Wenn man nichts weiß…

…einfach mal die Klappe halten. Leider wissen aber viele Leute nicht, dass sie keine Ahnung haben. Richtig schlimm wird es aber, wenn diese Leute meinen sie wären die Schlausten und die Anderen hätten überhaupt keine Ahnung. Am besten noch garniert mit ein paar Beleidigungen.

Neulich gab es auf der Nachrichtenseite hl-live.de einen Artikel über einen Fahrzeugbrand. Der erste Kommentator wies darauf hin, dass es sich beim dem Auto um einen Verbrenner (pun intended) und nicht um ein Elektroauto handelt, die ja angeblich immer so schnell in Brand geraten. Daraufhin entbrannte (pun intended) eine hitzige (pun intended) Diskussion.

Ich weiß nicht ob man Bernd groß ernst nehmen kann, immerhin schreib er “Groß” klein, aber hat auf jeden Fall er den Vogel abgeschossen.

Bernd groß

schrieb am 28.05.2024 um 12.22 Uhr:
Was für ein Blödsinn
Hören Sie auf zu träumen und fragen Sie nach ein Praktikum bei der Feuerwehr nach.
Und heute nachmittag können sie bei einer autofähre zb. Colorline anrufen und da mal nachfragen ob sie auf größere Distanz mitgenommen werden.
Oder gehen sie dich mal zu irgendwelchen Parkhäuser und sie werden verwundert sein das e Fahrzeuge nur am ein oder Ausgang stehen dürfen.
Sie sind ja schon ein lustiger Geselle der in seiner blase lebt aber das ein e auto so einfach gelöscht werden kann ist einfach nur lächerlich
Sie verbringen ja anscheinend sehr viel Zeit in ihren Kinderzimmer am PC einfach mal googeln nicht was man lesen und hören will sondern die Wahrheit
Oder warum bekommt jetzt jede Feuerwehr einen Container der geflutet werden kann? Weil Sommer ist?

Ich kann mir vorstellen, dass er mal Fragmente irgendwo gehört oder gelesen hat und diese in seiner Erinnerung mit seiner Meinung “vervollständigt” hat. Es gab nämlich gerade eine Meldung über Elektroautos und Fähren. Aber in der ging es um eine griechische Fährlinie, die E-Autos nur noch transportieren will, wenn der Akku maximal bis 40% aufgeladen ist. Ob eine solche Regelung sinnvoll ist oder nicht, ist noch nicht geklärt, aber da ging es um Griechenland und nicht um ein generelles Transportverbot. Gerade die Color-Line-Reederei hat vor einiger Zeit, als es zu mehreren Bränden auf Autotransportern kam, betont, dass sie uneingeschränkt Elektroautos transportieren. Es gibt übrigens mittlerweile schon einige Fähren, auf denen man sein Auto während der Überfahrt laden kann.

Und nun die Sache mit den Parkhäusern. Ich bin ja mittlerweile schon über drei Jahre mit meinen E-Up unterwegs und durfte in jedem Parkhaus überall dort parken, wo ich wollte. Was Bernd groß wohl mal gesehen hat, sind Ladesäulen im Einfahrtsbereich. Die sind ja meistens vorne und unten, damit man sie leicht findet. Und für die Installation ist es sicherlich auch einfacher, wenn man das Versorgungskabel nicht in die fünften Stock legen muss.

Ich kann Bernds Tipp Bernd selbst ans Herz legen. Sich einfach mal um Wahrheiten kümmern und nicht nur um den Fake-News-Mist aus der eigenen Filterblase. Vielleicht auch mal andere Medien konsumieren. Sich breiter aufstellen, nicht nur die Seiten, die sich gegenseitig verlinken, Grundlagenwissen über Forschung und Naturwissenschaft aneignen, eigene Erfahrungen sammeln und alles unvoreingenommen kombinieren.

Die große Strom-Verwirrung

Der Strommarkt ist ziemlich komplex. Aber er betrifft uns alle, da wir alle für die diversen Sachen direkt oder indirekt Strom benötigen. Und er wird immer wichtiger. Schließlich soll ein Großteil der Mobilität und der Gebäudewärme in Zukunft über Strom versorgt werden.

Es gibt da nicht nur die Stromversorger, bei denen wir alle einen Stromvertrag haben. Da gibt es etwa die Erzeuger, Großabnehmer, eine Börse, einige Händler und Spekulanten, sowie jede Menge Netzbetreiber auf den verschiedensten Ebenen.

Der normale Verbraucher kriegt davon wenig mit. Vor ein paar Monaten machten Meldungen des Übertragungsnetzbetreibers TransnetBW die Runde. Dieser, in Baden-Württemberg ansässige Netzbetreiber, hat eine App namens “StromGedacht” heraus gebracht. Diese soll den normalen Endverbraucher “warnen”, wenn der Netzbetreiber angeblich zu wenig Strom zur Verfügung hat. Und so gab es tatsächlich ein paar Mal eine rote Ampel in der App, die darum bat, aktuell Strom zu sparen, zumindest in Baden-Württemberg.

Richtig erklärt wurde das allerdings nicht richtig. Auch die meisten Meldungen in den Medien haben einfach den Wortlaut der Pressemitteilung von TransnetBW übernommen. Die erklärten es so, dass es in Norddeutschland durch starken Wind “zu viel” Windstrom gäbe, der aber aufgrund mangelnder Stromnetzkapazität nicht in den Südwesten der Republik transportiert werden könne. Durch den “Stau” auf der “Stromautobahn” gäbe es in Baden-Württemberg zu wenig Strom und es müssten teure Redispatch-Maßnahmen ergriffen werden. Hier enden die meisten Beiträge. Was das genau für Maßnahmen sind, wurde nicht berichtet.

Die einfachste Frage, die sich jeder Journalist hätte stellen sollen, wäre, wo ansonsten der Strom für BW herkommt, wenn in Norddeutschland mal gerade nicht ordentlich Windstrom produziert wird. Dann kommt es doch auch zu keinem Mangel.

Das eigentliche Problem ist aber nicht die Stromproduktion oder die -verteilung, sondern der Strommarkt. Der Strompreis wird an der Leipziger Energiebörse festgelegt und zwar einheitlich für ganz Deutschland. Dabei gibt es einige Regeln. (Wenn ich hier Fehler mache, korrigiert mich bitte). Zunächst wird Ökostrom bevorzugt gehandelt. Ökostrom ist in der Regel auch der günstigste. Dann kommen die anderen Stromarten. Es wird so viel gehandelt, bis der Bedarf gedeckt ist. Im- und Export lasse ich hier mal unberücksichtigt. Die letzte Kilowattstunde die gehandelt wird, um den Verbrauch abzudecken, ist in der Regel auch die teuerste. Diese legt aber der Preis für den ganzen gehandelten Strom fest. Also bekommen auch die Erzeuger grünen Stroms diesen Preis. Deswegen ist letztes Jahr der Strompreis auch so enorm in die Höhe gegangen, weil die Gaskraftwerke oft die letzten Spitzen abdecken und der Gaspreis durch den Ukrainekrieg durch die Decke ging.

Wenn aber genug Strom von Windkraftanlagen vorhanden ist, dann ist auch der Marktpreis für den gehandelten Strom niedriger. Dann lohnt sich für fossile Kraftwerke in Süddeutschland die Produktion nicht mehr und sie fahren ihre Leistung runter, obwohl in Baden-Württemberg eigentlich mehr Strom benötigt wird.

Ein anderer Effekt ist, dass sich Speicherkraftwerke im Vorfeld schon Kontingente des günstigen Stroms gesichert haben, um die Speicher aufzufüllen. In BW kommt aber der Windstrom nicht an und die Kraftwerke sind runter gefahren. Der Netzbetreiber muss aber liefern und kauft deshalb im Ausland teuren Strom ein. Und damit er möglichst wenig kaufen muss, bittet er also die Verbraucher darum, Strom zu sparen.

Das Ganze hat also nichts damit zu tun, dass die Erneuerbaren Energien zu wenig liefern können, sondern sind vor allem auf die Marktmechanismen zurückzuführen. Ein Netzausbau könnte das Problem tatsächlich etwas entzerren. Eine andere Idee ist, den Markt in mehrere Regionen aufzuteilen. Der günstige Windstrom würde dann hier im Norden die Preise drücken, während der Süden einen höheren Preis festlegen kann.

Grundsätzlich ist die Idee die die App suggeriert ja nicht verkehrt. Strom lieber dann nutzen, wenn er im Überfluss vorhanden ist. Da gab es ja auch schon mehrfach Diskussionen, ob etwa ein E-Auto immer sofort geladen werden muss oder ob der Netzbetreiber da eingreifen und den Zeitpunkt verschieben kann.

Die meisten installierten Wallboxen (private E-Auto-Ladepunkte) sind technisch dafür ausgerüstet. Das war auch eine Voraussetzung um die Wallbox staatlich gefördert zu bekommen. Vom Netzbetreiber sind solche Regelungen technisch bisher nicht vorgesehen.

Auch bei anderen großen Verbrauchern wie Wasch- oder Spülmaschine könnte man eine externe Steuerung einbauen. Man müsste nur sagen, dass die Geräte bis zu einer bestimmten Uhrzeit fertig sein sollen, oder ob man im Zweifelsfall bereit wäre, einen höheren Strompreis zu bezahlen.

Ebenso bei dem Elektroauto. Hier könnte man noch feiner differenzieren. Also dass der Akku auf jeden Fall voll sein soll oder ob er zumindest bis zu einem bestimmten Akkustand geladen sein soll. Dafür müsste die Technik aber noch mehr vernetzt sein. Auch die Bedienung sollte einfacher sein. Wenn ich sehe, wie umständlich es ist, die programmierten Ladezeiten in meinem Auto zu ändern, dann ist da noch viel Verbesserungsbedarf.

Auf jeden Fall bringt es nichts, wenn Netzbetreiber Alle verwirren und einen nicht existierenden Strommangel vortäuschen.

Verhinderungspartei

Also, wenn die FDP irgend etwas gut hinkriegt, dann ist es Blockieren von sinnvollen und mehrheitsfähigen Beschlüssen. So wurde z.B. ein generelles Tempolimit verhindert. Dabei haben sie dann noch ein eigenes Gutachten erstellen lassen, in dem der positive Klimaeffekt klein gerechet wird. Wirklich ernst nimmt, außer der FDP und Klimawandelleugnern, dieses Gutachten aber keiner.

Nun sollte EU-weit beschlossen werden, dass Neuzulassungen für Verbrenner-Fahrzeuge ab 2035 nicht mehr möglich sein sollen. Die FDP war, als Auto-Partei, natürlich dagegen, auch wenn dass die Hersteller selbst anders sehen. Das Schlagwort der FDP war in diesem Zusammenhang “Technologieoffenheit”. Wobei sich diese Offenheit in erster Linie auf E-Fuels bezieht. Diese synthetischen Kraftstoffe sollen mittels Strom aus erneuerbaren Energien aus Wasser und Kohlendioxid hergestellt werden. Das Verfahren gibt es bereits und funktioniert. Allerdings verbraucht es extrem viel Strom. Mit der gleichen Energie, die benötigt wird, um ein Fahrzeug mit E-Fuels zu betreiben, könnte man sechs entsprechende E-Autos fahren lassen. Entsprechend teuer sind diese synthetischen Kraftstoffe in der Hersteller; völlig unabhängig von eventuellen Steuern.

Aber solche Fakten sind für die FDP uninteressant, wenn Porsche-Freund Christian Lindner, für Porsche die E-Fuels pushen soll.

Gerne wird ja bei der FDP auch das Wort “Innovation” benutzt. Das bedeutet aber nur, dass man JETZT lieber noch nichts machen will und darauf hofft, dass es irgendwann in der Zukunft vielleicht eine Technologie gibt, die dann eventuell auf einen Schlag alle Probleme schnell, elegant und kostengünstig löst.

Leider beweist die FDP damit nur immer wieder, dass sie das Pariser Klimaschutzabkommen nicht verstanden hat. Danach hat jeder Staat nur noch ein begrenztes CO2-Budget zur Verfügung. Und je länger wir zögern, des Ausstoß nachhaltig zu verringern, desto schneller, und somit radikaler, muß am Ende der Wechsel sein (Übrigens auch für “die Wirtschaft” und “Leistungsträger” liebe FDP).

Selbstverständlich jubelte sie am lautesten als letzten Dezember Forscher in einem Forschungsreaktor erstmals bei einer Kernfusion überhaupt einen Energieüberschuss bei einem Kernfusionsexperiment erzielt haben. Kernfusion ist zwar noch Zukunft, aber sooo innovativ. Und es tummeln sich ja in dem Bereich ja auch eine Menge Startups. Also richtig mit Wirtschaft und Markt und nicht so blöde öffentlich finanzierte Grundlagenforschung. Aber wir man ja weiß, wird höchstens jedes zehnte Startup erfolgreich; die anderen verbrennen nur das Geld der Investoren. Bei Fusions-Startups dürfte die Erfolgschance noch deutlich niedriger liegen.

Aber nach Bekanntgabe der Forschungsergbnisses vom LLNP hat unsere Forschungsministerin Bettina Stark-Watzinger (FDP) sogar tatsächlich gesagt, Ziel sei es in zehn (10) Jahren in Deutschland ein funktionierendes Fusionskraftwerk ans Netz zu bringen.

Wobei Experten eher von 30 Jahren ausgehen. 30 Jahre ist zwar die Fusionskonstante, ich persönlich gehe aber von einem noch späteren Zeitpunkt aus; gerade in Deutschland. Wenn man sieht wie gnadenlos schlecht und unprofessionell Groß- und Prestigeprojekte in den letzten Jahrzehnten umgesetzt wurden. Da haben sie Bauzeiten langgezogen wie ein Kaugummi und die Kosten sind explodiert wie eine Cola-Flasche mit einem Mentos.

Da braucht es gar keine FDP zum Blockieren und Verhindern.

E-Auto-Erfahrungen

Nach 1 ¾ Jahren mit meinem E-Up ist es nun endlich mal an der Zeit, einen kleinen Erfahrungsbericht zu schreiben. Als Erstes vorweg ich bin noch liegen geblieben und mein Auto ist auch noch nie abgebrannt.

Ende April 2021 konnte ich den Kleinen endlich abholen. Seit dem habe ich mit ihm über 28.000 km rein elektrisch zurück gelegt. Im Großen und Ganzen bin ich mit dem Kauf zufrieden. Für meine Einsatzzwecke reicht der Wagen vollkommen aus. Das Raumangebot ist nicht riesig, aber ich fahre ja eigentlich schon immer Kleinwagen, daher weiß ich damit umzugehen. Man muss aber auch fairerweise sagen, dass wir in der Familie noch ein zweites, größeres Auto mit Verbrennungsmotor haben.

Für mich ist es ja erst der zweite Neuwagen, den ich mir gekauft habe und obwohl ich nicht viele Extras bestellt habe, finde ich den Wagen sehr gut ausgestattet . Die Bluetooth-Integration ins Entertainment-System ist heute sicherlich Standard; für mich war es neu. Gerade, weil ich viele Podcasts und Musik über das Handy laufen lasse, ist das sehr praktisch. Auch die feste Halterung ist gut, allerdings blockiert ein dort installiertes Smartphone den Luftstrom aus den Lüftungsschlitzen. In einem Forum habe ich mal ein schwenkbaren Aufsatz gesehen, vielleicht werde ich den mal ausprobieren, um noch bessere Sicht auf das Display zu haben.

Was mich erst während der Nutzung richtig begeistert hat, war die Einparkhilfe in Form von hinteren Abstandssensoren und Rückfahrkamera. Da habe ich es in so manche Parklücke geschafft, in die ich mich ohne Einweisen nicht rein getraut hätte.

Die Fahreigenschaften sind super. Der Wagen liegt, auch dank der schweren Akkus im Unterboden sehr gut auf der Straße und hat trotz des Gewichtes eine gute Beschleunigung. Wie bei Elektromotoren üblich steht dass volle Drehmoment, anders al bei Verbrennern, schon im niedrigen Drehzahlbereich zur Verfügung. Der Motor ist fast geräuschlos. Bei offenem Fenster kann man ein leise Sirren hören. Ansonsten nur die Wind- und Reifengeräusche. Außerdem gibt es keinerlei Vibrationen vom Motor. Man hat das Gefühl, man gleitet. Der Wagen wird bei 130 km/h elektronisch abgeregelt. Mehr will man eigentlich auch nicht fahren, weil dann der Verbrauch ziemlich in die Höhe geht. Das ist bei Verbrennern zwar auch so, aber zum einen haben die einen gewissen “Grundverbrauch” und selten sind Anzeigen über den momentanen Verbrauch so präsent wie bei E-Autos. Außerdem ist die Reichweite ja noch deutlich geringer als bei Diesel- oder Benzin-Fahrzeugen. Daher will man ja gerne besonders sparsam fahren.

Mein Verbrauch schwankt enorm. Im Sommer kann ich auf einigen Strecken 10 kWh/100 km erreichen, an sehr kalten Wintertagen aber auch 20 kWh/100 km benötigen. Im Jahresschnitt sind 14 kWh/100 km realistisch. Aber man muss sich mal verdeutlichen wie effizient so ein Elektroantrieb ist. Bei Benzin oder Diesel kann man davon ausgehen, dass diese eine Kapazität von rund 10 kWh pro Liter haben. Ein Verbrauch von 6 l/100 km entspricht also 60 kWh/100 km, oder umgekehrt bei meinem E-Up 1,4 l/100 km

Einen Großteil des Mehrverbrauchs kommt von der Heizung des Fahrzeuginnenraumes. Verbrenner erzeugen die Leistung, wie der Name schon sagt, durch Verbrennung von Treibstoffen. Dabei wird Wärme frei, die zum Heizen genutzt werden kann. Bei Elektroautos entsteht so gut wie keine Abwärme. Daher muss elektrisch geheizt werden. Bessere Autos haben dafür eine Wärmepumpe, beim E-Up ist es im Prinzip ein Heizlüfter und der kann schon ordentlich Strom ziehen. Gerade wenn der Wagen noch kalt ist, geht der Verbrauch dann ordentlich durch die Decke. Moderne E-Autos temperieren allerdings auch die Batterie, wodurch der Verbrauch auf den ersten Kilometern auch verhältnismäßig hoch ist. Mit einer kalten Batterie steht nicht so viel Leistung zur Verfügung, wie mit einer warmen. Ähnlich ist es beim Laden: ein warmer, aber nicht zu heißer Akku lässt sich schneller laden, als ein tiefgefrorener.

Ich habe die Möglichkeit zu Hause zu laden. Anfangs hatte über die normale Schukosteckdose im Carport geladen. Das hätte grundsätzlich ausgereicht, wenn man den Wagen nachts lädt. Leider war die Stromleitung vom Carport zum Haus nicht so gut, dass der Ladevorgang von dem Ladegerät immer wieder unterbrochen wurde bzw. gar nicht erst startete. Deswegen haben wir ein neues Kabel gelegt und eine Wallbox installiert.

Der E-Up ist wahrlich kein Schnelllader, auch wenn man die Schnellladefunktion extra bestellt hat. Beim Laden über Schuko, kommt man auf maximal 3,6 kW-Ladeleistung. Die Wallbox hat zwar die Kapazität von 11 kW, allerdings kann der VW nur über zwei Phasen, also mit höchstens 7 kW laden. Auch an öffentlichen Ladesäulen ist das so.

Ich habe allerdings die Schnellladefunktion als Extra gekauft. Damit lädt man dann mit Gleichstrom bis zu 40 kW über einen CCS-Stecker. Das ist im Vergleich zu anderen Fahrzeugen die mit 150 kW oder mehr laden können natürlich wenig. Allerdings ist beim E-Up der Akku kleiner und der Verbrauch geringer. Irgendwo las ich mal einen Vergleichstest mehrerer Stromer und fand dort für die Ladegeschwindigkeit die Einheit km/h.

Die Ladedauer beim VW kann ebenfalls sehr unterschiedlich sein. Wie schon geschrieben hängt diese unter Anderem von der Temperatur ab, aber auch von dem Ladestand. Um den Akku zu schonen wird bei fast voller Batterie der Ladestrom reduziert. Das kennt man ja auch vom Smartphone, bei dem die letzten 10% viel langsamer geladen werden.

Es gibt ja viele Mythen um Akkus und den behutsamen Umgang damit. Ein Teil wird wie gerade schon beschrieben von der Ladeelektronik bewältigt. Aber nach meinem Stand, schont es den Akku, und somit dessen Lebensdauer, wenn man ihn nicht ständig auf 100% volllädt. 90% oder besser 80% sollten es nur sein. Wobei es wohl nicht direkt um das Laden selbst geht, sondern wie lange der Akku die volle Kapazität halten muss. Wenn man also unmittelbar nach dem Ladevorgang losfährt, sollte es OK sein.

Generell gibt es zwei Lademodi: Sofortladen und geplantes Laden. Bei ersterem startet der Ladevorgang sofort und läuft bis die maximale Ladegrenze erreicht ist. Beim zweiten wird zunächst nur geladen, sofern die untere Ladegrenze erreicht ist, dann pausiert das Laden und wird zeitgesteuert so fortgesetzt, dass der Ladevorgang zu einer vorher festgelegten Abfahrtszeit beendet ist.

Diese Ladegrenzen und Abfahrtszeiten kann man aber nicht direkt im Auto einstellen; dazu ist die VW-App “Maps & More” nötig. Das finde ich nicht gut. Hier werden unnötig zusätzliche Abhängigkeiten geschaffen. Und ob in 10 Jahren, die App noch so verfügbar ist, darf bezweifelt werden. Für ein Auto sind 10 Jahre kein Problem, für eine Mobiltelefon-App ist das eine Ewigkeit. Ohne die App kann man aber nicht mehr alle Einstellungen vornehmen und somit auch nicht den kompletten Umfang des Autos nutzen.

Zusätzlich zu den Abfahrtszeiten kann man in der App auch einstellen, ob das Auto dann klimatisiert werden soll. Also im Winter vorgeheizt und im Sommer gekühlt. Eigentlich eine tolle Sache, aber mir funktioniert das nicht immer. Und gerade in den letzten Tagen mit deutlichen Minusgraden, erwartete mich dann ein vereistes Auto.

Das Vorheizen kann man theoretisch auch über eine weitere App auslösen, die sich “We Connect” nennt. Leider funktionierte die App sehr oft nicht und wurde nach einem Testzeitraum auch kostenpflichtig.

Mit dem Verbrauch schwankt entsprechend auch die Reichweite. Im Sommer konnte ich gut 250 km erreichen, jetzt im Winter nicht mal 150 km. Im Alltagsgebrauch ist das aber nicht so relevant, da man eher häufiger lädt, als den Wagen leer zu fahren. Tatsächlich lade ich sogar noch häufiger. Da ich den Akku nicht zu 100% lade und auch nicht auf 0% runterfahre, ist das Batterienutzungsfenster entsprechend geringer.

Die Anzeige über die Restreichweite darf man nicht überbewerten. Sie passt sich, wie bei Verbrennern, nach dem aktuellen Verbrauch an, allerdings sind die Werte stets zu optimistisch. Bei meinen Fahrten habe ich immer deutlich mehr Restreichweite “verbraucht”, als ich gefahren bin. Hier könnte VW noch Einiges nachbessern. Aber mit der Zeit bekommt man ein Gefühl, wie lange der Akku wohl noch reicht.

Wenn man den Akku leer fährt, kommen verschiedene Warnungen und Stromsparmodi. Bei 50 km Restreichweite kommt eine Warnung im Display. Erreicht man einen bestimmten Prozentwert Restkapazität wird der Eco-Modus aktiviert, den man anfangs noch wieder deaktivieren kann. Ab einem bestimmten Wert lässt sich dieser nicht mehr abschalten. Später wird dann in den Eco+-Modus gewechselt und wenn die Batterie fast leer ist kann man im “Kriechmodus” nur noch max. 70 km/h fahren.

Den Eco- und Eco+-Modus kann auch manuell aktiviert werden. Dadurch kann man Strom sparen. Erreicht wird es vor allem dadurch, dass die Heizung und Klimaanlage begrenzt oder ganz abgestellt werden und dass die Motorleistung abgeregelt wird. So kann man, besonders im Winter, tatsächlich Energie sparen, allerdings zu dem Preis eines kalten Fahrzeuges.

Insgesamt bin ich sehr zufrieden mit den Auto. Es ist allerdings eine gewisse Umgewöhnung notwendig. Ich muss zwar nicht mehr an die Tankstelle fahren, aber so alle 2-3 Tage das Auto laden. Wenn man dann losfahren will, braucht man noch 1-2 Minuten, um das Kabel abzuziehen und zu verstauen, bevor man dann starten kann. Vor “längeren” Strecken sollte man sich überlegen, ob man vorher noch mal nachladen sollte. Überhaupt macht man sich viel Gedanken über die jeweiligen Fahrten. Aber ich denke, dass ist generell nicht verkehrt, dass man sich bewusster überlegt, wo man hin will, ob das auch anders geht oder ob man das mit etwas Anderem verbinden kann.

Appsolut schlecht

Nicht für jeden Kram braucht man eine App. Und nicht jede App ist gut. Und nur weil ein großer Name dahintersteht, heißt das schon gar nichts. Konkret geht es hier um eine App eines der größten Sportverbände der Welt (DFB) und der eines der größten Autohersteller der Welt.

Auch wenn die Bereitstellung von Apps nicht zu deren Hauptaufgabe gehört, sollte man doch denken, dass bei solchen Unternehmen, die jährlich Milliarden umsetzen, besonders viele Augen kritisch drauf blicken, schließlich hat man einen Namen zu verlieren.

Dem DFB ist das wohl alles egal, die sind so groß, so mächtig, so satt, dass die alles machen können. Niemand kommt gegen den DFB an, wenn es um Fußball in Deutschland geht. Von der Mannschaft meiner Kinder wurden wir aufgefordert, die App “Teampunkt” zu installieren, um die internen Termine zu koordinieren. Es gab vom Trainer einen Einladungslink, mit dem man zur Mannschaft zugeordnet wird. Als erstes muss man sich aber beim DFB registrieren. So mit E-Mail-Adresse, AGB, usw. Das war bei der zuvor genutzen “SpielerPlus”-App nicht der Fall. Aber wer groß ist, hört nicht auf gierig zu sein; also bitte werft dem DFB noch mehr Daten zum Fraß vor.

Die Registrierung klappte problemlos, aber das Anmelden in der App funktionierte nicht. Auf zwei Smartphones das selbe Dilemma. Beim Login, startete die App den Browser und nach der Eingabe ging es wieder in die App, die aber nicht die Rückmeldung über den erfolgreichen Login bekommen hat. Man hängt also in einer Endlosschleife fest. Das Festlegen eines anderen Standardbrowser und die Änderung der Einstellungen für das Öffnen des Teampunkt-URL hat nichts gebracht. Dann ein kurzer Blick in den Playstore: Oh, eine Gesamtbewertung von 3,0! Klingt nicht besonders gut. Und die ersten negativen Kommentare befassten sich genau mit meinem Problem. Der Login für die App funktioniert, unter Android, wohl nur mit Googles Browser Chrome. Und dass den heutzutage nicht mehr alle Nutzer installiert haben, ist den Entwicklern wohl entgangen. Ich weiß auch gar nicht, was da der technische Hintergrund sein soll. Warum braucht es für den Login unbedingt Chrome? Das spricht nicht gerade für die Entwickler. Und noch schlechter ist es, dass das in Tests nicht aufgefallen ist. Aber absolut unterirdisch ist es, dass entsprechende Fehlermeldung seit mehreren Monaten ignoriert werden.

Also kurz Chrome installiert, Login funktioniert, Chrome deinstalliert. – Was für ein Mist!

Wechseln wir also zur nächsten Weltmarke: Volkswagen.

Ich fahre ja seit ca. 1,5 Jahren einen VW E-Up. Für das Fahrzeug gibt es zwei relevante Apps, deren Funktionsumfang und Nutzen für den Fahrer zunächst unklar sind, selbst die Autoverkäufer sind da nicht so im Bilde. Vertriebler halt. Erstens “Maps and More” und zweitens “We Connect”. Was die Information um die Apps nicht leichter macht, ist die Tatsache, dass in älteren Artikeln die “We Connect”-App noch als “Car Net” bezeichnet wird. “Car Net” ist heute aber der Begriff für die VW-Online-Plattform. Die erste App wird als Infotainment-System angepriesen. Ja, kann man dafür nutzen, Musik und Navigation. Muss man aber nicht. Was die App allerdings zwingend macht, ist dass man bestimmte Einstellungen am Fahrzeug, z.B. über das Ladeverhalten, nicht direkt im Auto, sondern eben nur über die App einstellen kann. Das ist tatsächlich der einzige Grund, warum ich diese App hin und wieder starte.

So, wozu braucht man also die WeConnect-App? Darüber kann man auch die erwähnten Einstellungen vornehmen, aber auch aus der Ferne. Dazu kommuniziert die App mit Servern von VW, die wiederum über die E-Sim eine Verbindung zum Auto aufbauen. Um diesen Service und die App nutzen zu können, muss man ein kostenpflichtiges Abo abschließen. Die ersten 12 Monate sind als Testzeitraum kostenlos, danach verlangt VW für ein Jahr 99 (!) Euro. Es gibt eine einzige sinnvolle Funktion in der App. Und zwar kann man das Auto aus der Ferne vorklimatisieren. Leider ging das in der Praxis fast nie, da es meistens Verbindungsprobleme gegeben hat und wenn es dann mal geklappt hat, auch mehrere Minuten dauerte, bis man diese Einstellung vornehmen konnte. Keine Ahnung, ob die App so schlecht programmiert ist, ob die Server überlastet sind oder beides. Auf jeden Fall alles andere, als ein Aushängeschild für den Weltkonzern. Zumal gerade solche Zusatzdienste doch immer erwähnt werden, wenn die Hersteller mehr Umsatz generieren wollen.

Aber selbst wenn man sich für das kostenpflichtige Abo entscheidet, was ich natürlich nicht gemacht habe, wird es dem Kunden ausgesprochen schwer gemacht, das Paket zu buchen.

Man loggt sich auf der VW-Seite mit seinen Kundendaten ein und sieht dort genau sein Fahrzeug, exakt so, wie man es gekauft hat, mit allen entsprechenden Ausstattungsmerkmalen und der Fahrzeug-ID. Dort gibt es einen Link, über den man sein Abo bestellen kann. Folgt man dem Link in den Shop, ist plötzlich nichts mehr über das Fahrzeug bekannt. Es werden dort Abo-Pakete mit Funktionen angeboten, die mein Auto gar nicht unterstützt. Außerdem ist das Ganz soo dermaßen unübersichtlich gestaltet *, dass man keinen richtigen Überblick darüber bekommt, welches Paket mit welchem Fahrzeug welche Funktionen anbietet.

Normalerweise hat sich ja durch gesetzt, dass man Tabellen erstellt, in denen man verschiedene Varianten gegenüberstellt. Z.B. bei Software, da gibt es die Light-Versionen, die Standard-, die Plus- und die Super-Plus-Variante. Auf einen Blick kann man sehen, was man für welchen Preis bekommt. Nicht so bei VW. Es gibt zwar auch eine Tabelle, die aber nicht sortiert ist und halt auch Pakete beinhaltet, die für mich gar nicht nutzbar sind. In einer Fußnote stand, dass die Funktionen die ich nutzen könnte kostenlos seien. Das bezog sich aber auch ein anderes kostenpflichtiges Paket.

Manchmal wird der Kunde ja absichtlich in die Irre geführt, um ein unnützes oder zu teures Produkt zu kaufen. Hier wird der Kunde aber so verwirrt, dass er lieber gar nichts kauft.

Warum ist das alles so schlecht? Wie gesagt, das ist doch ein neues Geschäftsfeld, mit dem VW zusätzlichen Umsatz machen will. Waren denn da nur Anfänger am Werk? Im Online-Marketing wird doch so gerne das “Nutzererlebnis” zitiert. Warum hat hier niemand auf ein positives “Erlebnis” geachtet.

Also eine App, die nicht funktioniert soll in einem irreführenden Online-Shop verkauft werden. – Wer kann dazu schon “Ja” sagen?

* Stand Juli 2022


Update 07.11.2022

Zumindest der DFB hat nur wenige Monate nach den ersten Meldungen das Problem wohl behoben. Immerhin schreiben Sie:

Liebe TEAMPUNKT-User, mit dieser Version haben wir aufgetretene Log-In-Probleme bei bestimmten Browser-Versionen behoben. Viele Dank für eure Unterstützung und Geduld, das TEAMPUNKT-Team

Release Notes DFB-Teampunkt-App

Ausprobiert habe ich das aber nicht.

1,75 von 3

Letztes Jahr schrieb ich ja ich von drei Dingen, die ich diese Jahr erwarte:

Ein Teil ist mittlerweile zu 100% erfüllt; den E-Up konnte ich Ende April abholen und bin bisher damit zufrieden.

Impfstoffe gibt es auch schon mehrere, wenn auch noch nicht in ausreichender Menge. Meinen ersten Impftermin habe ich bereits wahrgenommen und der zweite steht auch bald an. Also ist das, zumindest für mich, zu 75% abgehakt. Ob und wann die Kinder (>12) dran sind, steht aktuell aber noch in den Sternen.

Das dritte Thema ist der extrem zähe Glasfaserausbau. Letzte Info vom Anbieter war vom 01. März. Dort hat man erklärt, dass noch die Genehmigung für die Unterquerung einer Bahntrasse nötig sei. Ich frage mich ernsthaft, warum dieses Unternehmen erst jetzt auf die Idee kommt, dass so eine Genehmigung von Nöten ist. Und es ist nicht das erste Mal, das noch irgendwelche Zustimmungen oder Grunderwerb fehlt oder nicht erwartete Ausschreibungen verzögerten das Projekt.

Das Unternehmen (TNG) hat laut eigener Website bereits mehrere Glasfaserprojekte umgesetzt, da müsste doch entsprechendes Fachwissen vorliegen. Und der Auftraggeber (Zweckverband Ostholstein (ZVO)) und Partner ist sei Jahrzehnten DER regionale Ver- und Entsorger. Wenn die sich nicht mit Tiefbau, Ausschreibungen und Genehmigungen auskennen, wer dann?

Auf jeden Fall hat man Anfang März angekündigt, dass die Hausinstallationen schon vorgenommen werden und dann nur noch das fehlende Stück unter den Bahnscheinen eingefügt werden soll. Letzte Woche habe ich auch tatsächlich Mitarbeiter des Elektrounternehmens gesehen, die vor Ort die Hausanschlüsse installieren sollen.

Wer weiß, vielleicht kann auch dieses Projekt im Jahre 2021 endlich zu Ende gebracht werden?

Start in die E-Mobilität

Bereits im Juli habe ich mir den E-Up von WV bestellt. Das ist dann mittlerweile mein achtes Auto, aber erst mein zweiter Neuwagen. Ich habe mir vor allem immer Autos gekauft, die günstig in der Anschaffung und günstig im Unterhalt waren. Das waren nun mal meistens gebrauchte Kleinwagen. In der Regel habe ich sie dann so lange genutzt, wie es ging bzw. wirtschaftlich vertretbar war. Irgendwann werden die Reparaturen einfach zu viel.

Vor etwa 15 Jahren hat ich mal tief in die Tasche gegriffen und mir einen Neuwagen zugelegt. Es war ein Toyota Yaris, mit dem ich leider nicht ganz so viel Glück hatte. Es gab zwei oder drei Rückrufaktionen, dann ein Defekt an der Lichtmaschine und ein defektes Steuergerät für ABS, ESP und so. Da war alles mindestens irgendwie mit Aufwand verbunden, aber auch viel Ärger und auch Geld. Teilweise kam Toyota mir auf Kulanzbasis entgegen, aber es war nicht diese Probelemlosigkeit die ich mir von einem Neuwagen erhofft hatte. Verkauft habe ich ihn dann aber, weil Familiennachwuchs dafür gesorgt hat, dass eine große Familienkutsche her musste. Die finanziellen Mittel kamen durch den Verkauf des Yaris. Wir haben hier zwei Autos, ich bin dann wieder auf einen Kleinwagen umgestiegen, da ich diesen meistens nur für Pendelfahrten zur Arbeit nutze.

Und genau dafür passt der E-Up prima.

Mein jetziges Auto kann mal als Fehlkauf bezeichnen. Da stimmt so vieles nicht. Ich fahre ihn zwar erst seit zwei Jahren bin aber in mehreren Punkten unzufrieden, obwohl ich eigentlich nicht sehr anspruchsvoll bin. Ein Auto soll mit vor allem von A nach B bringen. Es gab also einen gewissen Leidensdruck, aber Neukauf stand nicht unbedingt im Raum.

Die Idee von einem Elektroauto fand ich schon spannend, nur die Preise, selbst für Kleinstwagen waren für mich utopisch. Irgendwann erzählte mir jemand von dem E-Up und dass der so günstig ist, durch die entsprechende Förderung, die ja dieses Jahr noch deutlich erhöht wurde. Ich musste erst einmal verstehen, wie das alles mit den verschiedenen Töpfen (Hersteller- und Bundeszuschuss) zusammenhängt und dann kam ich zum Schluss, dass das ganze recht attraktiv klingt. Ein wenig Internetrecherche, Besuch beim Händler und Probefahrt haben mich überzeugt. Ich dachte mir, wenn ich bei diesen enormen Zuschüssen KEIN E-Auto kaufe, dann werde ich es in absehbarer Zeit wohl gar nicht tun.

Für meinen Einsatzzweck das echt ideal. Ich kann den Wagen einfach nachts zu Hause im Carport laden und mit der Batterieladung komme ich mehrere Tage aus. Zudem ist es sogar ein Viertürer, so dass auch die Kinder bequemer ein- und aussteigen können.

Der große Wermutstropfen ist allerdings die lange Lieferzeit. Mir wurde unverbindlich das zweite Quartal 2021 als Liefertermin genannt. Mittlerweile hat VW einen Bestellstopp verhängt, da sie mit der Produktion gar nicht mehr nachgekommen wären; und irgendwann wollen die ja auch ein mögliches Nachfolgermodell auf den Markt bringen.

Ich bin bei dem Termin aber noch skeptisch, da es durch Corona bestimmt noch die eine oder andere Verzögerung geben wird. Hauptsache ist nur, dass ich den Wagen bis zum 31.12.21 angemeldet habe; nur dann gibt es die entsprechenden Zuschüsse.

Ich habe also mittlerweile drei Sachen, die lange dauern und die hoffentlich nächstes Jahr kommen werden:

Mal sehen, was zuerst kommt.

Mit dem Kauf tue ich vor allem dem Volkswagen-Konzern etwas Gutes. Die verringern durch ein Elektroauto ihren durchschnittlichen CO2-Austoss und können so zwei SUVs mehr verkaufen, ohne dafür Strafzahlungen leisten zu müssen. Toll, nicht wahr? Da hüpft doch das Herz eines umweltbewussten Autokäufers.