Nullnachrichten im Sekundentakt

Wenn ein Flugzeug abstürzt und viele Menschen sterben, ist das schlimm. Punkt.

Was aber in den letzten Tagen in/mit den Medien passiert ist aber auch schlimm. Es ist erstaunlich wie viele Liveticker, Nachrichtensendungen und Online-Nachrichten-Seiten mit „Nachrichten“ gefüllt werden, die in Wirklichkeit keine sind, weil sie null Informationen enthalten. Dann werden alle möglichen Leute (sogenannte Experten), die doch bitte ein Statement abgeben sollen. Die guten „Experten“ wiederholen sich, daß sie aufgrund der ungewissen Faktenlage noch nichts sagen können, die weniger guten „Experten“ kommen mit wilden Theorien, Vermutungen und malen aus, wie die Situation in den letzten Minuten im Flugzeug gewesen sein könnte.

Gerade die Online-Medien, bei denen jeder Klick, Geld bedeuet, werden bestimmt nicht das Tempo in der Berichterstattung herunterfahren und einfach mal nicht publizieren, wenn es nicht zu publizieren.

„Ein Terroranschlag kann ausgeschlossen werden“

Was ist das für eine Welt, in der es Leute gibt, die bei jeder Katastrophe einen Terroranschlag vermuten?

Was ist das für eine Welt, in der es Leute gibt, die meinen sagen, zu müssen, daß es kein Terroranschlag war?

Unglücke und Katastrophen passieren nun mal und passierten früher und werden auch in der Zukunft passieren. Warum muß denn immer gleich ein Terroranschlag vermutet werden? Das Verneinen eines Terroranschlages ist aber auch nicht besser, da es die Vermutung voraussetzt.

Wir leben in Deutschland in einer Situation, in der der Terror glücklicherweise praktisch keine Rolle spielt. Lebte ich im z.b. Irak oder Syrien, sähe das ganz anders aus.

Wenn sich nun aber wieder alle „Sicherheitsexperten“, Innenminister und Polizeichefs hinstellen und von sich aus einen Terroranschlag verneinen, sorgt das nicht für Ruhe in der Bevölkerung, sondern es beunruhigt, da man mit dieser Aussage impliziert, daß ein Anschlag theoretisch denkbar wäre.

homöopathische Cola

Letztens habe ich eine Getränkeflasche ausgespült, um dort Wasser reinzufüllen. Dabei habe ich sie mit Wasser gefüllt, geschüttelt und ausgekippt. Diesen Vorgang habe ich mehrmals wiederholt, um keine anderen Getränkereste mehr drinzuhaben. Dann ist mir aber aufgefallen, daß ich ja gerade nichts anderes gemacht habe, als die Hersteller von Homöopathischen Mitteln. Nun hatte ich also homöopathische Cola. Ich überlegte dann, was wohl passiert, wenn jemand diese homöopathische Cola trinken würde? Würde er einen Zuckerschock bekommen oder würde er aufgrund einer Koffeinüberdosis Herzrprobleme bekommen? Ich glaube er würde sagen: „Oh, leckeres klares Wasser!“

Was ich mich dann aber doch gefragt habe: Wie reinigen die Hersteller von homöopathischen Mitteln eigentlich ihre Geräte?

Eigentlich frage ich mich ja, ob die Hersteller eigentlich tatsächlich den ganzen Aufwand mit dem Verdünnen betreiben, oder ob sie die Zuckerkügelchen nicht einfach so verpacken. Feststellen wird man das bei den meisten „Potenzen“ sowieso nicht können.

Kinder von Migranten in den Kindergarten

Ich wohne auf dem Dorf, und dort gibt es wenig Menschen mit Migrationshintergrund. Das ist schade. Denn so kann man nicht das Zusammenleben von unterschiedlichen Menschen erlernen. Deswegen gab es ja ausgerechnet in Dresden die PEGIDA-Bewegung, obwohl in Dresden verhältnismäßig wenige Muslime leben. Was man nicht kennt, kann irrationale Ängste schüren.

Ich möchte alle Eltern mit Migrationshintergrund bitten, Ihre Kinder doch bitte in den Kindergarten und/oder Krippe zu bringen. Das bringt uns allen was. Es gibt leider immer noch viele Migrantenkinder, die zur Einschulung nicht richtig deutsch sprechen können. Wenn Sie allerdings schon früh im Kindergarten sind, lernen Sie deutsch spielerisch nebenbei. Dann haben sie auch bessere Voraussetzungen in der Schullaufbahn.

Außerdem lernen dann deutsche Kinder, wie vielfältig die Menschen sind und sehen diese nicht mehr als Fremde, sondern als Freunde.

Ich denke, man sollte es irgendwie unterstützen, daß jedes Kind, egal welcher Herkunft, in den Kindergarten geht. Denn dort wird das Kind nicht nur abgeben, oder es wird nur gespielt, nein die Erzieherinnen tun da ihren Job und leisten wichtige Erziehungsarbeit, die die Eltern alleine nicht leisten können. „Herdprämien“ sind dafür nur kontraproduktiv.

Ja zum Chlorhuhn, aber Nein zu TTIP

Warum sich 50{506c7052c0d1e6d7d0d582ecf9d4bc2f198ab033d253b9b30fe0e3269a48e1b8} der öffentlichen Debatte um TTIP ums Chlorhühnchen dreht, verstehe ich nicht.

Wenn sich mal jemand damit beschäftigt, wird er feststellen, daß das Chlorhuhn gar nicht so ekelig ist, wie oft behauptet. Die toten Hühner werden kurz mit Chlordioxid desinfiziert, um insbesondere Salmonellen abzutöten. Eine Erkrankung an Salonellen ist ekelig (und gefährlich), aber nicht das Chlorhuhn.

Man sollte sich von solchen „Nebenschauplätzen“ nicht ablenken lassen, sondern TTIP im Ganzen und im Speziellen hinterfragen. Aber bitte nicht mit dem Chlorhuhn. Und die TTIP-Gegner würden sich auch einen Gefallen tun, das arme tote Huhn nicht noch weiter zu instrumentalisieren.

Adblocker erhöhen die Sicherheit im Straßenverkehr

Ich nutze Adblocker, da meine Internetverbindung relativ langsam ist und da es die Werbeindustrie irgendwann mal übertrieben hat und mir den eigentlichen Inhalt schwer zugänglich machte.

Außerdem erhöhe ich mit dem Adblocker die Sicherheit im Straßenverkehr. Schließlich ist aktuell DAS Argument vieler Organisationen, wenn sie gegen die Netzneutralität sind.

Ich halte die Leitungen frei (von Werbung) und somit ist Platz für die Daten von autonomen Fahrzeugen. Wobei autonome Fahrzeuge auch wirklich so autonom sein sollten, daß sie ohne Netzverbindung unfallfrei fahren können. Ansonsten sollten man in Mecklenburg-Vorpommern entsprechende Fahrverbotszonen für selbstfahrende Autos aussprechen.

Angemessenheit der Mittel

Irgendwie hat man immer häufiger das Gefühl, daß die Staatsgewalt „ein wenig“ überreagiert.

Letzte Woche hörte ich im Radio, daß in Hamburg U- und S-Bahnen, sowie der Fernbahnverkehr gestoppt wurden, weil man einen flüchtigen Bankräuber schnappen wollte. Außerdem war ein Polizeihubschrauber im Einsatz und laut Polizeisprecher „alles was man übrig hatte“.

Da denkt man ja gleich, die Polizei jagt eine schwerbewaffnete Bande die Millionenbeute gemacht hat. Allerdings war es tatsächlich ein unbewaffneter Obdachloser, der nur eine „geringe Menge“ Bargeld erbeutet hat. Wie war das doch gleich mit den Kanonen und den Spatzen?

Und am Wochenende wurde mal wieder Terrorangst geschürt; diesmal in Bremen. Großaufgebote der Polizei, großräumige Absperrungen. „Konkrete Hinweise“, Bla bla bla. Es wurden zwei Personen festgenommen, wurden aber später wieder freigelassen, die vermuteten Waffen wurden auch nicht gefunden.

Macht ruhig weiter so! Dann werden endlich bald alle merken, wer es ist, der tatsächlich Angst verbreitet. Es sind keine Terroristen, sondern unsere Politiker und „Sicherheitsbehörden“. Diese schränken uns in unserer Freiheit ein!

Oppositionelle in Russland

In Russland gegen Putin zu sein, und dieses öffentlich zu sagen ist lebensgefährlich.

Wenn man Glück hat, wird man nur zu Lagerhaft verurteilt. Die Gründe für die Verurteilung sind oft an den Haaren herbeigezogen. Wie überall, kann man auch Regierungsgegner vorwerfen, sie seien gegen den Staat und Terroristen. Diese Terroristenmasche haben auch schon die Nazis benutzt.

Keine Ahnung wer regelmäßig Regierungskritiker umbringen bzw. umbringen läßt. Ob Putin selbst daran beteiligt ist, lasse ich mal offen. Klar ist nur, daß es wahrscheinlich Leute sind, die Interesse daran haben, daß Putin an der Macht bleibt, weil sie Angst haben, daß sie unter einer anderen Regierung (persönliche) Einschränkungen befürchten. Also wahrscheinlich Verlust von Geld und/oder Macht.

Klar ist, daß das in einem demokratischem Staat nicht vorkommen darf. Der Staat hat auch Andersdenkende zu schützen.

Mehr Transparenz erfordert mehr Journalismus

Ich bin für Transparenz. Aber wenn wirklich alles von der Politik und der Verwaltung veröffentlicht wird, ist es schwierig auch nur einem Thema umfassend zu folgen. Ich habe am Donnerstag den Liveblog von netzpoltik.org zum NSA-BND-Untersuchungsausschuß verfolgt und es war schwierig allem zu folgen und alles zu verstehen.

Man braucht Leute die einem die Informationsberge zusammenfassen. Am besten mehrere Leute, damit man unterschiedliche Ansichten hat. Und genau diese Leute sind Journalisten.

Aber der Journalismus steckt in der Krise. Zeitungen werden zusammengelegt und sterben, in den Redaktionen sitzen immer mehr Praktikanten oder Freiberufler, die für ihre Arbeit immer weniger Geld bekommen. Aber eigentlich müßte das doch die große Zeit von Journalisten werden. Aber die Finanzierung ist halt das Problem. Für Online will keiner was bezahlen, Onlinewerbung nervt aber auch, Zeitungen kommen bei jungen Menschen nicht mehr an. Im Radio nur gibt es nur ein einen Sender (Deutschlandradio) der mal tiefer in ein Thema einsteigt. Ansonsten gibt es nur Informationshäppchen. Selten mehr als vier Sätze zu einem Thema. Die Fernsehnachrichten der privaten Anbieter finde ich schlecht, oft nur oberflächlich und dafür emotionsgeladen. Die Öffentlich-Rechtlichen sind da viel besser, verspielen aber auch viel Potenzial. die Hauptnachrichtensendungen sind OK. Tiefere Informationen gibt aber auch nur selten. „Brennpunkte“ werden zwar immer mal dazwischen geschoben, leider bringen die oft aber nur wenig Zusatzinformationen. Magazinsendungen werden in den Hauptprogrammen seit vielen Jahren immer mehr gekürzt. Auf den Spartensendern wie „Phoenix“ oder „Tagesschau24“ laufen oft genug (gekaufte) Reportagen in der Dauerschleife, auch wenn es gerade wichtige Ereignisse gibt.

Ich finde daß sich der öffentlich-rechtliche Rundfunk eher auf Informationen und Bildung konzentrieren sollte. Unterhaltung können auch die Privaten bieten. Ein gegenseitiges Überbieten, wenn es um Sportangebote gibt, nützt auch nicht wirklich.

Im Printbereich sehe ich die Tageszeitung tatsächlich relativ chancelos. Einzig im Lokaljournalismus sehe ich eine Nische. Ansonsten könnten Wochenzeitungen und Zeitschriften (ob nun gedruckt oder als E-Paper), meiner Meinung nach eine Chance haben, wenn sie sich auf wirklich guten Journalismus konzentrieren, mit ausgebildetem Personal, und auch Hintergrundberichte liefern.