Die KI wird uns alle umbringen

Der KI-Hype wird immer schlimmer. Seit ein paar Jahren drehen alle Investoren durch. Seit ChatGPT veröffentlicht wurde, ist anscheinend unendlich viel Geld dar. Hunderte Milliarden werden in KI-Firmen, Chip-Hersteller oder Rechenzentrumsbetreiber gepumpt. Alle wollen sie dabei sei, alle wollen sie am Ende das Geschäft ihres Lebens machen. Es scheint keine Grenzen zu geben, alles scheint machbar. Riesige Komplexe von Rechenzentren werden aus dem Boden gestampft. Strom kommt entweder aus reaktivierten Kernkraftwerken oder man baut gleich Reihen von Gasgeneratoren neben die Rechenzentren. Das Kühlwasser? Wird irgendwo hergeholt. Egal ob es dann woanders fehlt.

Aber egal, dann erzählt man einfach, dass man mittels KI ja die Energiewende schaffen und den Klimawandel stoppen könnte. Ne, die Energiewende scheitert nicht am Wissen, sondern am Wollen. Die Techniken sind bekannt und vorhanden. Für eine Lösung muss man nicht noch mehr fossile Energieträger verbrennen.

Der ganze Ausbau von KI-Rechenzentren passiert in einem unglaublichen Tempo. Dabei haben die eigentlichen KI-Anbieter noch nicht einen Cent Gewinn gemacht. Egal, es wird ja auf die Zukunft gewettet. Schließlich soll das die DIE Technologie sein, die demnächst alles erledigt. Dann brauchen die Firmen keine Mitarbeiter mehr. Alles wird durch künstliche Intelligenz erledigt. So jedenfalls die Vorstellung.

Nur: wenn es keine Angestellten gibt, wer soll denn am Ende all die schönen Sachen kaufen, die dank KI ohne menschliche Hilfe produziert werden? Bei den AI-Bros scheint es keine Menschen zu geben, die auch nur einen Hauch von Volkswirtschaft verstehen.

Ich halte die ganze Euphorie um die KI für maßlos übertrieben. Ja, die Sprachmodelle können viel. Nur kranken sie an manch grundlegenden Problemen. Die Modelle präsentieren einfach souverän ihre Antwort, auch wenn die Fakten völlig falsch sind. Die neuen Modelle liefern sogar noch die falschen Quellen dazu. Aber solche Blendermentalität ist ja in vielen Führungskreisen gern gesehen.

Und plötzlich scheint Diebstahl von geistigem Eigentum völlig legitim, nachdem früher jeder Schüler der ein paar Songs über Napster getauscht hat, eine kostenpflichtige Massenabmahnung bekommen hat.

Nun grasen Scraper das komplette Internet ab und sacken alles ein, was sie zu fassen bekommen; als Trainingsdaten für die KI-Modelle. Und die gehen richtig dumm vor. So werden etwa seit einiger Zeit die Server von OpenStreetMap (OSM) massiv von diesen Scrapern belastet. Die KI-Modelle brauchen ja Input, also einfach alles saugen. Dabei gibt es OSM den kompletten Datenbestand in einem kompakten (aktuell 87 GB) Dump zu runterladen. Völlig kostenfrei. Sind ja freie Daten. Aber so etwas kommt in den Hirnen der AI-Bros wohl nicht vor. Und man müsste sich auch Gedanken machen. Also lieber alle Server im Internet belasten. Deswegen sieht man ja immer mehr Captchas, etwa von Cloudflare, bevor man überhaupt von dem Webserver was sieht.

Wer mit offenen Augen durch das Internet wandert, wird merken, dass ein großer Teil von Websites mittlerweile nur noch KI-generierten Schrott ausliefern. Auch Medienhäuser bedienen sich KI-Tools. Und dieser KI-generierte Schrott wird wieder als Input für neue und größere KI-Modelle als Training genutzt. Wenn das nicht raus gefiltert wird, werden die Modelle dann immer schlechter.

Zwischendurch gab es Unternehmen, die ihre Mitarbeiter angehalten haben, man solle möglichst viel KI einsetzen; das sogenannte Tokenmaxxing. Für was und was am Ende herauskommt, ist zweitrangig. Man setzt einfach darauf, dass KI schon was Gutes liefern wird und man will ja besser sein als Konkurrenten, als ganz viel KI auf das eigene Produkt werfen.

Viele Unternehmen haben dann aber doch festgestellt, dass dieses Prinzip vielleicht doch nicht so gut ist und einfach nur eine Menge Geld kostet.

Ich denke, es ist auch nicht sinnvoll, überall KI-Tools einzusetzen. Das wird bei uns Menschen am Ende zu einem Verlust von Fähigkeiten führen. Wer denkt denn schon nach, wenn eine Antwort in beliebiger Tiefe nur einen Prompt entfernt ist? Ob die Antwort stimmt oder nicht, können wir dann nicht mehr beurteilen. Die Menschheit wird verdummen.

Wir werden auch nicht mehr wissen, was wahr oder falsch ist. Massenhaft erzeugte Videos oder Bilder werden das Internet überschwemmen. Ob nun als „Spaßvideos“ oder gezielte Desinformation.

Und mit der IT-Sicherheit wird auch nicht mehr so gut aussehen. Aktuell werden massenhaft mehr oder weniger kritische Sicherheitslücken in praktisch jeder Software durch KI-Modelle gefunden. Dabei darf man ruhig bezweifeln, dass alle Lücken gemeldet und behoben werden.

Zeitweise wurden einige Modelle ja als so gefährlich eingestuft, dass der Zugang von der US-Regierung gesperrt wurde. Natürlich nur Nicht-US-Bürger; das sind ja alles potentielle Terroristen, während so ein US-Bürger niemals etwas Böses im Schilde führen würde.

Ganz „toll“ sind ja auch KI-Agenten. Das sind Chat-Bots, denen man die Möglichkeit gibt andere Ressourcen eines Systems nutzen. Also etwa Zugriff auf Dateien und Programme auf einen Computer. Man stellt dem Agenten eine Aufgabe und die soll er irgendwie mit den eingeräumten Rechten lösen. Wie er das schafft und ob das Ergebnis das Gewünschte ist, ist wie immer bei KI-Einsatz fraglich.

Wenn es selbst die größten Anbieter OpenAI und Anthropic nicht schaffen, ihre eigenen Modelle in Testumgebungen unter definierten Bedingungen unter Kontrolle halten und andere Unternehmen schädigen, dann sollte man davon wirklich absehen, einem Chat-Bot mehr Kontrolle über Systeme zu geben. Ich finde, KI-Agenten sind Schadsoftware, die man selbst installiert. Damit sind sämtliche IT-Sicherheitsregeln und -maßnahmen hinfällig. Und es gab ja auch immer wieder Meldungen, wo ein KI-Agent mal so eine Produktivdatenbank eines Unternehmens gelöscht hat.

Aber alle schreien „Hurra“ und loben die neue Technik und dann werden noch mal ein paar hundert Milliarden in KI-Markt hineingepumpt. Man will ja dabei sein und nicht zu spät kommen. Das Ganze ist so absurd. Die Erwartungen sind so dermaßen hoch, dass eigentlich Jedem klar sein sollte, dass das Ganze nicht funktionieren kann. Die einzigen, die Reibach machen sind Nvidia. Die verkaufen ihr Chips zu Mondpreisen. Allerdings stecken sie einen Teil des Geldes dann auch wieder in die KI-Unternehmen, damit diese wieder Nvidia-Chips kaufen können. Hurra! Wir haben ein wirtschaftliches Perpetuum Mobile erfunden.

Es bliebt ja auch die Frage, womit am Ende Geld verdient werden soll. Es man bereits KI-Modelle, die man runter laden und auf eigener Hardware betreiben kann (z.B. mittels LM Studio). Das sollte auch immer die bevorzugte Lösung sein, denn so bleiben die eigenen Daten privat. Alles was man den KI-Firmen irgendwie als Input hinwirft kann und wird weitergenutzt.

Ich persönlich hoffe, dass die KI-Blase demnächst platzt und alle Investoren mal zurück in die Realität geholt werden. Dass die RAM-Preise für Endverbraucher sich dann zügig wieder normalisieren (sie haben sich in den letzten 12 Monaten vervierfacht) wird ja trotzdem bezweifelt. Die Hersteller haben ihre Produktion schon die nächsten 12 Monate oder mehr praktisch nur auf Speicher ausgelegt, der in KI-Rechenzentren genutzt werden kann.

Und dann muss man sich mal überlegen, wer eigentlich hinter dem KI-Hype steht. Wer will davon profitieren? Es vor allem die üblichen Tech-Bros und Milliardäre. Und wenn die etwas so sehr wollen, dann kann man sich ziemlich sicher sein, dass es nicht gut für die Menschheit sein wird.

Fassen wir also zusammen:

  • Massenhaft Energie und Ressourcen werden in KI-Rechenzentren gesteckt.
  • Es wird wahnsinnig viel Geld in KI-Unternehmen gepumpt, was woanders (z.B. Energiewende) sinnvoller investiert wäre.
  • Die Menschheit wird verdummen.
  • Desinformation wird überwiegen.
  • Die Machtposition der Tech-Elite verstärkt sich.
  • Unsere IT-Infrastruktur wird durch KI-Bots („Agenten“) zerstört.

Ich hoffe, dass KI-Blase möglichst bald platzt.

Maxi-Versionen

Musikalisch bin ich ja so in den 80ern aufgewachsen. Ich lieeebe Maxi-Versionen.
Wenn ich heute aktuelle Pop-Musik höre, wo die Songs wirklich nur noch im Ausnahmefall 3:00 Minuten lang sind (2:30 ist keine Seltenheit), dann denke ich mir oft, dass ich das auch nicht länger hören möchte. Die Lieder sind in sich so langweilig und wenig abwechslungsreich. Meistens ist die Quintessenz eines Songs nur eine Besonderheit im Gesang oder in der Instrumentierung. Dann wird halt das immer wieder wiederholt und das Lied schnell beendet, bevor das Ganze zu sehr nervt.

Ich habe jetzt gerade wieder eine Reihe 80er-Maxis angehört. Teilwiese 7:00 Minuten Stücke und länger. Von Songs die ich schon hunderte Male gehört habe. Aber diese 7 Minuten werden nicht langweilig. Die verschiedenen Elemente des Liedes werden immer wieder neu zusammengestellt und mit neuen Elementen ergänzt.

Wie eine Maxi-Version (englisch 12″ oder 12 inch) funktioniert wird auf spaßige Art in einer 10-Minuten-Version von „Rage Hard“ von Frankie Goes to Hollywood erklärt. Wobei hier eigentlich nur das Intro auf 7:20 Minuten ausgedehnt wird. Der Rest ist die normale Version des Liedes.

Hinweis: beim Anklicken des Videos oder des Links wird eine Verbindung zu Youtube aufgebautt

Frankie Goes to Hollywood – Rage Hard (Young Person’s Guide Into The 12 Inch Mix)(direkter Link zu Youtube)

Und wenn man sich selbst eine Maxi-Single oder Maxi-CD gekauft hatte, dann gab es nicht nur eine Version, sondern gleich mehrere. Ich glaube mein Rekord liegt bei 8 Versionen. Da waren nicht alle gut. Aber die Vielfalt war schon beeindruckend. Von „Häh? Das ist doch die normale Single-Version“ bis „Häh? Was hat das mit dem Lied zu tun“. Standard war Maxi-Version, Single-Version und Instrumental. Manchmal gab es sogar noch Remix-Maxis, auf denen noch weitere Mixe waren. Dafür dann ohne die Normal-Mixe.

Ich weiß nicht ob es heute noch so viele Mixe gibt. Mit Mix bringe heutzutage einfach nur eine neue Version eines Klassikers von Felix Jaehn, Robin Schulz oder so in Verbindung. Einfach etwas mehr „Bumm Tsching“ und schon hat man einen Hit, wie damals bei Jive Bunny.

Lügen-KI

Ab und zu nutze ich mal KI-Chatbots; immer mit dem Hintergundwissen, dass KIs halluzinieren und einen Bias haben. Ab und zu teste ich mal die Fähigkeiten der einzelnen Modelle. Meinen ersten Test hatt ich ja hier schon mal dokumentiert. Nun dachte ich dass es sich lohnen würde, meinen letzten Test mal zu veröffentlichen.

Kurz zur Einordnung: Ich nutze nicht die allerneuesten kostenpflichtigen KI-Modelle. Ich habe Zugriff auf die kostenlose Version von ChatGPT, sowie die Modelle, die bei duck.ai angeboten werden. Darunter sind ja auch einige Modelle, die ja „Quellen“ zu ihren Aussagen angeben.

Ich habe neulich die Aufzeichnung von Live Aid aus dem Jahre 1985 bei Youtube angesehen. Jedem der sich für Musik aus den 80ern interessiert und das noch nicht kennt, sei das dringend ans Herz gelegt. Es ist erstaunlich, wieviele Superstars dort aufgetreten sind.

Das brachte mich zu der Überlegung, welche Künstler bei DEN beiden musikalischen Mega-Events Live Aid und Woodstock-Festival aufgetreten sind. Es gibt nämlich welche.

Und das war meine Testaufgabe für die KI-Chatbots. „Welche Künstler sind sowohl beim Woodstock-Festival als auch bei Live Aid aufgetreten“

Und es war sehr ernüchternd. Kein einziges Modell lieferte eine korrekte Antwort, auch nicht bei konkreten Nachbohren. Mal wurde behauptet, es gäbe keine entsprechenden Künstler oder es wurden falsche genannt. Und die Modelle die „Quellenangaben“ lieferten, haben etwas völlig anderes geschrieben, als was wirklich in den „Quellen“ stand. Meist wurde auf die Wikipedia verlinkt. Ist ja grundsätzlich nicht verkehrt, aber wenn man es dann nicht schafft die beiden Listen auch direkt zu vergleichen, dann dauert es wohl noch ein wenig, bis die KI uns geistig überholt.

Tipp: Funfacts

Es gibt es ein neues informatives und lustiges Fomat in diesem „Internet“. Es heißt Funfacts und beschäftigt sich mit tagesaktuellen Themen. Sie nennen sich zwar Nachrichtenformat, ich ordne es aber eher als Satire ein. Das soll keine Ab- sondern eher eine Aufwertung sein. Ich finde, dass ganz oft nur noch Satiriker die richtigen Ein- und Ansichten. Dieter Nuhr, Mario Barth und Co. natürlich ausgeschlossen.

Also schaut mal rein: Hier geht es zu den Videos von Funfacts.

Man kann Funfacts auch unterstützen, indem man Teil der „Bande“ wird oder einfach zu den Aufzeichnungen kommt. Infos unter https://www.funfacts.de/

Alte Männer und die Wehrpflicht

Und mal wieder ein Generationenkonflikt: Vor zwei Wochen fanden in Deutschland Demos von überwiegend Schülern statt („Schulstreik“), bei denen gegen die Wiedereinführung der Wehrpflicht demonstriert wurde.

Man kann bei dem Thema durchaus unterschiedlicher Meinung sein. Weltpolitisch sind wir ja nicht mehr in den 90ern, in denen eine militärische Bedrohung für Deutschland praktisch nicht existierte.

Wenn ich mir allerdings die Kommentare im Internet ansehe, z.B. bei hl-live.de, dann würde ich schon aus Trotz gegen den Wehrdienst sein. Da wird von älteren Männern wieder auf den Jüngeren rumgehackt: alle faul, undankbar und Putin-freundlich. Selbstverständlich behaupten die Schreiber alle, dass sie selbst beim Bund waren und zwar noch „richtig lang“ (natürlich nicht so lang wie die Zivildienstleistenden, aber egal). Ob das nun stimmt, bezweifle ich mal stark, wenn ich gesehen habe, wer damals alles ausgemustert wurde oder die Dienstzeit nicht beendet hat. Stichwort „KZH bis DZE“ („Krank zu Hause, bis Dienstzeitende).

Außerdem sehen viele Kommentatoren die Bundeswehr auch als Erziehungsanstalt. – Ansichten aus dem Kaiserreich.

Warum sollten also junge Menschen ihr Leben riskieren, für ein Land in dem hauptsächlich nur noch alte Säcke leben, die einen auch noch beleidigen?

Ich hatte ja schon mal die Idee, nicht junge Menschen, sondern die Alten zur Bundeswehr zu schicken. Die sind doch alle so toll und haben so super viel Erfahrung. Könnte man doch bei der Bundeswehr sicherlich gut gebrauchen. Und wenn es dann tatsächlich mal zu einem Krieg kommt, sterben nicht die jungen Leute, die ihr Leben noch vor sich haben und Familien gründen wollen, sondern nur ein paar Rentenbezieher.

Aufgebrauchte Empathie

Als der völkerrechtswidrige Krieg der USA und Israel gegen den Iran begonnen hat, da haben noch Viele gesagt, dass sie mit dem iranischen Volk fühlen und für dessen Befreiung von dem streng religiösen und repressiven Regimes seien. Da wurde noch diskuitert, ob dieser Angriffskrieg aufgrund der schlechten Situation der iranischen Bevölkerung nicht doch irgendwie gerechtfertig sei.

Davon ist jetzt irgendwie nicht mehr die Rede. Stattdessen sind nun die hohen Benzinpreise die größte Sorge des deutschen Michels. Gefolgt von Sorgen um die Weltwirtschaft aufgrund der steigenden Energiepreise.

Wenn es an den Geldbeutel der Deutschen geht, dann sind iranische Bürger plötzlich egal.

Die neue Sau – Social-Media-Verbot für Jugendliche

Ich weiß gar nicht, wer die Diskussion in den letzten Tagen so angefacht hat, aber es gibt eine neue Sau, die durchs Dorf getrieben wird: Ein Verbot von Social-Media für Jugendliche.

Australien hat kürzlich damit angefangen und nun meinen einige Staaten, sie müssten diese umstrittene Maßnahme mal schnell übernehmen. Einfach mal machen. Hauptsache man macht was. Wofür oder wogegen weiß keiner so genau. Aber, wichtig, es geht um unsere Kinder. Wobei, eigentlich haben die Wenigsten, die so ein Verbot fordern tatsächlich Kinder im entsprechenden Alter.

Beim Alter geht es ja schon los mit der Uneingkeit. Meistens werden 16, 15 oder 14 Jahre als Altersgrenze gefordert.

Wie eine Altersüberprüfung rein technisch vonstatten gehen soll, ist auch noch unklar. In Australien konnten die Systeme durch ultrafieses Hacking, wie z.B. aufgemalte Bärte ausgetrickst werden.

Jetzt spriessen Startups aus dem Boden, die die Alterserkennung angeblich ohne Manipulationsmöglichkeiten anbieten. Etwa Border Age. Hier in einem „Interview“ mit dem Deutschlandfunk, dass eher wie eine Werbesendung klingt. Sie versrpechen 99% Genauigkeit. Also bei 100.000 Nuetzern 1.000 Fehler. Es klingt auch so, als hätten sie das Training ihrer KI nur mit jungen Menschen durchgeführt und nur in Frankreich. Sie müssen aber eigentlich auch mit älteren Menschen trainieren. Was nämlich Viele vergessen: Es muss ja das Alter von allen Nutzern überprüft werden. Jeder muss beweisen, dass er mindestens X Jahre alt ist, auch der 75-jährige Silver-Surfer.

Tatsächlich bietet der elektronische Personalausweis eine entsprechende, datenschutzfreundliche Möglichkeit an. Der Platformbetreiber muss ja nur wissen, ob eine Person über dem entsprechenden Alter ist. Die Abfrage des Personalausweises kann so gestaltet werden, dass eben nur diese Info weitergegeben wird. Kein Name, keine Adresse usw. Leider gibt es diese Möglichkeit auf der EU-Ebene nicht. Da gilt wie bei der Elektronischen Patientenakte: Alles oder nichts.

Aber jetzt fordert Friedrich Merz ja auch sogar eine Klarnamenpflicht im Internet. Passt doch alles gut zusammen. Komplettes Nackigmachen im Internet. Datenschutz war gestern. Und alles unter dem Deckmantel, Kinder zu schützen.

Ich sehe es eher so, dass Eltern und Schule den Kindern Medienkompetenz beibringen sollen. Eltern sollten sich um die installierten Apps auf den Geräten kümmern und die Medienzeit auf ein altersgemässes Niveau begrenzen.

Social Media birgt nicht nur Gefahren, es ist für viele junge Menschen DAS Kommunikationsmittel.

Vielleicht sollte man mal lieber Druck auf die Social-Media-Platformen machen, dass dort nicht extreme Meinungen besonders hoch gerankt werden und dass die Verbreitung von Fake-News verringert wird.

Davor sind nämlich auch viele Älteren nicht gefeit. Dazu zum Abschluss noch ein passender Link auf „Der Postillion“ „Die fallen auf jeden KI-Müll rein“ – Jugendliche fordern Social-Media-Verbot für Menschen über 40

Diesel-Dieter und die klimaschädlichen Elektroautos

Es gab doch mal vor Jahren einen Artikel, in dem behauptet wurde, ein Elektroauto sei erst bei einer Laufleistung von 80.000 km klimafreundlicher als ein Vebrenner. Vor allem wegen der Herstellung der Batterie. Da wurde ein Verbrenner-Kleinwagen mit einem Elekro-SUV verglichen. Das alleine zeigte schon die Seriösität dieser Untersuchung. Das hielt aber die Verbrenner-Freunde im Internet nicht davon ab, diese Erzählung weiterzuverbreiten.

Egal! Diesel-Dieter nimm das!

Foto: Tacho mit Kilometerstand: Gesamtwegstrecke 80225 km

X (ehemals Twitter) ist ein rechter Sumpf

Und zwar nicht nur wenn man in einer Filterblase steckt, sondern allgemein. Ich habe mal vor eingen Wochen einen X-Account erstellt. In einer frischen Browser-Umgebung, ohne Cookie, nur ein erfundener Name, ein beliebiges Geburtsdatum und eine Wegwerf-E-Mail-Adresse

Die ersten Tweets, die mir angezeigt wurden waren von:

  • Georg Pazderski (ehemaliges AfD-Mitglied) Er zeigt ein Interview mit JD Vance.
  • AfD
  • Elon Musk
  • Queru_lant (ekelhafter Hetz-Account)
  • Roland Tichy
  • Alice Weidel
  • Yvonne Kussmann (Journalistin, die fremdenfeindliche Motive bedient)

Was soll man von einer Plattform halten, die neue Nutzer so empfängt?

Ich habe nichts weiter gemacht und den Account gleich wieder gelöscht.

„Wir hatten keinen Fernseher“

Ich schrieb ja schon mal von Leuten, die erzählen, keinen Fernseher zu haben. Es gibt aber auch Menschen, die berichten, dass sie in der Kindheit nicht ferngesehen haben. Meistens mit dem Unterton, dass sie dadurch eine bessere Erziehung und Kindheit hatten.

Ich verstehe immer noch nicht, warum das Fernsehen schon immer so verteufelt wurde. Klar, kann man sich heute 24 Stunden am Tag Trash-TV reinziehen, dass ging auch schon vor 30 Jahren, aber es gab und gibt auch gute und lehrreiche Sendungen. Ich habe als Kind/Jugendlicher viele Sendungen gesehen, die mich nicht dümmer gemacht haben; eher im Gegenteil.

Bei Pusteblume (später Löwenzahn) wurde ich früh mit dem Thema Umweltschutz konfrontiert. Von meinem Elternhaus kam dazu eher wenig. Es gab da aber auch den „Umwelttip“, eine ganz kurze Sendung mit praxisnahen Tipps für ein umweltgerechtes Handeln.

Ebenso kurz, aber bekannter war Der 7. Sinn. Eine Sendung zur Verkehrssicherheit, vor allem für Autofahrer. Da habe ich neben einiger Verkehrsregeln und Verhaltensweisen gelernt, dass gegenseitige Rücksichtnahme das A und O im Straßenverkehr sind. – Das sollte es heute auch mal wieder geben. Aber dann würden wahrscheinlich wieder die Motzbürger kommen und sagen, dass sie sich nichts vorschreiben lassen.

„Aus Forschung und Technik“ mit Joachim Bublath hat mir vor allem viel über Raumfahrt und den Weltraum beigebracht. Dann gab es noch andere alte Wissenschaftssendungen etwa mit Volker Arzt, Heinz Haber oder Hoimar von Ditfurth. Ditfurth hat schon in den 70ern Sendungen über den Klimawandel gemacht. Ein Thema, was für manche Unverbesserlichen ein „Modethema“ ist. – Die Sendungen waren manchmal sehr „vorlesungshaft“, aber manchmal wünsche ich mir die Ruhe und die Tiefe dieser Sendungen wieder zurück.

Auch im ZDF-Ferienprogramm waren lehrreiche Beiträge. So habe ich mich immer gefreut, wenn der Pilot Herrmann Terhung vorbeigeschaut hat. Ich weiß nicht ob dort auch Heinz Kaminski zu Wort kam oder ob das auch bei „Aus Forschung und Technik“ war. Auf jeden Fall war der damalige Leiter der Bochumer Sternwarte ein Begriff in meiner Kindheit.

Auch ins Schulfernsehen habe ich gerne reingeschaut, auch wenn die Sendungen oft nicht für meine Altersklasse gedacht waren. Da habe ich schon viel über Naturwissenschaften gelernt, bevor das überhaupt in der Schule dran kam.

Geschichte war auch nie so mein Thema, aber „Vor vierzig Jahren“ habe ich damals auch oft gesehen. Da habe ich viel über den zweiten Weltkrieg und die Nazizeit gelernt, lange bevor es in der Schule thematisiert wurde.

Ich finde dasThema Bildung sollte wieder ein entscheidender Pfeiler im Öffentlich-Rechtlichen-Fernsehen bekommen.