Unproduktiver Schlaf

Vor ein paar Tagen gab es in der Sendung „Die Höhle der Löwen“ ein Produkt, welches die Schlafqualität verbessern soll, so daß man mit weniger Schlaf auskommt und trotzdem erholt ist.

Ob das tatsächlich hilft oder nicht, war in der Sendung eher zweitrangig. Klar war, dass man damit jede Menge Geld machen kann. Nahrungsergänzungsmittel sind ja sowieso eine wahre Goldgrube. Über das Thema „Schlaf“ wurde dort eine ganze neue Tür aufgestossen. Viele Menschen schlafen aus unterschiedlichen Gründen schlecht und sicher wird ein nicht geringer Teil dieser Leute das Mittel mal ausprobieren wollen. Auch bei Karrieremenschen ist es ja eher unüblich ausreichend lange zu schlafen. Das wurde auch vor dem Pitch des Gründers deutlich, als sich die Löwen darüber unterhielten, wie lange sie so schlafen. Die Antworten langen etwa im Bereich von vier bis sechs Stunden. Das ist deutlich zu wenig, aber es hat auch niemand hinterfragt. Einzig Frank Thelen meinte, ich kommt so auf acht bis neun Stunden Schlaf. Diese Antwort sorgte eher für Unglauben bei den anderen Löwen.

Schlaf scheint ja bei vielen Führungspersonen eher negativ besetzt zu sein. Das ist unproduktive Zeit. Wer viel schläft, sei faul, so die entsprechende Meinung. Es gibt zwar neben Schlaf noch andere Bedürfnisse um den Körper am Laufen zu halten, aber etwa Essen, Trinken oder Sport kann man prima in Gesellschaft machen. Man kann mit der Ernährung oder der Wahl eines Sportes auch einen entsprechenden Lebensstil ausdrücken. Außerdem kann man nebenbei auch noch Geschäfte machen. Beim Schlafen geht das alles nicht. Deswegen ist er wohl auch so verpöhnt. Fast so wie eine lästige Erkältung, als „Leistungsmensch“ darf man sich doch von solchen Lappalien nicht außer Gefecht setzen lassen.

Man muß sich nur mal vergegenwärtigen, daß wohl fast alle Manager, Spitzenpolitiker und sonstigen Entscheider dauerhaft übermüdet sind. Das will sich aber niemand eingestehen, weil es ansonsten ein Zeichen von Schwäche ist. Verschiedene Untersuchungen haben ergeben, daß Menschen mit Schlafmangel die gleichen Symptome zeigen, wie alkoholisierte Menschen. Außerdem schadet dauerhafter Schlafmangel den Körper.

Ich finde es gut, daß Thelen da nicht mitmacht. Auch bei anderen überholten Verhaltensweisen  in Führungskreisen, wie etwa dem Krawatten- oder Anzugzwang, läßt er sich nicht von seinem eigenen Weg abbringen.

Schlaf ist wichtig, nicht nur für den Körper, sondern auch für den Geist. Schlaf ist keine verschwendete Zeit. Wir sollten davon wegkommen, schlafen mit etwas Negativem zu verbinden.

Menschen helfen leicht gemacht

Es braucht nicht immer einen Superhelden, um Menschen zu helfen, jeder kann das und es gar nicht so schwer.

Hier ein paar Dinge, die ich mache:

  • Blutspenden: Ich gehe seit über 20 Jahren regelmäßig zum Blutspenden. Das Blut wird immer noch bei Unfällen und Operationen gebraucht. Fehlt das Blut, kann der Patient sterben.
    Eigentlich kann fast jeder gesunde Mensch Blut spenden. Ich mache das im örtlichen Krankenhaus. Dort gibt es eine kleine Aufwandsentschädigung und im Anschluss ein ausgiebiges Frühstücksbuffet, welches besser ist, als in manchen Hotels, in denen ich schon war. Der ganze Vorgang dauert, inklusive Essen ca. 1 Stunde.
    Außerdem hat man eine regelmäßige Kontrolle des Blutes und hin und wieder wird man noch zusätzlich untersucht. Es gibt ja sogar auch Berichte, die einer Blutspende einen positiven Effekt auf den eigenen Körper bescheinigen; ganz nach der alten Tradition des Aderlasses.
  • Knochmarkspenden: Bei manchen Krankheiten (etwa Leukämie) gibt es als einzige Heilungschance eine Knochmark- oder auch Stammzellenspende. Bei einer Knochenmarkspende ist es nötig, daß viele genetische Merkmale zwischen Empfänger und Spender übereinstimmen; das ist sehr selten. Deswegen ist es wichtig, daß sich möglichst viele Leute zur Knochenmarkspende registrieren lassen. Anhand einer kleine Blutprobe werden erste Merkmale überprüft und gespeichert (typisiert). Spendet man sowieso Blut kann sich meist dort gleich als Knochmarkspender aufnehmen lassen. Ansonsten kann man sich etwa bei der DKMS registrieren
    Passen die Merkmale aus der Typisierung mit den gesuchten Merkmalen überein, so wird man eingeladen, um eine weitere Blutprobe abzugeben, die dann noch genauer untersucht wird. Erst wenn diese Untersuchung ergibt, daß man tatsächlich als Spender in Frage käme, kommt es zu einer Knochenmarkspende. Daß Jemand tatsächlich Knochenmark spendet ist sehr unwahrscheinlich. Aber es ist wichtig eine große Auswahl aus potentiellen Spendern zu haben.
  • Organspende: Jeder Mensch stirbt irgendwann. Und nach dem Tod ist alles vorbei. Sollte es sich ergeben, daß manche Teile meines Körpers noch so gut sein, daß sie jemand anderes, der sterbenskrank ist, gebrauchen kann, dann wäre es doch eine Schande diese einfach so in der Erde zu verbuddeln oder zu verbrennen. Ich werde davon nichts haben, mich wird es aber auch nicht stören. Das einzige ist, daß ich halt immer einen Organspendeausweis mit mir rumtrage.
  • Erste-Hilfe: Jeder Mensch ist sowieso zur Ersten Hilfe verpflichtet. Unterläßt er dieses, kann das nicht nur strafrechtliche Folgen für den Unterlasser, sondern auch gesundheitliche Probleme bis hin zum Tod für den Hilfebedürftigen bedeuten.
    Eigentlich halt wohl Jeder mal einen Erste-Hilfe-Kurs besucht. Aber wie lange ist das her? Wieviel weiß man noch davon? Außerdem ändern sich im Bereich der Ersten-Hilfe auch Maßnahmen und Hilfmittel, so daß es nie verkehrt ist, sein Wissen aufzufrischen.
    Ich habe mich auf der Arbeit als Ersthelfer registriert. Dadurch kann ich regelmäßig während der Arbeitszeit an einem EH-Kurs teilnehmen und halte mein Wissen frisch und aktuell.

Das sind alles Dinge, die nicht viel Zeit, Aufwand oder Geld kosten, aber im Falle des Falles Menschen das Leben retten können. – Bitte macht alle mit!

Aufgeladene Diskussionen um Abtreibungen

Aktuell gibt es in Deutschland wieder Diskussion um Abtreibungen. Anlass ist die Verurteilung der Ärztin Kristina Hänel. Sie hatte auf der Homepage Ihrer Praxis darauf hingewiesen, daß sie Schwangerschaftsabbrüche durchführt. Das Amtsgericht Gießen sah darin eine nach §219a verbotene Werbung für Abtreibung. Ich finde das falsch. Es ist ja keine wirkliche Werbung. Niemand wird durch eine Beschreibung des Tätigkeitsbereiches einer Arztpraxis für eine Abtreibung entscheiden. Gäbe es wirklich konkrete Werbung für die Maßnahme als solche, würde ich das auch ablehnen, aber Frauen sollten sich informieren dürfen.

Die aktuelle Diskussion geht aber viel weiter. Sie setzt da an, wo man schon vor einigen Jahrzehnten stand, nämlich ob Abtreibungen überhaupt erlaubt sein sollten. Manche Leute wollen das Rad wieder zurückdrehen.

Was mir aber absolut missfällt, ist die Tatsache, daß die Diskussion, wie immer, wenn es um Abtreibungen geht, sehr aufgeladen ist. Dieses Thema scheint extrem zu polarisieren. Auf der einen Seite  gibt es die Abtreibungsgegner, die eine Abtreibung mit Mord gleichsetzen und auf der anderen Seite die Befürworter, die mit dem Argument kommen „Mein Bauch gehört mir“. Dazwischen scheint es nichts zu geben, jedenfalls nicht in der öffentlichen Wahrnehmung. Und die Verfechter beider Lager gehen hoch emotional vor. Eine sachliche Diskussion scheint fast ausgeschlossen zu sein.

Meine Meinung liegt aber irgendwo zwischen den Extremen. Ich finde Abtreibungen sollten möglich sein. Jede Frau sollte das Recht haben sich genauestens zu informieren. Vor jeder Abtreibung sollte aber weiterhin ein Beratungsgespräch durchgeführt werden, um eine vorschnelle und falsche Entscheidung zu verhindern. Grundsätzlich sollte unsere Gesellschaft aber so gestaltet sein, daß ein Kind kein Hemmnis darstellen sollte. Der Staat sollte den Schutz der Mütter (und Väter) stärken, praktische Hilfe in Form von Hilfen im Haushalt anbieten und besonders den unteren Einkommensschichten mehr finanzielle Unterstützung geben.

Forscher tüftelt an Alkoholersatz

Alkohol ist eine in unser Gesellschaft weitgehend akzeptierte Droge. Das kommt vor allem daher, weil Alkohol nun mal beim Herstellungsprozess von bestimmten Getränken entsteht. Alkohol macht nicht nur betrunken, sondern auch krank und süchtig. Deshalb kam einen britischen Forscher die Idee, einen künstlichen Alkoholersatz zu schaffen, der aber weder krank noch süchtig machen soll.

Bin ich der Einzige, der diese Idee absolut absurd findet? Ich selbst trinke keinen Alkohol, weil ich mich nicht künstlich berauschen möchte und gerne Herr meine Sinne bleibe. Den Rausch sah ich meistens als schlechte Nebenwirkung von Alkohol. Ich kenne eine Menge Leute die nicht gemerkt haben, wann mit dem Alkohol Schluß sein sollte. Der Rausch hat sie in erster Linie aggressiv gemacht und die schlechtesten Eigenschaften der Personen nach außen gekehrt.

Was wäre, wenn der Forscher eine Alternative zu anderen Drogen gesucht hätte, mit den gleichen Intentionen (nur Rausch, keine Sucht, keine Schädigung des Körpers)? Hätte er dafür auch öffentliche Gelder bekommen?

Die gute Nachricht: Bei Getränkeherstellern ist er mit seiner Idee abgeblitzt. Aber warum sollte seine Droge überhaupt in Getränke? Er könnte sie doch auch als Tabletten, zu schnupfendes Pulver oder zum Rauchen anbieten.

Petition gegen Verkehrslärm

Ich habe beim Petitionsausschuß des Deutschen Bundestages eine Petition gegen übermäßigen Lärm durch einzelnen Fahrzeuge eingereicht.

Diese wurde akzeptiert, steht nun online und kann mitgezeichnet werden.

Darum geht es inbesondere um die Lärmbelästigungen durch hohe Drehzahlen von zum Beispiel Motorrädern oder Sportwagen. Diese Lärmemissionen sind nämlich überproportional und werden von den heutigen Meßmethoden nicht berücksichtigt.

Zu viele Arztbesuche?

Der Chef der KKH, meint die Hälfte aller Arztbesuche seien überflüssig. Das kann sein, aber ich vermute eher aus anderen Gründen.

Ich gehe ca. 1 mal im Jahr zum Arzt. Meistens sind das profane Erkältungskrankheiten, da kann ein Arzt eigentlich nicht viel machen. Allerdings benötige ich für meinen Arbeitgeber eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung („gelber Schein“). Nur deswegen muß ich zum Arzt. Ich würde gerne darauf verzichten, denn wenn man sich schlecht fühlt, kann man gerne darauf verzichten stundenlang im Wartezimmer mit etlichen anderen hustenden und niesenden Menschen zu sitzen. Die „Behandlung“ dauert meistens denn ja nur wenige Minuten. Kurze Befragung, in Augenscheinnahme, vielleicht Abhorchen und dann gibt es noch ein Rezept für Medikamente die sowieso frei verkäuflich sind und selbst bezahlt werden müssen. Und als Krönung gibt es dann die benötigte AU-Bescheinigung.

Außerdem sollen ja die Kosten im Gesundheitswesen gesenkt und Besuche bei Spezialärzten eingeschränkt werden. Deswegen soll man nicht direkt zum Spezialisten, sondern erst einmal zum Hausarzt, der einen dann an den Spezialisten überweist. So kommt es aber zu zwei Arztbesuchen, statt einem.

Daß sich Menschen bei unklarer Diagnose oder schwerwiegenden Eingriffen eine zweite Arztmeinung einholen will, finde ich völlig legitim.

Gluten und Laktose sind nicht schädlich

Es gibt Menschen, die vertragen keine Laktose. Es gibt auch Menschen, die vertragen kein Gluten. Das heißt allerdings nicht, daß diese Stoffe per se gesundheitsschädlich sind. Gluten- oder laktosefreie Produkte sind für die Betroffenen eine Bereicherung, da sie ihren Speiseplan erweitern können.

Es scheint aber ein Trend zu sein, sich gluten- und/oder laktosefrei zu ernähren. Allerdings bringt das keinen Nutzen. Allein die Händler und Hersteller dieser Produkte profitieren von den höheren Preisen.

Menschen, die an Laktoseintoleranz oder Zöliakie leiden, wissen im Normalfall, welche Produkte sie essen dürfen und welche sie verzichten müssen bzw. wo sie auf Alternativprodukte zurückgreifen müssen. Das Siegel „laktosefrei“ oder „glutenfrei“ taucht aber immer häufiger auf Produkten auf, wo es völlig unsinnig ist. Letztens habe ich einen Naturjoghurt gekauft, also ohne Fruchtzubereitung oder sonstiges, also das reine Milchprodukt und dort stand doch tatsächlich auch auf der Packung „glutenfrei“. Ja natürlich, wie soll das denn auch reinkommen? Was ich vermisse ist der Hinweis, daß er Joghurt keine Nüsse oder Fisch enthält.

Vielleicht ist es bald modern, keine Äpfel zu essen, weil manche Menschen darauf allergisch reagieren. Und dann klebt auf der Birne ein Aufkleber „apfelfrei“.

Nochmals: Gluten und Laktose sind nicht schädlich!

Keine Haushaltshilfe von der Krankenkasse

Als vor einigen Jahren meine beiden Kinder geboren wurde und meine Frau unter den Folgen einer beginnenden Schwangerschaftsvergiftung litt, wurde mir mehrfach empfohlen, bei der Krankenkasse eine Haushaltshilfe zu beantragen. Alle kannten welche, die auf schon Haushaltshilfen bekamen; dann sollte es dort erst recht bei Zwillingen und einer kranken Frau möglich sein.

Also machte ich mich auf den Weg in den Zweigstelle der „BKK vor Ort“, was auch schon ein Akt war, da ich nun meine kranke Frau mit den Kindern allein lassen mußte. Vorher hieß die Krankenkasse noch Dräger BKK, dann wurde sie aber von der BKK vor Ort übernommen. Von der Dräger BKK hörte man immer sehr viel Positives, rasches Handeln und versichertenfreundliches Entgegenkommen. Das muß sich aber mit der Übernahme geändert haben.

Zunächst wurde ich enttäuscht, daß es keine praktische Hilfe, sondern nur finanzielle Hilfe geben sollte. Ich hatte damit gerechnet, daß die Krankenkasse mir Namen von möglichen Haushaltshilfen gibt, die uns innerhalb der nächsten Tage auch schon helfen können. So funktioniert daß aber nicht. Man muß sich selbst um eine entsprechende Kraft kümmern; was natürlich auch wieder zusätzlich Zeit und Aufwand bedeutet. Die Kosten für diese Kraft würde die Kasse bei einem positiven Bescheid übernehmen.

Also rumgefragt, wer denn so etwas machen könnte. Wir fanden eine Person, die uns unter die Arme greifen wollte und so stellten wir den entsprechenden Antrag bei der Krankenkasse. Ein paar turbulente und für uns alle sehr anstrengende Wochen vergingen ohne etwas von der BKK zu hören, telefonisch bekam man nur die Auskunft: „Noch nicht entschieden.“. Dann trudelte ein Bescheid ein,. ein negativer, also ablehnender Bescheid. Begründung: ICH könnte doch NACH der Arbeit Frau und Kinder versorgen. Frechheit! Was sollte in der restlichen Zeit sein? Sollte ich unbezahlten Urlaub nehmen und meinen Job riskieren?

Bei einem Anruf bei der BKK vor Ort wurde mir dann mitgeteilt, wir könnten doch Einspruch einlegen. Das haben wir allerdings nicht gemacht. Im Nachhinein bereue ich das. Und wenn es nur darum gegangen wäre, der Krankenkasse zu zeigen, daß man im Recht ist. Das war uns allerdings zu anstrengend und ein positiven Bescheid hätte es dann wohl erst gegeben, wenn sich die Lage zu hause sowieso entspannt hätte und wir keine Hilfe mehr bräuchten. Eine Nachfrage in einem Online-Forum ergab, daß es wohl fast normal ist, daß ein Antrag auf Haushaltshilfe zunächst einmal abgelehnt wird. Die Intention dahinter ist klar: Die Kassen wollen sich die Kosten sparen. Ausgaben zu denen sie aber gesetzlich verpflichtet sind. Wobei es fraglich ist, ob die Kassen so günstiger fahren oder mehr Kosten durch Folgeschäden (z.B. Kuren) haben.

Wirklich Hilfe haben wir später durch die Initiative „Wellcome“ erhalten. Die stellen wirklich nette Kräfte zur Verfügung, die einem helfen, in dem sie sich zum Beispiel stundenweise um die Kinder kümmern. Das Ganze kostete zwar auch ein paar Euro, die waren es aber wert.

Nachtrag: Die Kosten für Wellcome kann man auch in der Steuererklärung unter „haushaltsnahe Dienstleistungen“ eintragen.

Ärztin wendet sich von der Homöopathie ab

Eine Ärztin, die in Ihrer Praxis Homöopathie einsetzte, wollte ein Buch über Homöopathie schreiben. Bei den Recherchen fand sie heraus, das diese Methode, außer dem Placeboeffekt, keine Wirkung hat. – Was für ein Wunder. – Wer hätte damit gerechnet?

Nun hat sie sich von der Homöopathie abgewandt. Gut so!

Vielleicht sollten ein paar mehr Menschen, die Homöopathie einsetzen oder nutzen, sich mal ein wenig besser informieren, vielleicht kommen sie dann auch zu der Erkenntnis das Homöopathie eigentlich nichts anderes ist, als Quacksalberei.

 

Gedanken zu eGK

Nach einigem Hin und Her mit meiner Krankenkasse bin ich auch nun in Besitz einer elektronische Gesundheitskarte (eGK). Tolles Ding. Anfang des Jahres ging die ärztliche Behandlung mit dem Ersatzverfahren. Seitdem brauchte ich noch keine weitere ärztliche Leistung.

Ich muß allerdings noch mal beim Datenschutzbeauftragten nachfragen, wie sie sichergestellt haben, daß meine Bedingungen, die ich beim Einsenden des Fotos, gestellt habe, auch eingehalten wurden/werden. Irgendwie erwarte ich da eine Überraschung.

Die elektronischen Zusatzfunktionen der eGK will ich gar nicht nutzen. Ich wehre mich sogar dagegen, daß meine Daten außerhalb der Arztpraxis gespeichert werden.

Daß nun ein Foto auf der Karte ist, verstehe ich überhaupt nicht. Warum muß die Krankenkasse von mir ein Bild bekommen? Außerdem kann gar nicht sichergestellt sein, daß wirklich der Versicherte auf dem Foto zu sehen ist. Wenn man die Identität feststellen will/muß, warum nimmt man denn nicht ein anderes Dokument? Hier könnte sich doch der Perso/Reisepass/Führerschein anbieten. Alle haben ein „Lichtbild“.

Aber wozu soll überhaupt die Identität überprüft werden? Es heißt um Mißbrauch vorzubeugen. Wer wird den von wem mißbraucht? Sollte eigentlich nicht jeder Mensch ein Grundrecht auf medizinische Versorgung haben? Es gibt leider einige arme Menschen, die durch unterschiedlichste Umstände keine Krankenversicherung haben. Will man sich vor denen „schützen“. Warum sollen die nicht behandelt werden? Ansonsten kann es ja nur darum gehen daß jemand bei Kasse A versichert ist, aber eine Karte von Kasse B vorlegt. Das mag für Kasse B ärgerlich sein, für aber insgesamt zu keiner Mehrbelastung des Gesundheitswesens.

Ich erinnere mich noch an eine Stadtrundfahrt durch Kopenhagen vor vielen Jahren. Dort sagte die Reiseleiterin, daß jeder, der in Dänemark ist, Anspruch auf ärztliche Versorgung hat. Wenn also etwas passiert, auch als Tourist, brauche man keine extra Versicherung. Ich habe das damals nicht verstanden. Für mich war es ganz selbstverständlich, daß jeder Mensch, das Recht hat von einem Arzt behandelt zu werden. Heute, weiß ich, daß es in Deutschland anders ist; aber meiner Ansicht nach, ist das falsch.