US-Wissenschaftler

Ich habe immer großen Respekt vor US-Amerikanischen Wissenschaftler. Nicht vor den ach so tollen Dingen, die (angeblich) herausgefunden haben und bei uns in den (Boulevard-) Medien hoch gejubelt werden.

Wie kann man in den USA physikalische Berechnungen durchführen, wenn sie keine SI-Einheiten benutzen? Dort werden Längen mit Zoll, Fuß, Yard oder Meilen gemessen. Temperaturen werden in Fahrenheit angegeben und. Hohlmaße zum Beispiel in Gallonen. Hinzu kommt noch daß es widersprüchlich Namen für Zahlen gibt. So heißt dort die „deutsche“ Milliarde (1.000.000.000 oder 10^9) „trillion“; was wiederum bei uns 1.000.000.000.000.000.000 (10^18) wäre.

Das Datum wird mit MM/DD/YYYY zu dem auch noch komisch und völlig unlogisch angegeben.

Android bändigen

Ich bin zwar technikbegeistert, muß aber nicht immer alles sofort haben. Zeit und vor allem finanzielle Mittel begrenzen das sehr oft.

Ich hatte erst recht spät ein Mobiltelefon, weil ich nicht unbedingt die Notwendigkeit sah. Ich will nicht immer erreichbar sein. Ich will auch nicht ständig kommunizieren. Ich hatte aber dafür recht früh einen kleinen Video-/Audioplayer mit Festplatte von Archos, zu einer Zeit, als Apple iPods noch reine Musikabspieler waren. Ich dachte mir, wenn ich mir mal ein Handy kaufe, dann sollte es eine Mischung aus dem Archos-Player, einer mobilen Spielkonsole und ebend einem Handy sein. Das sollte aber noch dauern. Mein erstes (und auch zweites, weil das erste verschwunden war) Mobiltelefon, war ein ganz einfaches Telefon mit Prepaid-Vertrag. Es war auch nicht ständig eingeschaltet und auch nicht immer dabei. Genutzt wurde es nur selten.

Deshalb war die Verlockung auch nicht so groß, später auf ein Smartphone umzusteigen. Erst als ich nach einem Nachfolger für mein verlorenes Garmin-Outdoor-GPS suchte, wurde mir ein Smartphone empfohlen. Ich beschäftigte mich mich der Sache und begann zu recherchieren. Ganz klar war, daß ich mich nicht an einen Google- (oder Microsoft- Apple- oder wasweißich-) Account binden wollte. Daher hielt auch gleich Ausschau nach einem Gerät, daß ich gleich mit Cyanogen-Mod (CM) versorgen konnte. Da das ganze auch etwas robuster sein und nicht so viel kosten sollte, entschied ich also für das, damals schon betagte, Defy+ von Motorola. Dank einer guten Anleitung im Web war CM schnell installiert. Interessanterweise findet man bei den Anleitungen, dann den Hinweis die Google-Appes (GApps) zu installieren. Nein, warum sollte ich? Das ist doch genau der Grund warum ich CM und kein Stock-ROM installiert habe.

Ich beziehe die Apps hauptsächlich über FDroid, welches nur freie Software anbietet. Leider muß man dann auf die 20.000 Furz-Apps und 300.000 Freemium-Spiele verzichten, bei denen man nur die ersten Level kostenfrei spielen kann und dann aber (regelmäßig) zahlen muß. Aber irgendeine Kröte muß man halt schlucken, wenn man sich nicht ganz von einer Datenkrake abhängig machen will. 😉

Als meine Frau auch ein Smartphone wollte, mußte ich mich beschäftigen, wie ich die Daten auf meinem Geräte mit ihrem synchronisieren kann. Die Wahl fiel auf Owncloud und als Client auf dem Handy DAVDroid für die Termine und Adressen. Beides OpenSource.

Ich habe Owncloud auf dem Minirechner Cubietruck installiert, der permanent über einen bestimmten Port vom Internet aus erreichbar ist. Dabei ist natürlich darauf zu achten, daß stets alle Sicherheitsupdates eingespielt werden. Die größte Hürde war die Einrichtung eines eigenen SSL-Zertifikates. Das war sowohl auf der Server- wie auch auf der Clientseite etwas kniffelig.

Nun läuft das Ganze schon seit 1 ½ Jahren problemlos. Man muß sich mit der Technik und deren Risiken beschäfitgen und man verzichtet dann vielleicht auf die eine oder andere „Komfortfunktion“ der Smartphones, ist aber Herr seiner Daten.

P.S. Ein Tag nachdem ich das neue Smartphone hatte, rief das Fundbüro der Deutschen Bahn an und man teilte mir mit, daß mein Garmin gefunden wurde.

Netzneutralität ist wichtig

Für alle, die immer noch nicht verstanden haben, was Netzneutralität bedeutet, muß wohl mal wieder ein Autovergleich herhalten. Wobei eigentlich ist es kein Autovergleich, sondern ein Vergleich des Straßenverkehrs. Schließlich sprach man ja Ende der Neunziger immer gerne von „Datenautobahn“, wenn es um das Internet ging.

Auf einer Autobahn, sind alle Verkehrsteilnehmer gleichberechtigt; auch wenn es manche Fahrer einiger Oberklassefahrzeuge anders sehen. Das ist aber einfach nur deren Problem mit der Wahrnehmung.

Wenn man nun die Vorschläge zur Priorisierung von Diensten im Internet auf die Autobahn umsetzt, so gäbe eine rege Verkehrsbeeinflussung. Vielleicht würde es extra Spuren geben, die man nur Nutzen darf, wenn man extra dafür bezahlt. Entscheidend ist gar nicht, ob derjenige es wirklich eilig hat oder wichtige Waren transportiert, entscheidend ist einzig und allein, daß er extra bezahlt.

Wenn der Verkehr stockt, müssen vielleicht einfache Pendler oder leere LKW an den Seitenstreifen fahren und warten. Schließlich gibt es viel „wichtigere“ Fahrzeuge. Der Joghurt muß doch frisch sein, wenn er von Bayern nach Schleswig-Holstein transportiert wird. Der hat also Vorrang, sofern ein entsprechende Vereinbarung mit dem Autobahnbetreiber hat.

Und um festzustellen, ob ein Fahrzeug berechtigt ist bevorzugt behandelt zu werden, werden automatisch ALLE Fahrzeuge gescannt, ihr Kennzeichen, die Anzahl der Personen, die Identität der Personen und die Art und Menge der Waren erfaßt.

So etwas gibt es selbst bei privatfinanzierten oder privatbetriebenen Straßen bei uns nicht. – Zum Glück! Im Internet wird es aber jetzt so geplant.

Wer macht den Pofalla?

Das Computernetzwerk des Bundestages ist seit Wochen gehackt. Keiner weiß genau wie groß der Schaden ist und wieviel Daten illegal kopiert wurden.

Wann tritt endlich mal jemand vor die Presse und beendet per Machtwort die Attacke?

Telefonspam per Wahlautomat

Wenn das Telefon abnimmt und sich erst jemand ein paar Sekunden meldet, weiß man, schon, daß gleich wieder entweder ein supertolles Angebot präsentiert bekommt oder an einer Umfrage teilnehmen soll. Die Wartezeit kommt wohl dadurch zustande, daß die Nummern automatisch gewählt werden und erst wenn sich jemand meldet, wird ein Call-Center-Mitarbeiter in die Leitung geschaltet. So können die Werber die Call-Center-Sklaven noch effektiver nutzen.

Mal lege ich dann gleich auf. Mal sage ich denen klar und deutlich, daß ich keine Anrufe wünsche. Ab und zu kann verwickle ich die Leute aber auch in Gespräche in dem ich viel nachfrage, stelle mich dumm oder sage sie sollen einen kleinen Moment warten und ich lege den Hörer daneben.

Was man allerdings keinesfalls machen darf, ist zu sagen, daß GERADE keine Zeit. Das sehen die Werber als Einladung und rufen GARANTIERT später zurück.

Letztens bekam ich im Büro einen Anruf von irgendeinem Marktforschungsinstitut und wollten eine Kundenumfrage für die R+V-Versicherung machen. Sie fragten, ob ich eine Versicherung dort habe und zu jemanden durchstellen kann, der dort versichert ist.

Da werden also willkürlich deutschlandweit irgendwelche zufälligen Nummern gewählt, in der Hoffnung einen auskunftswilligen R+V-Kunden an die Strippe zu bekommen.

Ebay – macht immer weniger Spaß

Nun erhöht Ebay, mal wieder, die Gebühren. Wie war das doch früher; da konnte man problemlos auf Ebay ein paar Sachen loswerden und wenn man was kaufen wollte, konnte man mit etwas Glück ein Schnäppchen machen.

Dann fing Ebay irgendwann an Schritt für Schritt die Gebühren zu erhöhen. Dann kamen Abmahner, die meinten, man sei gewerblicher Verkäufer und müsse die entsprechenden Bedingungen (Rücknahmepflicht, Impressum, etc.) einhalten. Diverse absurde Gerichtsentscheidungen unterstützten die Abmahner. Da hat jedes Gericht einen eigene Maßstab angesetzt, ab wann man gewerblicher Verkäufer ist. In die Offline-Welt umgesetzt, wäre damit jeder, aber wirklich jeder der einen Stand auf einem Flohmarkt hat gewerblicher Anbieter. Zwischendurch hat Ebay mal wieder die Gebührenschraube angezogen.

Einige Verkäufer mißbrauchten es, daß Ebay nur auf den Verkaufspreis, und nicht auf die Versandkosten, Gebühren erhebt. So wurden viele Produkte für 1 Euro plus 20 Euro Versand angeboten. Was natürlich Blödsinn ist. Wegen dieses Mißbrauchs hatte Ebay dann die Versandkosten für bestimmte Produkte begrenzt. Diese Entscheidung hat auf wieder den kleinen ehrlichen Ebay-Verkäufer übermäßig getroffen, denn nun war man nicht mehr in der Lage als Service eine bestimmte teurere Versandmöglichkeit anzubieten.

Dann hat Ebay wieder die Gebühren erhöht…

Ebay ist so unattraktiv geworden. 80-90% aller Produkte werden zum Festpreis von professionellen Verkäufern angeboten. Das hat nichts mehr mit einer Privatauktionsplattform zu tun. Als privater Kleinverkäufer hat man nicht nur die hohen Kosten zu tragen (die jetzt auch noch auf die Versandkosten anfallen), sondern man hat auch ein rechtliches Risiko.

Spaß man das wirklich nicht mehr.

Größere Sachen verkaufe ich jetzt über Ebay-Kleinanzeigen, andere Sachen landen im Müll. Für ein paar Euro habe ich keine Lust mehr, die Sachen online zu stellen, auf die Zahlung zu warten, die Sachen einzupacken und zur Post zu bringen, mich eventuell mit dem Käufer zu streiten und am Ende noch die Ebay-Gebühren zu zahlen.

Versagen des Smartphones

Ich bin ja eher ein Mensch, der bei Computern und deren Software zumindest die Möglichkeit haben will, alles mögliche einzustellen, anzusehen und zu ändern. Früher bei Beginn der Homecomputerei z.B. beim VC20 oder C64 kannte man noch jedes Byte. Es gab Bücher, in denen die komplette Hardware erklärt war.

Das ist heute natürlich nicht mehr möglich. Die Produktvielfalt ist viel so groß und die Systeme viel zu komplex geworden. Gleichzeitig werden die Systeme benutzerfreundlicher. Keiner möchte sich noch damit rumschlagen eine config.sys zu optimieren. Auf die Spitze treiben es die mobilen Betriebssysteme. Hier gibt es nur noch die Apps, die eine beziehungsweise mehrere Funktionen haben. Nutzereinstellungen sind entweder nicht vorgesehene oder auf das nötigste beschränkt. Um die Technik dahinter soll sich keiner kümmern müssen. So weit, so gut.

Letztens wollte ich mit meinem Smartphone ein Foto machen, ging aber nicht da die App mit dem Hinweis „Kamera wurde beendet“ abstürzte. Nach dem alte EDV-Motto „Reboot tut gut“, startete ich das Gerät neu, allerdings ohne Besserung. Da wurde eine neue Kamera-App installiert, aber auch die zeigte das gleich Verhalten. Dann hatte ich erst mal keine Lust und Zeit mich damit näher zu beschäftigen. Einige Tage später wollte eine App etwas herunterladen und brachte dann die Fehlermeldung, daß die Speicherkarte voll sein und ich doch bitte vorher etwas löschen sollte. Tatsächlich, die SD-Karte war randvoll. Also ein paar alte Sachen gelöscht. Dann kam mir die Idee, die Kamera-App zu starten und siehe da: sie funktionierte wieder tadellos. Sie ist also tatsächlich abgestürzt, weil kein Speicherplatz zum Speichern der Fotos vorhanden war.

Warum kann die Kamera-App aber nicht einen entsprechenden Hinweis bringen? Wie soll der normale Nutzer eines Mobiltelefones mit einem solchen Absturz umgehen? Dieser Fehler zeigt ganz klar, daß selbst die Mobilbetriebssysteme noch nicht endbenutzerfreundlich sind.

Unsitte: Videos in Hilfetexten

Wenn man ein Problem mit dem Computer hat, kann man ja oft das Internet befragen. In Kiddie-Foren heißt es dort immer „hast Du schon die neueste Firmware und Treiber installiert, wenn ja dann installier Dein Betriebssystem neu.“ Dann gibt es tolle „Profi“-Seiten, die einen Text anreißen und dann aber einen kostenpflichtigen Login wollen und dann gibt es noch Seiten, wo man den richtigen Tipp findet. Leider bürgert es sich immer mehr ein, ein Video mit der Lösung anzubieten. Wo früher stand: „Ändern sie in der Registry den Eintrag X unter YZ von 0 auf 1, gibt es nun dazu ein 2 minütiges Video zu bewundern. Warum?

Ohne Ton ist das Video wertlos, da man nicht genau erfährt, worauf man achten muß, aber im Büro stört der Ton die Kollegen. Auch kann man ein Video nicht durch einen Online-Übersetzer jagen.

Außerdem bin ich in einer Zeit aufgewachsen, als es noch galt, sparsam mit der Datenübertragung umzugehen. Heutzutage wird das leider von den Contentproduzenten vergessen, aber auch heute muß sollte man mit den Bytes nicht so aasen. Wer man mobil im Internet unterwegs ist, hat meistens sein Übertragungsvolumen im Blick und der fehlende Breitbandausbau auf dem Lande beschert vielen Nutzern noch Datenübertragungsraten wie vor 10 Jahren.

Adblocker erhöhen die Sicherheit im Straßenverkehr

Ich nutze Adblocker, da meine Internetverbindung relativ langsam ist und da es die Werbeindustrie irgendwann mal übertrieben hat und mir den eigentlichen Inhalt schwer zugänglich machte.

Außerdem erhöhe ich mit dem Adblocker die Sicherheit im Straßenverkehr. Schließlich ist aktuell DAS Argument vieler Organisationen, wenn sie gegen die Netzneutralität sind.

Ich halte die Leitungen frei (von Werbung) und somit ist Platz für die Daten von autonomen Fahrzeugen. Wobei autonome Fahrzeuge auch wirklich so autonom sein sollten, daß sie ohne Netzverbindung unfallfrei fahren können. Ansonsten sollten man in Mecklenburg-Vorpommern entsprechende Fahrverbotszonen für selbstfahrende Autos aussprechen.

EU will “gefährliche” Suchbegriffe im Internet blockieren

Der EU-Kommisar Franco Frattini plant den Zugang zu Bombenbauanleitungen im Internet zu sperren. Das will er unter anderem damit erreichen, daß Suchanfragen nach „Bombe“, „Terrorismus“ oder „Genozid“ geblockt werden. Damit schießt er aber weit über das Ziel hinaus. Davon wäre z.B. auch jede Berichterstattung über Kriege, Terror-Anschläge oder auch Geschichtsseiten betroffen. Das erinnert mich doch an die Anfänge der Internet-Filter-Programme, um Kinder z.B. vor Porno-Seiten zu schützen, indem z.B. nach der Zeichekette „sex“ gefiltert wurde. Das führte dann aber auch dazu, das für ein Schul-Referat über Rechtsextremismus nicht mehr im Internet recherchiert werden konnte.

Außerdem ist es mehr als fraglich, ob man damit wirklich erreicht, daß Terroristen nun keine Bomben mehr bauen können. Das Wissen ist doch schon bei den entsprechenden Personen vorhanden und die könnten auch auf konventionelle Art weitervemitteln. Um eine konventionelle Bombe zu bauen gehört doch nicht allzu viel Wissen. Oder will man zukünftig weltweit im Chemie-Unterricht die Behandlung von stark exothermen Reaktionen verbieten?