Daten sind das Öl des 21. Jahrhunderts

„Daten sind das Öl des 21. Jahrhunderts“ diesen Spruch hört man ja immer gerne von Politkern oder Wirtschaftsbossen, wenn es darum geht, vor allem personenbezogene, Daten im großen Maßstab zu sammeln, speichern und zu verarbeiten.

Damit soll suggeriert werden, daß die Daten DAS neue Wirtschaftsgut seien. Natürlich gehören sie dann auch nicht in die Hände von den Privatpersonen, nur die Wirtschaft kann leisten, daß die Daten auch optimal (ausge-)nutzt werden.

Ich weiß nicht, in welcher Welt die Leute leben, die so etwas sagen. Die massive Nutzung von fossilen Brennstoffen hat sicherlich einen wirtschaftlichen Schub gebracht und in manchen Ländern auch einen mehr oder weniger großen Wohlstand; allerdings ist dieser Wohlstand auch mit einer massiven Umweltverschmutzung erkauft worden. Über die Auswirkungen hat man jahrzehntelang nicht nachgedacht. Die ersten Umweltschützer wurden auch als Spinner dargestellt und auch heute leugnen noch Viele die negativen Folgen der Nutzung von fossilen Brennstoffen. Nicht nur wir, sondern auch die nachfolgenden Generationen und die Natur wird darunter leiden.

Im Bundestagswahlkampf hat die FDP mit Ihrem furchtbar schlechten Slogan „Digitalisierung first, Bedenken second“ genau diese Einstellung gezeigt. Man soll erst einmal loslegen und Fakten schaffen, über die Probleme können sich später andere kümmern.

Wenn man noch mal den Einfluss des Öls hinterfragt, lässt sich im Nachhinein nicht sagen, wie sich die Menschheit entwickelt hätte, wenn man nicht darauf gesetzt hätte möglichst viel fossile Energieträger zu verbrennen. Wirtschaftler werden wahrscheinlich behaupten, wir würden dann immer noch im Mittelalter stecken geblieben sein. Das kann sein, aber vielleicht hätte der Mensch es ja auch geschafft von vornherein alternative Energien zu nutzen. Vielleicht wäre die Erde viel sauberer und es gäbe einen geringer Unterschied zwischen Arm und Reich. Man weiß es nicht. Aber es wäre möglich.

Deshalb soll man die massenhafte Sammlung von Daten nicht ungefragt zulassen. WEM bringt es tatsächlich WAS? Gibt es Alternativen, was wäre wenn wir ganz auf dieses Geschäftsmodell verzichten?

Personenbezogene Daten gehören in die Hand der einzelnen Personen. Diese haben die alleinige Befugnis, die Daten weiterzugeben. Durch die Nichtweitergabe von personenbezogenen Daten dürfen dem Einzelnen allerdings keine Nachteile entstehen. Vor einiger Zeit hatte ich ja bereits die Idee des Datennutzungsvertrages.