt; ist aber auch egal.

Netze verstaatlichen

Ich bin der Meinung, dass der Markt nicht immer alles regelt. Der Markt strebt danach, einen möglichst hohe Profit zu machen, das ist aber nicht unbedingt gesellschaftlich sinnvoll. Für eine Gemeinschaft ist es wichtig, dass alle Bürger Zugang zu den unterschiedlichsten Ressourcen haben. Leistet ein Markt, ob nun geregelt oder ungeregelt, spricht man von einem Marktversagen

Unter so einem Marktversagen leide ich seit vielen Jahren. Nämlich unter dem schleppenden Breitbandausbau. Die Deutsche Telekom (DTAG), als mit Abstand größter Marktteilnehmer, ist hier der größte Bremser. Sie sagt zwar immer, welche tollen Techniken sie hat und wie sie aus der uralten Kupferdoppelader noch mal mehr rausquetscht, doch es betraf nur einen immer kleiner werdenden Kreis von Kunden. Im Grunde ging es immer darum, wie dicht die Hausanschlüsse, an der Vermittlungsstelle, bzw. am Verteilerkasten sind. Hier hat man dort aufgerüstet, wo man leicht viele Haushalten erreichen konnte, also hauptsächlich in den Städten. Auch die Mitbewerber haben sich auf diesen Bereich konzentriert. es lohnt sich für ein Unternehmen wirtschaftlich einfach nicht, für nur wenige Haushalte teure Technik zu installieren und einen Haufen Geld in der Tiefbau zu stecken. – Das nennt sich Marktversagen.

Natürlich gibt es seit vielen vielen Jahren Reden von Politikern, die fordern dass in jeweiils 2-3 mindestens 90%+X Haushalte mit mindesten Y MB Bandbreite ausgestattet werden sein sollen. Doch passiert ist lange Zeit nichts, außer dass neue Ziele gesteckt wurden, ohne die alten auch nur annähernd zu erreichen.

Das ist erstaunlich, eigentlich gibt es die Möglichkeiten. Der Telekommunikationsbereich wird von der Bundesnetzagentur reguliert. Diese hätte, in Verbindung mit der Politik, Vorgaben für den Netzausbau machen können. So dass halt nicht nur die Städte von der neuen Technik profitieren, sondern auch andere Gebiete. Außerdem hält der Bund direkt und indirekt über die KfW noch rund 30% der Anteile an der Deutschen Telekom AG. Da hätte der Bund sein Mitspracherecht bei der Geschäftseinwicklung geltend machen können

Ich halte die Privatisierung der Telekom für einen großen Fehler. Auch nach über 20 Jahren nach dem Aktiengang hat die DTAG immer noch eine marktbeherrschende Stellung. Durch Übernahme des ehemals staatlichen Netzes hat sie einen Vorteil, den andere Anbieter noch nicht ausgleichen konnten.

Im Mobilfunkbereich wird ja gerade nationales Roaming vorgeschlagen. Da die Mobilfunkanbieter es ja nicht hinkriegen, die Netze so auszubauen, dass überall jedes Netz verfügbar, soll man als Kunde dann auch in dem vom eigenen Anbieter unterversorgten Gebiet das Netz eines anderen Anbieters nutzen dürfen. Die Telekom stampft aber ordentlich mit den Füßen und ruft immer “Ich will nicht! Ich will nicht!”. Gleichzeitig warnt er davor, dass so ein nationales Roaming den flächendeckenden Ausbau hindern könnte; als wenn die Telekom oder andere Anbieter das bisher hinbekommen hätten.

Dabei könnte eine Absprache sogar dazu führen, das alle Unternehmen Geld sparen, wenn halt nicht jeder seine eigenen Masten aufstellen muß. Aber das zeigt nur mal wieder, dass es den Betreibern überhaupt nicht darum geht 100% Versorgung zu erreichen; es geht nur um Gewinnmaximierung

Und was für Telekommunikationsnetze gilt, gilt auch für andere Netze, wie etwa Strom- und Eisenbahnnetze. Viele Stromkonzerne haben ihre Wurzeln als kommunale oder staatliche Betriebe. Ein Netz zu betreiben, soll in erster Linie dafür sorgen, dass wirklich JEDER Kunden von dem Netz bedient werden kann. Betriebswirtschaftliche Interessen widersprechen diesem Prinzip. Eine Regulierung ist notwendig, doch in der Praxis oft schwierig, da private Betreiber oft gegen Regulierungsaufgaben klagen, wie jetzt beim 5G-Netzausbau.

Vor einiger Zeit wurde ja bekannt, dass die Deutsche Bahn AG mit ihrer Tochter DB Netz ihre Netze absichtlich nicht instand hält, da dann der Bund bei einer grundlegenden Sanierung einspringen muss. Man muss bedenken, dass die Deutsche Bahn AG zwar ein 100% bundeseigenes Unternehmen ist, aber betriebswirtschaftlich handelt.

Der Betrieb von Netzen lässt ist betriebswirtschaftlich machbar, wenn man gleichzeitig, alle Bürger versorgen will. Man muss sich entscheiden, ob man Gewinnmaximierung oder Versorgung der Bevölkerung möchte,

IP-Telefonie

Wenn dann der Breitbandanschluß tatsächlich kommt, dann wird natürlich auch der Telefonanschluß auf IP umgestellt. Das ist ja mittlerweile so üblich. Wirkliche Telefonhardware gibt es ja kaum noch, weder für die Betreiber noch für die Kunden. Man sollte aber meinen so eine Technik sei ja eigentlich nicht so kompliziert. Man muß einfach ein paar Audioströme von A nach B senden. Außerdem scheint es ja schon seit vielen Jahren IP-Telefonie zu geben, doch wenn man tatsächlich damit konfrontiert wird, wird es kompliziert.

Als die Deutsche Telekom angekündigt, sie wolle alle Telefonanschlüsse zwangsweise auf IP umstellen, fragten wir im Büro unseren Firmenkundeberater. Der meinte ein Termin stehe noch nicht fest, man würde ja aber 6 Monate vorher informiert. Das hat uns nicht beruhigt, sondern eher das Gegenteil bewirkt. Es bestand ein großes Informationsdefizit, welches gefüllt werden wollte. Wir wollten vorbereitet sein, wir wollten Angebote für eine neue Telefonanlage haben, denn wir mussten das ja auch irgendwie im Budget einplanen. Wir fragten auch bei dem Telekomberater nach doch der kam erst nach mehreren Nachfragen mit einem Angebot und weiteren Informationen rüber. Zeitgleich meldete sich ein Unternehmen aus der unmittelbaren Umgebung, welches TK-Leistungen vermittelt. Mit Hilfe dieses Unternehmens, haben wir Internetzugang und Telefonie neu strukturiert und eine TK-Anlage geplant. Alles ohne Leistungen und Leitungen der Telekom. Die dortigen Verträge, zu denen zwischenzeitlich Umstellungsankündigungen kamen, wurden alle gekündigt. Tja, liebe Telekom, das kann passieren, wenn man zwangsweise alle Anschlüsse umstellen will und den Kunden im Regen stehen läßt.

Die Anschlüsse wurden geschaltet, die Anlage installiert und eingerichtet. Doch leider hatte der Dienstleister mit vielen Konfigurationsproblemen zu kämpfen, was verwunderlich ist, da wir hier im Büro keine so ungewöhnlichen Anforderungen haben. Vor allem wenn man sich mal die Software ansieht, die weit aus mehr Funktionen hat, als wir brauchen. Aber trotzdem kam es häufig zu Verbindungsabbrüchen oder Telefonieren war gar nicht möglich. Einfache Funktionen wie Heranholen wurden erst später umgesetzt. Was überhaupt nicht ging, war das Fax. OK, Fax ist nicht unbedingt die modernste Technik, aber in vielen Betrieben und Behörden ein wichtiges Kommunikationsmittel. Zwischenzeitlich wurde nicht die entsprechende Hardware mehrfach getauscht, auch der Dienstleister wurde, auf Anraten des Softwareherstellers, gewechselt. Aber auch der hat das Faxgerät nicht zum Laufen gekriegt. Das Ding wurde außer Betrieb gesetzt. Der Empfang erfolgt nun direkt über die TK-Anlage, ein Versenden ist aber bis heute nicht möglich.

Irgrendwie haben wir von allen Seiten gehört, die IP-Telefonie sei noch nicht ausgereift. Ich habe mich immer gefragt, wie machen das andere Unternehmen, die wurden/werden doch auch alle auf IP umgestellt.

Aufgrund dieser schlechten Erfahrung, habe ich auch ein wenig Bauchschmerzen, wenn zu Hause der Anschluß umgestellt wird.

Interessant ist die historische Entwicklung: Anfangs gab es Telefon, dann kam das Internet dazu, welches wir mittels Modem nutzen konnten. Da wurden die Bits und Bytes in akustische Signale übertragen. Dann kam DSL. Das ging zwar auch über die gleiche Kupferleitung ging, aber über von der Telefonie getrennte Frequenzbereiche; um diese zu trennen gab es einen Splitter, der einen Telefonansugang und einen DSL-Ausgang hat. Und nun schmeißen wir das Telefonsignal ganz raus und kodieren alles in einen Bitstrom.