Esoterik und Gravitationswellen

Ein Gedanke der mir schon vor ein paar Wochen in den Sinn gekommen ist, wollte ich jetzt mal zu Papier bringen niederschreiben.

Ich ja mal gespannt, wie die Esoterikszene die Gravitationswellen aufnehmen wird. Ich könnte mir dazu zwei Szenarien vorstellen, die sich zwar widersprechen aber trotzdem in der Esoszene gleichzeitig existieren können.

Zum einen kann ich mir vorstellen, daß Gravitationswellen als böse betrachtet werden. Daher muß man diese abschirmen. Erfindungsreiche Tüftler Gewissenlose Gauner werden dazu Gerätschaften und Abschirmdecken anbieten. Die Zutaten werden wohl die gleichen sein, die bei Esoterikern immer wieder vorkommen: Kristalle, Magneten, Kupferspulen, Kupferplatten, Alufolie, vielleicht noch ein paar lose Drähte und anderer nutzloses zeug. Das ganze wird dann zu astronomischen Preisen verkauft. Ja verkauft, nicht nur angeboten. So etwas wird tatsächlich auch gekauft.

Andererseits kann es auch passieren, daß Heilpraktiker Gravitationswellentherapien anbieten werden. Die werden sicherlich genauso wundervoll alle möglichen Krankheiten und Unheil beseitigen, wie bei so manch anderer „Therapie“. „Neueste wissenschaftliche Erkenntnisse“ wird dann in den Anzeigen stehen, aber es ist natürlich wieder nur Scharlatanerie, der versucht wird, einen wissenschaftlichen Anstrich zu geben. Daß Gravitationswellen nur durch Bewegung unglaublicher großer Massen zustande kommen, und daß die Auswirkungen unglaublich gering sind, wird die Esogläubigen aber nicht interessieren.

P.S. Ich habe überlegt, ob ich das hier überhaupt schreiben soll, oder ob ich damit die Scharlatane nicht auch neue dumme Ideen bringe. Aber ich denke, wer soviel kriminelle Energie hat, sich in diesem Bereich zu tummeln, der denkt sich sowieso ständig immer abstrusere Sachen aus. Ich brauch dann nur darauf verweisen, was ich hier Anfang März 2016 schon geschrieben habe.

 

Nachtrag 10.03.16

Es geht los: Gravitationswellen-Spiegelfänger

„Homöopathisches“ Getreide

Amaranth kannte ich bisher noch nicht. Dann habe ich gehört, es soll so ein Trendgetreide sein. Total gesund, weil so viel ja soo viel drin ist. Deswegen wird es auch gerne mal irgendwo beigemischt.

Auf dem „Babydream Früchtemüsli“ von Rossmann taucht es auch in der Zutatenliste auf; als letzte Position; noch nach Vitamin B1. In der Nährwerttabelle kann man nachlesen, daß 100g Müsli 1,2 mg Vitamin B1 enthalten. Der Wert von Amaranth muß also noch darunter liegen, wie weit kann man nicht erkennen. Aber selbst, wenn man davon ausgeht, daß alles Vitamin B1 zugesetzt ist, die anderen Zutaten also kein B1 enthalten, und das Vitamin und Amaranth fast gleich zugesetzt sind, kommt man auf folgende Werte:

1 kg Müsli enthält höchstens 12 mg Amaranth. 1 Tonne enthält somit, sage und schreibe, höchstens 12 Gramm Amaranth. Das ist ja schon fast als homöopathisch zu bezeichnen. Das wäre dann wohl D5.

Da bekommt man doch den Eindruck, daß Rossmann das Amaranth nur zugefügt hat, weil es gerade trendy ist. Einen Geschmacks- oder Gesundheitsvorteil erreicht man so bestimmt nicht. Übrigens wird Amaranth auch als Fuchsschwanzgewächs bezeichnet. Was der Fuchsschwanz am Manta war, ist heute das Amaranth im „Babydream Früchtemüsli“. Überflüssig und nur zum Angeben.

Ärztin wendet sich von der Homöopathie ab

Eine Ärztin, die in Ihrer Praxis Homöopathie einsetzte, wollte ein Buch über Homöopathie schreiben. Bei den Recherchen fand sie heraus, das diese Methode, außer dem Placeboeffekt, keine Wirkung hat. – Was für ein Wunder. – Wer hätte damit gerechnet?

Nun hat sie sich von der Homöopathie abgewandt. Gut so!

Vielleicht sollten ein paar mehr Menschen, die Homöopathie einsetzen oder nutzen, sich mal ein wenig besser informieren, vielleicht kommen sie dann auch zu der Erkenntnis das Homöopathie eigentlich nichts anderes ist, als Quacksalberei.

 

keine Kostenübernahme der GKV für Homöopathie

Ich bin dafür daß es den gesetzlichen Krankenkassen verboten wird, heilpraktische Leistungen zu übernehmen, deren Wirksamkeit nachweislich nicht über den von Placebos liegt.

Gerade die Homöopathie erhält immer noch mehr Zulauf, obwohl es, nicht nur in meinen Augen, nicht mehr als Quacksalberei und Scharlatanerie ist. Es gibt keinen wissenschaftlichen Beleg, daß Homöopathie bessere Behandlungsergebnisse liefert, als die Behandlung mit Placebos. Homöopathie ist mittlerweile auch ein Riesenmarkt. Hunderte Millionen Euro Umsatz, allein in Deutschland. Und davon wird ein Teil, durch die gesetzlich Krankenversicherungen und somit von den Versicherten, also einen Großteil der Bevölkerung bezahlt.

Leider stehen die Kassen im Wettbewerb und manche Kasse versucht sich dadurch abzugrenzen bestimmte zusätzliche Leistungen zu übernehmen. Ich finde das grundsätzlich nicht schlimm, aber es sollten Leistungen sein, die nachweislich auch einen medizinischen Nutzen bringen. Homöopathie gehört definitiv nicht dazu.

Wer hofft, mit Zuckerkügelchen eine medizinische Wirkung zu erzielen, darf sich diese gerne kaufen; auf eigene Kosten.

homöopathische Cola

Letztens habe ich eine Getränkeflasche ausgespült, um dort Wasser reinzufüllen. Dabei habe ich sie mit Wasser gefüllt, geschüttelt und ausgekippt. Diesen Vorgang habe ich mehrmals wiederholt, um keine anderen Getränkereste mehr drinzuhaben. Dann ist mir aber aufgefallen, daß ich ja gerade nichts anderes gemacht habe, als die Hersteller von Homöopathischen Mitteln. Nun hatte ich also homöopathische Cola. Ich überlegte dann, was wohl passiert, wenn jemand diese homöopathische Cola trinken würde? Würde er einen Zuckerschock bekommen oder würde er aufgrund einer Koffeinüberdosis Herzrprobleme bekommen? Ich glaube er würde sagen: „Oh, leckeres klares Wasser!“

Was ich mich dann aber doch gefragt habe: Wie reinigen die Hersteller von homöopathischen Mitteln eigentlich ihre Geräte?

Eigentlich frage ich mich ja, ob die Hersteller eigentlich tatsächlich den ganzen Aufwand mit dem Verdünnen betreiben, oder ob sie die Zuckerkügelchen nicht einfach so verpacken. Feststellen wird man das bei den meisten „Potenzen“ sowieso nicht können.