Der Lübecker Flughafen ist pleite, mal wieder

Und täglich grüßt das Murmeltier. Der Betreiber des Lübecker Flughafens hat Insolvenz angemeldet. Das war jetzt schon der vierte Versuch. Zuerst war die Hansestadt Lübeck am Ruder, erfolglos, und wollte den defizitären Betrieb abgeben. Dann kam Infratril als Investor. Viele setzten große Hoffnungen in den neuen Betreiber. Der Erfolg blieb aus und Infratil nutze eine schier unglaubliche Ausstiegsklausel. Der Investor bekam nach 4 Jahren das komplette investiere Geld zurück, plus Zinsen! Dann kam ein Ägypter mit seiner Beteilungsfirma Yasmina. Irgendwann war kein Geld mehr da und der Investor tauchte ab. Dann kam plötzlich ein Chinese an und hatte ja so tolle Ideen: Medizintourismus, Flugschule und Wartungsbetrieb. Auch nach einem Jahr war davon nicht viel zu sehen. Und Recherchen um den Investor ergaben auch sehr merkwürdige Ergebnisse, die an der Glaubwürdigkeit und Solvenz zweifeln ließen. Dann ging schon wieder das Geld aus und ein neuer Insolvenzantrag wurde gestellt.

Ich hoffe jetzt sieht auch der letzte Flughafenbefürworter ein, daß ein wirtschaftlicher Betrieb des Lübecker Flughafens nicht möglich ist. Man sollte ihn ganz oder teilweise zurück bauen (für Sportflieger). Das Gelände umfaßt ca. 1,4 km². Auf dieser Fläche könnte man viel machen. Baugründstücke sind in dieser Gegend (Nähe zur Uni) sehr gefragt.

Ich nutze Adblocker – und das ist auch gut so

Aktuell ist die Diskussion um Adblocker mal wieder etwas angeheizt. Auslöser ist wohl, daß Adblocker nun auch auf Apple-Geräten angekommen sind.

Ich nutze Adblocker schon seit längerem und dafür sprechen mehrere Gründe.

Irgendwann haben es die Werber zuweit getrieben. Pop-Ups, Pop-Under bei denen beim Schließen manchmal sogar noch ein weiteres Fenster aufging, Overlays, Sound, nicht überspringbare Werbeclips vor Videos. Ich habe mir dann einfach einen Adblocker installiert und es war Ruhe.

Hinzu kommt, daß meine Internetverbindung nicht die schnellste ist. Ich habe hier maximal 3 Mbit/s zur Verfügung. Das ist in heutigen Zeiten schon fast nicht mehr in der Definition eines Breitbandanschlusses. Ich habe zwar eine Flatrate, aber meine Zeit ist begrenzt. Da vermeide ich es doch lieber, für mich unnütze, Werbung herunterzuladen. Ansonsten wird es manchmal eh zäh, bis sämtliche Werbenetzwerke ihre Anzeigen ausgeliefert haben.

Beim mobilen Surfen gibt es praktisch keine Flatrates. Man hat je nach Vertrag ein bestimmtes Datenvolumen zur Verfügung. Will ich mehr, muß ich auch mehr zahlen. Ohne Werbung komme ich mit einem kleineren Paket aus, als mit Werbung. Ich will ja nicht auch noch für die Zustellung von Werbung bezahlen. Das wäre ja so, als müßte man für Postwurfsendungen als Empfänger Porto zahlen.

Viele Anzeigen werden von wenigen großen Werbenetzwerken ausgeliefert. So können die Betreiber dieser Werbenetzwerke sehen, welche Server ich besucht habe und welche Seiten ich dort aufgerufen habe. So kann ein Profil über meine Interessen und Gewohnheiten erstellt werden.

Außerdem ist es mehrfach vorgekommen, daß über Anzeigen beziehungsweise über die dort verlinkten Seite, Schadsoftware verteilt wurde. Der Einsatz eines Adblockers dient also auch der Gefahrenabwehr.

Ich weiß Websitenbestreiber nehmen durch die Werbung Geld ein. Manche wollen damit Geld verdienen, andere einfach nur ihre Kosten für die Server decken. Ich habe deswegen einige häufiger besuchte Websites in eine Whitelist aufgenommen, so daß dortige Werbung angezeigt wird. An manchen Tagen klicke ich sogar mal absichtlich alle Anzeigen an, in der Hoffnung, daß der Betreiber mehr Geld bekommt.

Aber müssen Google und Co. den immer unbedingt mit verdienen? Warum vermarkten die Betreiber nicht selbst ihr Werbeplätze. Sie hätten dann mehr Einfluss, für was geworben wird und müssen Google nichts abgeben.

Was mich auch immer wundert, daß viele Websites keine Möglichkeit bieten, freiwillig einen kleine Betrag zu zahlen. Ich bin seit einiger Zeit bei Flattr angemeldet. Dort legt man zunächst einen monatlichen Betrag fest, denn man insgesamt verteilen möchte („flattrn“). Flattr zieht dann den Betrag bei mir ein. Gefällt mir eine Artikel oder eine ganze Website, die Flattr unterstützt, kann ich dort einfach den Button „Flattrn“ drücken. Am Monatsende wird dann mein Budget gleichmäßig auf alle „geflatterten“ Seiten verteilt. Komischerweise sind die meisten Websites mit Flattr-Button private Seiten oder kommen aus dem Open-Source-Bereich. Im kommerziellen Umfeld habe ich bisher kaum eine Flattr-Möglichkeit gefunden.

„Homöopathisches“ Getreide

Amaranth kannte ich bisher noch nicht. Dann habe ich gehört, es soll so ein Trendgetreide sein. Total gesund, weil so viel ja soo viel drin ist. Deswegen wird es auch gerne mal irgendwo beigemischt.

Auf dem „Babydream Früchtemüsli“ von Rossmann taucht es auch in der Zutatenliste auf; als letzte Position; noch nach Vitamin B1. In der Nährwerttabelle kann man nachlesen, daß 100g Müsli 1,2 mg Vitamin B1 enthalten. Der Wert von Amaranth muß also noch darunter liegen, wie weit kann man nicht erkennen. Aber selbst, wenn man davon ausgeht, daß alles Vitamin B1 zugesetzt ist, die anderen Zutaten also kein B1 enthalten, und das Vitamin und Amaranth fast gleich zugesetzt sind, kommt man auf folgende Werte:

1 kg Müsli enthält höchstens 12 mg Amaranth. 1 Tonne enthält somit, sage und schreibe, höchstens 12 Gramm Amaranth. Das ist ja schon fast als homöopathisch zu bezeichnen. Das wäre dann wohl D5.

Da bekommt man doch den Eindruck, daß Rossmann das Amaranth nur zugefügt hat, weil es gerade trendy ist. Einen Geschmacks- oder Gesundheitsvorteil erreicht man so bestimmt nicht. Übrigens wird Amaranth auch als Fuchsschwanzgewächs bezeichnet. Was der Fuchsschwanz am Manta war, ist heute das Amaranth im „Babydream Früchtemüsli“. Überflüssig und nur zum Angeben.

Herr Winterkorn entschuldigt sich

Herr Winterkorn, der Chef von VW, entschuldigt sich, wegen der Abgasaffäre. Und nun wird alles gut? Ich hoffe nicht!

Es geht ja nicht darum, daß irgendwo ein Fehler passiert ist, sondern das VW Millionen Autos vorsätzlich so manipuliert hat, daß auf einem Teststand bessere als die realen Abgaswerte erzielt werden. Nochmals, das Ganze passierte und passiert vorsätzlich! Wenn jemand absichtlich über die wahren Produkteigenschaften täuscht, nennt man das doch Betrug, oder?

Es ist ja nicht neu, daß manche Hersteller tricksen, also im Klartext betrügen, um bei Tests bessere Ergebnisse zu erzielen. In der Computerbranche gab es schon mal den Fall, daß ein Treiber für eine Grafikkarte so optimiert war, daß die Karte bei einem Standardtest („Benchmark“) bessere Ergebnisse erreicht hat, als es in der Praxis vorkommen würde. Kurios fand ich den Fall, bei dem der der Hersteller LG seine Kühlschränke so manipuliert hat, daß dieser erkennt, ob ein Testgerät angeschlossen ist und in dem Fall einen Energiesparmodus aktiviert hat.

Diese Manipulationen sind nicht irgendwelche Kavaliersdelikte. In meinen Augen gehört da jeweils ein gehörige Portion kriminelle Energie dazu. Das Wissen um diese Betrügereien dürften auch nicht nur einem kleinen Entwicklerzirkel bekannt sein. Es geht ja auch nicht nur um Geld für Strom oder Treibstoff, das die Verbraucher mehr ausgeben müssen, sondern auch um unsere Umwelt und auch um das „grüne“ Image der Konzerne.

Ich gehe auch davon aus, daß noch mehr PKW-Hersteller tricksen, um ihre Verbrauchs- und Emissionswerte niedriger darzustellen. Ich hoffe es kommt jetzt noch mehr ans Tageslicht.

Keine Zustimmung für TTIP im Bundestag!

An alle Bundestagsabgeordneten:

Wenn Sie keinen Zugang zu den TTIP-Dokumenten erhalten, haben Sie auch keine Möglichkeit, sich umfassend zu informieren. Aus Mangel an Informationen können und dürfen sie nicht für das TTIP-Abkommen stimmen! Es reicht auch nicht, wenn Ihnen die Unterlagen kurz vor der Abstimmung vorgelegt werden.

Kein Unterlagen, keine Zustimmung! Alles klar liebe USA?

Deutschland schottet sich ab

Nun fällt der Bundesregierung in der Flüchtlingskrise auch nicht anderes mehr ein als die Grenzen zu zu machen. An der Grenze zu Österreich finden wieder Grenzkontrollen statt und niemand ohne gültige Reisepapiere soll einreisen dürfen. Flüchtlinge werden dann auch abgewiesen, da sie ja bereits in Österreich (oder noch früher) einen Asylantrag stellen müssen.

Horst Seehofer sagte dazu: „Es ist ein ganz wichtiges Signal an die ganz Welt und auch nach innen, in die Bundesrepublik Deutschland“.

Stimmt! Das Signal bedeutet: Wir wollen Euch nicht und wir wissen nicht weiter. Eine Schande ist das!

Ich glaube daß das vereinte Europa an der Flüchtlingskrise eher scheitert, als an der Eurorettung. Dabei wäre ist doch gerade das Flüchtlingsproblem ein Aufgabe die man doch nur gesamteuropäisch lösen kann. Hier könnte eigentlich die EU ihr Stärke zeigen. Gemeinsam die Flüchtlinge aufnehmen und gemeinsam Asylanträge bearbeiten und gerechte Verteilung der Flüchtlinge auf alle Staaten; unter Berücksichtigung z.B. der Bevölkerungszahl, Arbeitslosenquote, Bruttoinlandsprodukt usw.

Ich finde es schlimm, daß Flüchtlinge innerhalb der EU ihre Flucht auf teils gefährliche Weise fortsetzen müssen (siehe die erstickten Flüchtlinge im ungarischem Lieferwagen, oder die Flüchtlinge im Kanaltunnel). Wer aus einem Bürgerkriegsland flieht, sollte doch innerhalb der EU sicher sein. Die Flüchtlinge nehmen trotzdem weitere gefährliche Reisen auf sich, weil sie gehört haben, daß in manchen Ländern die Chancen auf einen positiven Asylbescheid größer sind, als in anderen Ländern. Die Staaten, in denen die Flüchtlinge ankommen unterstützen diese Flucht quer durch die EU, indem sie sie einfach weiter schicken. Schließlich ist jeder weiter gereiste Flüchtling, einer den man nicht selbst aufnehmen muß.

Ich finde, so geht das nicht weiter! Die EU muß die Registrierung bei Betreten eines EU-Landes unterstützen. Niemand sollte auf eigene Faust weiterreisen müssen/dürfen. Asylanträge sollten einheitlich bearbeitet werden und die Flüchtlinge dann, wie oben erwähnt, auf die Mitgliedsstaaten verteilt werden.

US-Wissenschaftler

Ich habe immer großen Respekt vor US-Amerikanischen Wissenschaftler. Nicht vor den ach so tollen Dingen, die (angeblich) herausgefunden haben und bei uns in den (Boulevard-) Medien hoch gejubelt werden.

Wie kann man in den USA physikalische Berechnungen durchführen, wenn sie keine SI-Einheiten benutzen? Dort werden Längen mit Zoll, Fuß, Yard oder Meilen gemessen. Temperaturen werden in Fahrenheit angegeben und. Hohlmaße zum Beispiel in Gallonen. Hinzu kommt noch daß es widersprüchlich Namen für Zahlen gibt. So heißt dort die „deutsche“ Milliarde (1.000.000.000 oder 10^9) „trillion“; was wiederum bei uns 1.000.000.000.000.000.000 (10^18) wäre.

Das Datum wird mit MM/DD/YYYY zu dem auch noch komisch und völlig unlogisch angegeben.