Kontowechselservice

Ich spiele ja schon seit längerem mit dem Gedanken, meine Bank zu wechseln. Ich bin da zwar schon mehr als 25 Jahre, aber so etwas zählt heutzutage ja nicht mehr.

Und dann überrascht mich meine Bank mit folgendem Angebot:

Schön, daß die Einem den Wechsel so einfach machen wollen. Übrigens wurde diese Filiale wenige Tage, nach dem ich das Foto gemacht habe, geschlossen und ist nur noch ein Automatensaal. So viel zur Kundennähe…

Geo-Eengineering – Denn sie wissen nicht was sie tun

Letztens gab es im Radio mal wieder einen Beitrag zum Geo-Eengineering, also zur gezielten Beeinflussung des Ökosystems „Erde“.

Mir kräuseln sich immer die Zehnnägel, wenn ich höre, wie Wissenschaftler durch Einbringungen bestimmter Substanzen irgendwo ins Ökosystem einen ganz genauen Effekt erzielen wollen. Bisher hat der Mensch durch sein Verhalten das Ökosystem stets nur negativ verändert. Weitere Eingriffe verschlimmern die Situation nur. Ob wir das Klima nun dadurch retten können, ein paar hundert Tonnen Schwefel in den Wolken zu streuen oder ein paar hundert Tonnen Eisen ins Meer zu kippen, bezweifle ich ganz stark. Die Erde ist mit der Atmosphäre, den Meeren und der Biosphäre ein derart komplexes System, daß wir nicht endgültig abschätzen können, welche Folgen unser Tun haben wird.

Auch jetzt noch finden Wissenschaftler immer neue Rückkopplungs- oder negative Rückkopplungseffekte heraus, die etwa den Klimawandel verstärken oder bremsen. Langfristige Entwicklungen sind sowieso nicht abschätzbar. Wenn man ein System noch nicht komplett verstanden hat, kann man es auch nicht gezielt beeinflussen. Für mich ist Geo-Eengineering eher eine Methode für Donald Trump, wir kippen irgendwo Chemikalien in die Natur um den Klimawandel zu stoppen und können deswegen noch mehr Kohle und Öl verbrennen.

Sendungsverfolung aus der Hölle – Teil 1

Wie es manche Paketdienste schaffen, ein Paket konsequent nicht zuzustellen. Am Dienstag 14.03.17 wurde es aufgegeben, am 15.03.17 war es im Zustellfahrzeug. So weit so gut. Leider hat der Paketbote es erst eine Woche später, am 22.03., geschafft die Sendung zuzustellen. Die Hinweise „es werden weitere Adressinformationen benötigt“ sind nicht nachvollziehbar. Das Paket war korrekt adressiert und alle Paketdienste, auch GLS, liefern seit vielen Jahren an diese Adresse.

GLS hat zu der Zeit sowieso viele Probleme bereitet. Wir mußten von der Firma aus bei den Lieferanten nachfragen und eine Mahnsperre veranlassen, weil die Ware einfach nicht da war. Wir haben die Lieferanten dann auch gebeten, zukünftig über andere Paketdienste zu verschicken.

Chilling Effect im Straßenverkehr

Das Bewußtsein überwacht zu werden verändert das eigene Verhalten. Befürworter von Überwachung sehen das als positiven Effekt, schließlich will man potentielle Straftäter von bösen Verhalten abbringen. Allerdings führt das Bewußtsein der Überwachung auch bei normalen Menschen zu einer Selbstzensur. Man überlegt sich, was man äußert oder wie man handelt und unterläßt Sachen, die nicht strafrechtlich relevant sind, aber vielleicht an der Grenze des gesellschaftlich akzeptieren liegt. Das ist der Chilling Effect.

Ein schönes, anschauliches Beispiel findet sich im Straßenverkehr. Viele Autofahrer fahren bei einer Blitzanlage, die sie kennen deutlich langsamer, als sie dürften. Wenn 50 km/h erlaubt sind, kann man diese auch problemlos fahren, ohne geblitzt zu werden, vor allem wenn man bedenkt, daß der Tacho immer ein wenig mehr anzeigt und die Blitzgeräte zusätzlich eine Toleranz eingestellt haben. Trotzdem tuckern einige Autofahrer dann mit 40 km/h durch die Meßstrecke und behindern so den Verkehr. Das Wissen um Kontrolle verändert unser Verhalten eben.

Nukleare Katastrophe in Deutschland?

Vorgestern schrieb ich zur 3Sat-Reihe „Blackout“. Was vielen Menschen gar nicht bewußt ist, ist die Tatsache, daß auch Kraftwerke Strom benötigen. Wenn bei einem Stromausfall die Netze abgeschaltet werden, werden die Kraftwerke die Energie nicht mehr loswerden und müssen abgeschaltet werden. Das Wiederanfahren funktioniert aber nur, wenn das Kraftwerk selbst Strom zur Verfügung hat, etwa zur Steuerung. Einige Krafttwerkstypen wie etwa Wasserkraftwerke bilden hier eine Ausnahme; hier muß nur das Ventil geöffnet werden und schon treibt das Wasser die Turbinen und die Generatoren an.

Bei einem Kernkraftwerk (KKW) ist die Situation noch wenig kritischer. KKWs besitzen eine Reaktorschnellabschaltung (RESA), die in Notfällen den Reaktor schnell herunterfährt und die Kettenreaktion unterbindet. Diese RESA ist mehrfach ausgelegt, sogar oft auch rein mechanisch, daß die Steuerstäbe einfach zwischen die Brennstäbe fallen. Trotz unterbrochener Kettenreaktion finden aber noch radioaktive Zerfallsprozesse statt und erzeugen Wärme, die einen aktiven Kühlprozeß erfordert. Ohne Strom kann diese Kühlung nicht mehr gewährleistet werden und es kann somit zu einem unkontrollierten Zustand kommen.

Aber auch andere Ursache können zu einer Katastrophe in einem KKW führen. Die Liste der Störfälle ist lang und bei einigen hätte nicht viel gefehlt um eine Katastrophe auszulösen. Ich erinnere mich noch genau an die ersten Aussagen nach dem Erdbeben in Japan 2011. Kaum gab es Meldungen über ein schweres Erdbeben, wurde reflexartig behauptet, die KKWs seien aber sicher. Wie sicher hat dann die Katastrophe von Fukushima gezeigt.

Und bei allen Nuklearkatastrophen wurde die Gefahr zunächst herunter gespielt und kleingeredet. Und ich befürchte, es wird auch so sein, falls es in Deutschland mal zu einer nuklearen Katastrophe kommen wird. Die Verantwortlichen werden zuerst einen Störfall verneinen, dann werden sie behaupten, es gebe Probleme, aber man hätte die Lage in Griff. Erst nach und nach wird das Ausmaß ans Tageslicht kommen. NIEMAND wird von Anfang an sagen, welche Ausmaße die Katastrophe hat und NIEMAND wird den Mut haben, eine schnelle Evakuierung angrenzender Gebiete zu veranlassen.

Überhaupt ist bei Nuklearkatastrophen immer schwierig, die Wahrheit zu erfahren. Betreiber und Politik werden die Gefahren runterspielen und radikale Kernkraftgegner werden die tatsächliche Gefahr übertrieben darstellen. Dabei werden beide Seiten ihre Aussagen durchaus mit Meßwerten belegen. Nur ist es nicht so einfach Radioaktivität zu messen. Hält man den Geigerzähler in eine falsche Richtung oder an einem bestimmten Gegenstand kann man total verschiedene Ergebnisse bekommen. Auf jeden Fall wäre es besser, erst einmal auf „Nummer sicher“ zu gehen und sich lieber in Sicherheit zu bringen.

Fake-Demo gegen Katar

Aus vielen Bereichen des arabischen Raums kommen Anschuldigungen gegen Katar. Besonders das große Saudi-Arabien spielt da ganz vorne mit. Für mich ist das eher eine Schmutzkampagne auf staatlichem Niveau. Da tanzt ein kleines Land nicht nach der Nase der Großen und schon wird als Terrorunterstützer diskreditiert. Das klappt ja sonst auch immer gut mit Personen, die die Regierung kritisieren, die werden entweder selbst zu Terroristen ernannt oder zumindest als Unterstützer von Terroristen.

Am Rande des G20-Gipfels gab es eine kleine Anti-Katar-Demo. Bei näherem Hinsehen, waren das gekaufte Demonstranten. Das sind echt schmutzige Methoden, die da angewandt werden.

Stomausfall – und dann?

Zur Zeit läuft auf 3sat die achtteilige Reihe „Blackout“; eine fiktive Dokumentation über einen tagelangen Stromausfall in Europa.

Ich habe schon vor einiger Zeit das Buch „Blackout – Morgen ist es zu spät“ von Marc Elsberg gelesen und war erschüttert, welche Auswirkungen ein längerer großflächiger Stromausfall haben kann. In wenigen Tagen versinkt die Zivilisation im Chaos. Man muß ja nicht gleich zum Prepper werden, aber man sollte sich doch mal Gedanken machen, wie man eine solche Situation angehen kann. Natürlich macht es einen großen Unterschied, wie lange der Strom ausfällt, je länger der Ausfall andauert umso bedeutend schwieriger wird es, mit der Situation klar zu kommen. Nach dem Schneechaos 2005 im Münsterland und dem damit einhergehenden Stromausfall haben sich meine damaligen Vermieter ein Notstromaggregat gekauft, damit sie zumindest die Heizung betreiben können.

Ohne Strom funktionieren nicht nur unsere heimischen Geräte nicht, sondern etwa auch die der Energie- und Wasserversorger, so wird dann auch irgendwann die Wasserversorgung zusammenbrechen. Auch die Benzin- und Dieselversorgung wird nicht mehr funktionieren. Wichtige Bereiche werden zwar mit Notstromgeneratoren abgesichert, aber auch die haben nur einen Treibstoffvorrat für eine bestimmte Zeit und wenn dann dann kein Nachschub geliefert werden kann, da die Pumpen an den Tankstellen nicht funktionieren, wird auch damit irgendwann Schluß sein.

Auch nahezu unsere gesamte Kommunikation wird wegfallen. Vielleicht wird es noch eingeschränkt Rundfunk gehen, aber wer hat, außer im Auto noch ein UKW-Radio, welches er mit Batterien betreiben kann? An dieser Stelle möchte ich auf eine Ungereimtheit in den ersten beiden Folge der 3sat-Reihe hinweisen. Ein Rolle spielt auch das Fernsehen bzw. der Rundfunk. Dort gab es auch Notstrom um den Sendebetrieb aufrecht zu erhalten. Allerdings gab es eine Szene, in der an einem Radio der Sender gewechselt wurde und auf dem einen Sender lief Musik. Ich kann mir nicht vorstellen, daß man in so einer Situation den knappen Strom nutzen wird, um ein Unterhaltungsprogramm auszustrahlen. Die Information der Bevölkerung ist doch das Wichtigste.

Im ersten Teil der 3sat-Reihe sieht man wie eine Familie viele Kerzen anzündet, um es im Haus ein wenig heller zu machen. Wenn man wüsste, daß der Stromausfall deutlich länger dauern wird, würde man mit diesen Ressourcen sicherlich besser haushalten. Aber bei einem Stromausfall. Ich bin mal gespannt, wie lange der Akku in dem iPad aushält, mit dem die Tochter die Situation dokumentiert.

Die Serie zeigt aber nicht nur die ganz großen naheliegenden Auswirkungen des Ausfalls, sondern auch andere, die für die Betroffenen durchaus deutliche Auswirkungen haben. So funktioniert in einem Altersheim etwa die Rufanlage nicht mehr, so daß man eigentlich nachts mehr Personal bräuchte um Wache zu halten.

Ich sehe die Gefahr eines langen Stromausfalls durchaus als realistisches Szenario. Die Steuerung des Netzes wird durch die Dezentralisierung sicher nicht einfacher, aber ich sehe hier auch Chancen, daß bei einem Komplettausfall mehr Stominseln geben wird, die sich autark versorgen können.

Datenschutz ist zu abstrakt

Immer wieder behaupten die Leute, sie hätten nichts zu verbergen, deshalb wäre es ja auch egal was mit ihren Daten passiert. In der Tat sehen die Gefahren, die Datenschützer immer wieder hervorheben recht abstrakt aus. Das sind doch alles internationale Konzerne, die die Daten sammeln, warum sollten sie sich ausgerechnet für meine Daten interessieren? Fragt man aber Jemanden persönlich nach Daten, die er online stellt, wird es sie sicherlich verweigern, ebenso nach noch privateren Daten, wie etwa Einkommen oder Krankheiten. Aber zu verbergen hat man ja angeblich nichts.

Ich denke, daß ist ähnlich wie in der Sauna; sich vor Fremden, einer unbekannten Masse, nackt zu zeigen ist nicht so problematisch, aber wenn dann Arbeitskollegen oder Verwandte auftauchen wird einem das dann doch unangenehm.

Man ist also Fremden gegenüber offener, weil man denkt, sie können mit Daten oder Wissen über einen selbst nicht so viel anfangen. Die negativen Auswirkungen der Datensammelei werden wird aber immer stärker zu spüren bekommen.

Daß „smarte“ Haushaltsgeräte schon vor Gericht gegen uns „aussagen“ ist ja schon Realität. Ich denke der große Aufschrei wird erst kommen, wenn unsere Autos alle so schön richtig „smart“ sind und Hersteller, Versicherer und Bußgeldbehörden die Daten gut zu nutzen wissen. Denn beim Auto hört für den Deutschen der Spaß auf.