Whzdeö?

Ich fahre ja recht selten mit der Bahn. Aber dann ist es immer wieder interessant. Neulich habe ich mir mal den vor mir wartenden Zug genauer angesehen und folgende Beschriftung gefunden:

Zuerst sah das für für mich polnisch aus; allerdings störte der Umlaut. Der untere Begriff Klimae brachte mich dann zumindest schon in die richtige Richtung.

Wer die Lösung wissen möchte, kann hier nicht nur Whzdeö nachschlagen. Die Abkzgn der Bundesbahn Deutschen Bahn sind einfach immer wieder super.

Muttererde

Letztens habe ich irgendwo gelesen, man solle sich nicht so darüber aufregen, daß auf vielen Produkten die zusammengesetzte Begriffe getrennt, also mit Leerzeichen geschrieben werden. Also etwa „Apfel Saft“ oder „Früchte Müsli“. Das sei doch alles gar nicht schlimm und die Verpackungsdesigner hätten mehr Spielraum, in dem sie zwei Zeilen nutzen können. Man könnte natürlich einfach einen Bindestrich nutzen; ich glaube die neue Rechtschreibung läßt da heutztage viel mehr zu, aber so ein Strich, den man mit einem Minus (also negativ) verwechseln kann, mißfällt den Desigern.

Aber ich finde die folgende Schreibweise doch etwas verwirrend:

Vielleicht wollte man mit einer Getrenntschreibung irgendwelche Mißverständnisse vermeiden. Viele Leute haben ja auch bei „Blumentopferde“ schon Blumento-Pferde gelesen.

Worst Wortwitz

Normalerweise gehe ich keinem schlechten Wortwitz aus dem Weg. Allerdings fand ich schon die „After-Work-Wurst“ eines Hamburger Imbisses schon hart an der Grenze. Die Grenze überschritten hat nun die IHK. Sie bietet eine Veranstaltung für Neumitglieder und somit neu gegründete Unternehmen unter dem Stichwort „New-Kammer“ an. Also das bereitet mir wirklich schon körperliche Schmerzen.

Nervige Radfahrertypen

Der Frühling ist da, und auch die Radwege und Straßen füllen sich wieder mit mehr und mehr Fahrradfahrern. Ich bin ein Freizeitradler, fahre ganzjährig, aber (in den letzten Jahren )zu wenig. Unter den anderen Radfahrern gibt, einige Kategorien die mir immer negativ wieder auffallen und das schon seit Jahren.

  • Die Pseudorennradfahrer. Meistens Männer; vielleicht in der Midlifecrisis. Haben sicherlich viel Geld für ihr Rad ausgegeben. Aber nicht nur für das Fahrrad, auch für das Drumherum, natürlich inklusiver quietschbunter Rennbekleidung. Sind meistens allein unterwegs. Neben der Rennbekleidung, die aber auch keinen Verein hinweist, ist ein deutliches Zeichen, daß sie sämtliche Radwege konsequent ignorieren. Vor allem kommt diese Spezies nur bei bestem Wetter und vorzugweise am Wochenende raus. Früher habe ich so manche Leute aus dieser Gruppe frustriert, indem ich mich mit meinem Hollandrad an deren Fersen geheftet habe. Tja, Material ist nicht alles.
  • Die Familienausflügler: Kommen meist im Frühjahr zum Vorschein. Haben die Angebote der Discounter und Baumärkte genutzt um sich neue Räder zu kaufen, gerne auch im Partnerlook. Aufgrund der fehlenden Übung und den oft mitgeführten Kindern, ist diese Gruppe eher langsam unterwegs. Die Ballung an Himmelfahrt oder Pfingstmontag ist extrem störend und der Grund dafür, daß ich an diesen Tagen nicht Rad fahre.
  • Senioren mit Pedelacs: Diese Gruppe wächst seit ein paar Jahren rasant. Die ehemaligen Bremser auf den Radwegen sind nun eher die schnelleren Radfahrer. Besonders frustriend: Man strampelt sich ehrlich mit eigener Muskelkraft am Berg ab, während man plötzlich von der Generation 70+ mit einem leisen Surren überholt wird.
  • Die Jugendgruppe: Oft gesehen im Sommer auf Wegen Richtung Strand. Gruppengröße von 5 aufwärts, auch mal 30 oder mehr. Diese Gruppe nimmt die Wege in voller Breite ein, da viel nebeneinander gefahren wird. Die lautstarke Unterhaltung wird noch von mindestens einem Musikabspieler (früher „Radiorekorder“, später „Ghettoblaster“, jetzt Bluetoothbox (?)) übertönt. Vor den Ferien, Brückentagen, Prüfungen und anderen Schulunterbrechungen gerne als Schulausflug mit Begleitung von mehreren Lehrkräften. Erstaunlicherweise trifft man diese Gruppe nur auf dem Hinweg. Da sich am Strand die Jugendlichen aber nicht staplen, müssen sie dort wohl irgendwie in ein Loch fallen.

„Ich bin schließlich nicht irgendwer“

Ich habe bei meiner Arbeit zum Glück nicht direkt mit Kunden zu tun. Ab und zu bekomme ich aber einzelne Gesprächsfetzen aus dem Kundenbereich mit; meistens wenn die Kunden etwas lauter werden. Dabei ist doch längst bewiesen, daß nicht derjenige Recht hat, der am lautesten schreit, oft ist es sogar genau anders herum.

Neulich wurde es mal wieder etwas lauter bis schließlich die Kunden rief: „Ich bin schließlich nicht irgendwer“. Ich hoffe mein lautes Lachen ist nicht im Kundenbereich angekommen. Natürlich ist sie nicht irgendwer; wie jeder Mensch. Jeder Mensch ist etwas Eigenes,  etwas Besonderes, etwas im besten Wortsinne Eigenartiges. Aber jeder Mensch hat (oder sollte zumindest) die gleich Rechte. Niemand steht über anderen, nur aufgrund der Herkunft, Aussehens, Einkommens oder Vermögens. Zum Glück wissen das hier auch unsere Kundenbetreuerinnen.

Aber irgendwie tun mir solche Leute immer leid, die tatsächlich denken, daß sie etwas besser/wichtiger oder was auch immer sind, als andere Leute; und das dann auch noch lauthals verkünden.